Adduktorenzerrung: Ursachen, Symptome und Behandlung
Eine Adduktorenzerrung ist eine schmerzhafte Überdehnung der Oberschenkelinnenmuskeln. Sie tritt häufig beim Sport auf und äußert sich durch Leistenschmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.
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Eine Adduktorenzerrung ist eine schmerzhafte Überdehnung der Oberschenkelinnenmuskeln. Sie tritt häufig beim Sport auf und äußert sich durch Leistenschmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.
Was ist eine Adduktorenzerrung?
Eine Adduktorenzerrung ist eine Verletzung der Adduktoren – der Muskelgruppe an der Innenseite des Oberschenkels. Diese Muskeln sind dafür verantwortlich, das Bein zur Körpermitte hin zu bewegen (sogenannte Adduktion). Bei einer Zerrung werden die Muskelfasern überdehnt, ohne dass es zu einem vollständigen Riss kommt. Die Verletzung zählt zu den häufigsten Sportverletzungen, insbesondere bei Fußballern, Hockeyspielern und Leichtathleten.
Ursachen
Eine Adduktorenzerrung entsteht meist durch eine plötzliche, unkontrollierte Bewegung, bei der die Adduktoren über ihre normale Belastungsgrenze hinaus beansprucht werden. Häufige Ursachen sind:
- Abrupte Richtungswechsel oder Sprints beim Sport
- Grätschen oder Spagat-ähnliche Bewegungen
- Unzureichendes Aufwärmen vor körperlicher Aktivität
- Muskuläre Dysbalancen oder Übertraining
- Vorausgegangene Verletzungen in der Leisten- oder Oberschenkelregion
Symptome
Die typischen Beschwerden einer Adduktorenzerrung umfassen:
- Schmerzen an der Oberschenkelinnenseite oder in der Leistengegend, die bei Bewegung zunehmen
- Druckschmerzhaftigkeit bei Berührung des betroffenen Muskels
- Schwellung oder leichte Verhärtung im Bereich der verletzten Stelle
- Eingeschränkte Beweglichkeit beim Spreizen der Beine
- Gelegentlich ein Gefühl von Schwäche im betroffenen Bein
In schweren Fällen kann ein hörbares oder spürbares Reißen zum Zeitpunkt der Verletzung auftreten, was auf einen Muskelfaserriss hindeuten kann.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung beim Arzt oder Sportmediziner. Dabei werden Schmerzlokalisation, Bewegungsumfang und Muskelkraft geprüft. Zur genauen Beurteilung des Schweregrades kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) eingesetzt werden. In Ausnahmefällen – etwa bei Verdacht auf einen vollständigen Muskelriss – wird eine MRT (Magnetresonanztomografie) angeordnet. Der Schweregrad wird üblicherweise in drei Grad eingeteilt:
- Grad I: Leichte Überdehnung ohne wesentliche Faserverletzung
- Grad II: Teilriss einzelner Muskelfasern
- Grad III: Vollständiger Muskel- oder Sehnenriss
Behandlung
Sofortmaßnahmen
Direkt nach der Verletzung empfiehlt sich das sogenannte PECH-Schema:
- Pause – sofortige Schonung und Belastungsstopp
- Eis – Kühlung der verletzten Stelle (nicht direkt auf die Haut)
- Compression – leichter Druckverband zur Schwellungsreduktion
- Hochlagerung – des Beines zur Förderung des Blutabflusses
Weiterführende Behandlung
Je nach Schweregrad der Verletzung umfasst die Behandlung:
- Physiotherapie: Gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen zur Wiederherstellung der Muskelfunktion
- Schmerztherapie: Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten (z. B. Ibuprofen) bei Bedarf
- Manuelle Therapie: Zur Lösung von Verspannungen und zur Verbesserung der Durchblutung
- Belastungsaufbau: Schrittweise Rückkehr zur sportlichen Aktivität nach vollständiger Ausheilung
Die Heilungsdauer beträgt je nach Schweregrad zwischen wenigen Tagen (Grad I) und mehreren Wochen bis Monaten (Grad II–III). Ein zu früher Wiedereinstieg in den Sport erhöht das Rückfallrisiko erheblich.
Vorbeugung
Einer Adduktorenzerrung lässt sich durch gezielte Maßnahmen vorbeugen:
- Gründliches Aufwärmen vor dem Sport
- Regelmäßiges Dehnen der Oberschenkelinnenseite
- Kräftigung der Adduktoren und umliegenden Muskelgruppen
- Schrittweise Steigerung der Trainingsintensität
- Ausreichend Erholungszeit zwischen intensiven Trainingseinheiten
Quellen
- Petersen W, Rembitzki I, Liebau C. - Groin pain in athletes: etiology, diagnosis and therapy. Dtsch Arztebl Int. 2017;114(45):764-770.
- Hölmich P. - Long-standing groin pain in sportspeople falls into three primary patterns: a clinical entity approach. Br J Sports Med. 2007;41(4):247-252.
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Muskelverletzungen im Sport. AWMF-Register Nr. 033-004, 2021.
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