Arachnoidalzyste: Ursachen, Symptome & Behandlung
Eine Arachnoidalzyste ist eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Aussackung der Hirnhaut. Sie tritt meist angeboren auf und verursacht oft keine Beschwerden.
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Eine Arachnoidalzyste ist eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Aussackung der Hirnhaut. Sie tritt meist angeboren auf und verursacht oft keine Beschwerden.
Was ist eine Arachnoidalzyste?
Eine Arachnoidalzyste ist eine mit Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) gefüllte, gutartige Zyste, die sich zwischen den Hirnhäuten bildet. Genauer entsteht sie innerhalb der Arachnoidea, der mittleren der drei Hirnhäute (Meningen). Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort für Spinngewebe ab, da die Arachnoidea aufgrund ihrer feinen Struktur so benannt wurde. Arachnoidalzysten sind in den meisten Fällen harmlos und verursachen keine Symptome.
Ursachen
Arachnoidalzysten entstehen überwiegend als angeborene (kongenitale) Fehlbildung während der Embryonalentwicklung, wenn sich die Arachnoidea abnormal teilt oder faltet. Seltener können sie als Folge von äußeren Einflüssen erworben werden, darunter:
- Kopfverletzungen oder Schädeltraumata
- Entzündungen der Hirnhäute (Meningitis)
- Hirnoperationen oder neurochirurgische Eingriffe
- Hirntumore oder andere raumfordernde Prozesse
Primäre (angeborene) Arachnoidalzysten sind weitaus häufiger als sekundäre (erworbene) Formen. Sie treten bevorzugt im mittleren Schädelgrubenbereich, an den Hirnpolen und im Bereich des Kleinhirns auf.
Symptome
Die meisten Arachnoidalzysten werden zufällig bei bildgebenden Untersuchungen entdeckt und verursachen keine Beschwerden. Wenn jedoch eine Zyste wächst und auf benachbarte Hirnstrukturen drückt, können folgende Symptome auftreten:
- Kopfschmerzen, insbesondere Dauerkopfschmerz
- Übelkeit und Erbrechen
- Sehstörungen oder Doppelbilder
- Gleichgewichtsstörungen und Schwindel
- Krampfanfälle (Epilepsie)
- Kognitive Beeinträchtigungen oder Konzentrationsprobleme
- Bei Säuglingen: Vergrößerung des Schädelumfangs (Makrozephalie)
Die Schwere der Symptome hängt von der Größe und Lage der Zyste ab.
Diagnose
Arachnoidalzysten werden in der Regel durch bildgebende Verfahren diagnostiziert:
- Magnetresonanztomographie (MRT): Goldstandard der Diagnostik; zeigt die Zyste, ihre genaue Lage, Größe und Beziehung zu umliegenden Strukturen präzise.
- Computertomographie (CT): Häufig erste Untersuchung bei akuten Beschwerden; zeigt die Zyste als hypodense (dunkle) Raumforderung.
- Ultraschall: Bei Neugeborenen und Säuglingen kann die Zyste durch die offene Fontanelle sonographisch dargestellt werden.
Eine neurologische Untersuchung sowie ggf. ein EEG (Elektroenzephalogramm) bei Verdacht auf epileptische Anfälle können die Diagnose ergänzen.
Behandlung
Da die meisten Arachnoidalzysten beschwerdefrei bleiben, ist in vielen Fällen keine Behandlung notwendig. Regelmäßige bildgebende Kontrolluntersuchungen (Watch-and-Wait-Strategie) werden empfohlen, um ein etwaiges Wachstum zu überwachen.
Eine Behandlung ist angezeigt, wenn die Zyste Symptome verursacht, wächst oder zu einem erhöhten Hirndruck führt. Zu den chirurgischen Optionen gehören:
- Kraniotomie mit Zystenfensterung: Neurochirurgische Eröffnung und Entdachung der Zyste, um den Druck zu entlasten.
- Endoskopische Fensterung: Minimalinvasive Methode, bei der mithilfe eines Endoskops eine Verbindung zwischen Zyste und benachbarten Liquorräumen geschaffen wird.
- Implantation eines Shuntsystems: Ein Katheter leitet die Flüssigkeit in eine andere Körperhöhle (z. B. Bauchraum) ab. Diese Methode birgt jedoch ein höheres Risiko für langfristige Komplikationen.
Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Lage, Größe und klinischen Symptomen der Zyste sowie nach dem Alter und Allgemeinzustand des Patienten.
Prognose
Die Prognose bei Arachnoidalzysten ist im Allgemeinen sehr gut. Die meisten bleiben stabil und erfordern keine Behandlung. Nach einem operativen Eingriff sind die Ergebnisse in der Regel zufriedenstellend, wobei eine vollständige Symptomfreiheit nicht immer garantiert werden kann. Selten können Komplikationen wie eine Zysten-Blutung oder ein Rezidiv auftreten.
Quellen
- Westermaier T., Schweitzer T., Ernestus R. I. (2012): Arachnoid cysts. Advances and Technical Standards in Neurosurgery, 37, 1-58. DOI: 10.1007/978-3-7091-0673-0_1
- Strahle J. et al. (2011): Arachnoid cysts: Natural history and management. Journal of Neurosurgery: Pediatrics, 8(6), 578-586. DOI: 10.3171/2011.9.PEDS11272
- Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC): Leitlinien und Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie intrakranieller Raumforderungen. www.dgnc.de
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