Aphrodisiakum – Wirkung, Arten und Sicherheit
Ein Aphrodisiakum ist ein Mittel, dem die Eigenschaft zugeschrieben wird, das sexuelle Verlangen oder die sexuelle Leistungsfähigkeit zu steigern. Es kann pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprungs sein.
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Ein Aphrodisiakum ist ein Mittel, dem die Eigenschaft zugeschrieben wird, das sexuelle Verlangen oder die sexuelle Leistungsfähigkeit zu steigern. Es kann pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprungs sein.
Was ist ein Aphrodisiakum?
Der Begriff Aphrodisiakum (Plural: Aphrodisiaka) leitet sich von der griechischen Göttin der Liebe, Aphrodite, ab. Er bezeichnet Substanzen, Lebensmittel oder Mittel, denen eine luststeigernde, erregungsfördernde oder die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessernde Wirkung zugeschrieben wird. Aphrodisiaka werden seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen eingesetzt und spielen sowohl in der Volksmedizin als auch in der modernen Forschung eine Rolle.
Herkunft und Arten
Aphrodisiaka lassen sich nach ihrer Herkunft in mehrere Kategorien einteilen:
- Pflanzliche Aphrodisiaka: Dazu zählen unter anderem Ginseng, Maca, Damiana, Tribulus terrestris, Safran und Ginkgo biloba.
- Tierische Aphrodisiaka: Historisch bekannt sind Substanzen wie Kantharidenpulver (Spanische Fliege) oder Moschus. Viele dieser Mittel sind jedoch gefährlich oder aus Tierschutzgründen abzulehnen.
- Lebensmittel: Bestimmten Lebensmitteln wie Austern, Schokolade, Chili, Erdbeeren, Honig und Spargel wird eine aphrodisische Wirkung nachgesagt.
- Synthetische und pharmazeutische Substanzen: Hierzu zählen verschreibungspflichtige Medikamente wie Sildenafil (Viagra), die jedoch gezielt bei medizinischen Indikationen wie erektiler Dysfunktion eingesetzt werden.
Wirkmechanismus
Die postulierten Wirkmechanismen von Aphrodisiaka sind vielfältig und nicht bei allen Substanzen wissenschaftlich belegt:
- Hormonelle Einflüsse: Einige Substanzen sollen den Testosteron- oder Östrogenspiegel beeinflussen (z. B. Maca, Tribulus terrestris).
- Durchblutungsförderung: Bestimmte Pflanzenstoffe und Aminosäuren wie L-Arginin fördern die Produktion von Stickstoffmonoxid, was die Durchblutung der Genitalorgane verbessert.
- Neurotransmitter-Modulation: Substanzen wie Schokolade enthalten Phenylethylamin und Serotonin-Vorläufer, die stimmungsaufhellend wirken können.
- Psychologische Wirkung: Ein erheblicher Teil der aphrodisischen Wirkung vieler Mittel wird auf den Placebo-Effekt zurückgeführt.
Wissenschaftliche Evidenz
Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit der meisten Aphrodisiaka ist begrenzt. Während einige Substanzen wie Safran und Maca in kleineren klinischen Studien Hinweise auf eine positive Wirkung auf die Libido gezeigt haben, fehlen für viele traditionelle Mittel robuste Belege aus randomisierten, kontrollierten Studien. Pharmazeutische Produkte wie PDE-5-Hemmer (z. B. Sildenafil) sind hingegen gut untersucht und zugelassen, jedoch nur bei bestimmten medizinischen Diagnosen indiziert.
Sicherheit und Risiken
Nicht alle Aphrodisiaka sind harmlos. Folgende Risiken sind zu beachten:
- Wechselwirkungen: Pflanzliche Präparate können mit Medikamenten interagieren (z. B. Ginkgo biloba mit Blutverdünnern).
- Toxizität: Historische Mittel wie die Spanische Fliege (Cantharidin) sind hochgiftig und können lebensbedrohliche Vergiftungen verursachen.
- Unregulierte Produkte: Nahrungsergänzungsmittel, die als Aphrodisiaka vermarktet werden, unterliegen keiner strengen Zulassung und können undeklarierte Wirkstoffe enthalten.
- Grunderkrankungen: Sexuelle Funktionsstörungen können organische oder psychische Ursachen haben, die ärztlich abgeklärt werden sollten, anstatt sie ausschließlich mit Aphrodisiaka zu behandeln.
Wann zum Arzt?
Bei anhaltenden Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung. Ursachen können hormonelle Störungen, kardiovaskuläre Erkrankungen, psychische Belastungen oder Medikamentennebenwirkungen sein. Eine professionelle Beratung ist der erste Schritt zu einer wirksamen und sicheren Behandlung.
Quellen
- Shamloul R. - Natural aphrodisiacs. Journal of Sexual Medicine, 2010;7(1):39-49. PubMed PMID: 19796012.
- Gonzales GF. - Ethnobiology and Ethnopharmacology of Lepidium meyenii (Maca), a Plant from the Peruvian Highlands. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2012.
- Modabbernia A, Akhondzadeh S. - Saffron in the treatment of depression, anxiety and other mental disorders. Human Psychopharmacology, 2013;28(1):6-10.
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