Ausatmungsphase – Exspiration einfach erklärt
Die Ausatmungsphase ist der Teil des Atemzyklus, in dem Luft aus der Lunge nach außen abgegeben wird. Sie folgt auf die Einatmung und dient der Abgabe von Kohlendioxid.
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Die Ausatmungsphase ist der Teil des Atemzyklus, in dem Luft aus der Lunge nach außen abgegeben wird. Sie folgt auf die Einatmung und dient der Abgabe von Kohlendioxid.
Was ist die Ausatmungsphase?
Die Ausatmungsphase (medizinisch: Exspiration) bezeichnet den Abschnitt des Atemzyklus, in dem Luft aus der Lunge durch die Atemwege nach außen strömt. Sie folgt unmittelbar auf die Einatmungsphase (Inspiration) und ist ein lebenswichtiger Vorgang, der dem Körper ermöglicht, das bei der Zellatmung entstehende Kohlendioxid (CO₂) abzugeben.
Ablauf der Ausatmungsphase
Im Ruhezustand verläuft die Ausatmung passiv, das heißt, sie erfordert keine aktive Muskelarbeit. Nach der Einatmung erschlaffen das Zwerchfell und die äußeren Zwischenrippenmuskeln. Dadurch zieht sich der Brustkorb zusammen, das Lungenvolumen verringert sich, und der Luftdruck in der Lunge steigt über den Atmosphärendruck an. Dieser Druckunterschied treibt die Luft durch Kehlkopf, Rachen und Nase oder Mund nach außen.
Passive Ausatmung
Bei der passiven Exspiration, wie sie in Ruhe stattfindet, spielen die elastischen Rückstellkräfte der Lunge und des Brustkorbs die entscheidende Rolle. Die Lunge ist von Natur aus bestrebt, sich zusammenzuziehen, und gibt so die eingeatmete Luft wieder ab.
Aktive Ausatmung
Bei körperlicher Anstrengung, beim Sprechen, Singen oder bei bestimmten Atemwegserkrankungen wird die Ausatmung aktiv durch Muskeln unterstützt. Dabei werden vor allem die inneren Zwischenrippenmuskeln und die Bauchmuskulatur eingesetzt, um das Ausatemvolumen zu vergrößern und die Ausatmung zu beschleunigen.
Physiologische Bedeutung
Die Ausatmungsphase erfüllt mehrere wichtige Funktionen im Körper:
- Abgabe von Kohlendioxid, dem Abfallprodukt des Stoffwechsels, über die Lunge an die Außenluft
- Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut (da CO₂ als Säure wirkt)
- Ermöglichung des kontinuierlichen Gasaustauschs in den Lungenbläschen (Alveolen)
- Beteiligung an Schutzreflexen wie Husten und Niesen
Messung und klinische Bedeutung
Die Ausatmung kann mithilfe der Spirometrie gemessen werden. Wichtige Parameter sind zum Beispiel das forcierte Exspirationsvolumen in einer Sekunde (FEV1), das Aufschluss über die Lungenfunktion gibt. Ein vermindertes FEV1 kann auf obstruktive Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hinweisen.
Störungen der Ausatmungsphase
Verschiedene Erkrankungen können die Ausatmung beeinträchtigen:
- Asthma bronchiale: Verengung der Atemwege, die vor allem die Ausatmung erschwert und zu pfeifenden Atemgeräuschen (Giemen) führt
- COPD: Chronische Erkrankung mit dauerhafter Einschränkung des Luftstroms, bei der die Ausatmung verlängert ist
- Lungenemphysem: Zerstörung des Lungengewebes mit Verlust der elastischen Rückstellkräfte, was die passive Ausatmung erschwert
- Pneumothorax: Eindringen von Luft in den Pleuraspalt, das den normalen Atemablauf stört
Ausatmung und Atemtherapie
In der Physiotherapie und Atemtherapie wird die bewusste Steuerung der Ausatmung gezielt eingesetzt, etwa bei der Lippenbremse (verlangsamte Ausatmung durch leicht gespitzte Lippen), die vor allem COPD-Patienten hilft, die Atemwege offen zu halten. Auch in Entspannungsverfahren und beim Yoga spielt die kontrollierte Ausatmung eine zentrale Rolle.
Quellen
- Schmidt, R.F. & Lang, F. (Hrsg.) - Physiologie des Menschen. Springer Medizin Verlag, 31. Auflage (2010).
- Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) - Global Strategy for the Diagnosis, Management, and Prevention of COPD (2024). Verfügbar unter: https://goldcopd.org
- West, J.B. & Luks, A.M. - West's Respiratory Physiology: The Essentials. 10. Auflage, Wolters Kluwer (2016).
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