Atrophische Gastritis – Ursachen, Symptome & Therapie
Die atrophische Gastritis ist eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, bei der das Magengewebe dauerhaft geschädigt und abgebaut wird. Sie kann zu Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmangel führen.
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Die atrophische Gastritis ist eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, bei der das Magengewebe dauerhaft geschädigt und abgebaut wird. Sie kann zu Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmangel führen.
Was ist eine atrophische Gastritis?
Die atrophische Gastritis ist eine chronische Form der Magenschleimhautentzündung, bei der die Schleimhaut des Magens (Mukosa) im Laufe der Zeit zunehmend dünner wird und degeneriert. Dabei gehen spezialisierte Zellen verloren, die für die Produktion von Magensäure, Verdauungsenzymen und dem sogenannten Intrinsic Factor verantwortlich sind. Dies kann schwerwiegende Folgen für die Verdauung und die Aufnahme wichtiger Nährstoffe, insbesondere von Vitamin B12, haben.
Ursachen
Es gibt zwei Hauptformen der atrophischen Gastritis, die unterschiedliche Ursachen haben:
- Typ A (Autoimmune atrophische Gastritis): Das Immunsystem greift irrtümlich die körpereigenen Magenschleimhautzellen an. Diese Form betrifft vor allem den Magenkorpus und den Fundus und ist mit einem erhöhten Risiko für perniziöse Anämie verbunden.
- Typ B (Bakterielle atrophische Gastritis): Diese häufigere Form wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori verursacht. Das Bakterium besiedelt die Magenschleimhaut und löst eine chronische Entzündungsreaktion aus, die langfristig zur Atrophie führt.
Weitere Risikofaktoren sind:
- Chronischer Alkoholkonsum
- Langzeitanwendung von entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAIDs)
- Rauchen
- Höheres Lebensalter
- Genetische Veranlagung
Symptome
Die atrophische Gastritis verläuft häufig über lange Zeit ohne deutliche Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, können diese Folgendes umfassen:
- Oberbauchschmerzen oder Druckgefühl im Magenbereich
- Übelkeit und Erbrechen
- Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust
- Völlegefühl und Blähungen nach dem Essen
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche (als Folge von Nährstoffmangel)
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen (bei Vitamin-B12-Mangel)
- Blasse Haut und Schwindel (bei Anämie)
Diagnose
Zur Diagnose der atrophischen Gastritis stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung:
- Magenspiegelung (Gastroskopie): Direkte Betrachtung der Magenschleimhaut mit einem flexiblen Endoskop. Dabei können auch Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden.
- Histologische Untersuchung: Mikroskopische Analyse des entnommenen Gewebes zur Beurteilung des Ausmaßes der Schleimhautveränderungen.
- Blutuntersuchungen: Bestimmung von Autoantikörpern (z. B. gegen Parietalzellen oder Intrinsic Factor), Vitamin-B12-Spiegel, Ferritin sowie Blutbild.
- Helicobacter-pylori-Test: Nachweis einer Infektion durch Atemtest, Stuhltest oder Biopsie.
- Serumgastrin: Ein erhöhter Gastrinspiegel im Blut kann auf eine atrophische Gastritis hinweisen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und den Begleiterscheinungen der Erkrankung:
Behandlung der Helicobacter-pylori-Infektion
Bei nachgewiesener Helicobacter-pylori-Infektion wird eine Eradikationstherapie durchgeführt. Diese besteht in der Regel aus einer Kombination von Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer, um das Bakterium abzutöten und die Entzündung zu reduzieren.
Behandlung der autoimmunen Form
Bei der autoimmunen atrophischen Gastritis steht die Behandlung des Nährstoffmangels im Vordergrund. Da die Aufnahme von Vitamin B12 über den Magen beeinträchtigt ist, wird Vitamin B12 häufig als intramuskuläre Injektion oder in hochdosierten oralen Präparaten verabreicht. Auch Eisen und andere Mikronährstoffe können substituiert werden.
Allgemeine Maßnahmen
- Vermeidung von Alkohol und Nikotin
- Anpassung der Ernährung (leicht verdauliche Speisen, kleine Mahlzeiten)
- Regelmäßige endoskopische Kontrollen, da ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs besteht
Risiken und Komplikationen
Die atrophische Gastritis ist mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Folgeerkrankungen verbunden:
- Perniziöse Anämie: Schwere Blutarmut durch Vitamin-B12-Mangel infolge fehlenden Intrinsic Factors
- Magenkarzinom: Chronische Entzündung und Schleimhautveränderungen erhöhen langfristig das Risiko für Magenkrebs
- Magenpolypen: Gutartige Wucherungen der Magenschleimhaut
- Eisenmangelanämie: Durch verminderte Magensäureproduktion und schlechtere Eisenresorption
Quellen
- Sipponen P, Maaroos HI. Chronic gastritis. Scandinavian Journal of Gastroenterology. 2015;50(6):657-667.
- Zullo A, Hassan C, Romiti A et al. Follow-up of intestinal metaplasia in the stomach: When, how and why. World Journal of Gastrointestinal Oncology. 2012;4(3):30-36.
- Robert Koch-Institut. Gastritis und Magengeschwür. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Berlin, 2013.
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