Apnoescreening: Diagnose von Schlafapnoe
Apnoescreening ist ein diagnostisches Verfahren zur Erkennung von Schlafapnoe. Es erfasst Atempausen im Schlaf und hilft, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren.
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Apnoescreening ist ein diagnostisches Verfahren zur Erkennung von Schlafapnoe. Es erfasst Atempausen im Schlaf und hilft, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren.
Was ist Apnoescreening?
Das Apnoescreening ist ein medizinisches Untersuchungsverfahren, das eingesetzt wird, um Schlafapnoe – eine häufige Schlafstörung mit wiederholten Atemaussetzern während des Schlafs – frühzeitig zu erkennen. Dabei werden verschiedene Körperfunktionen während des Schlafs aufgezeichnet und ausgewertet, um festzustellen, ob und wie häufig es zu Atempausen kommt. Das Screening richtet sich vor allem an Personen mit typischen Risikofaktoren oder Beschwerden wie lautem Schnarchen, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsproblemen.
Warum ist Apnoescreening wichtig?
Schlafapnoe ist weit verbreitet, bleibt aber in vielen Fällen unerkannt. Unbehandelt kann sie zu ernsthaften Gesundheitsfolgen führen, darunter Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall und eine verminderte Lebensqualität. Das Apnoescreening ermöglicht eine frühzeitige Diagnose und damit eine rechtzeitige Behandlung, bevor Folgeerkrankungen entstehen.
Ablauf des Apnoescreenings
Ambulantes Screening (Polygraphie)
Das häufigste Screeningverfahren ist die ambulante Polygraphie, auch als kardiorespiratorische Polygraphie bekannt. Dabei erhält der Patient ein tragbares Messgerät, das er zu Hause während des Schlafs trägt. Folgende Parameter werden typischerweise gemessen:
- Atemfluss (über Nasen-Mund-Sensor)
- Atemanstrengung (Bruст- und Bauchgurt)
- Sauerstoffsättigung im Blut (Pulsoximetrie)
- Herzfrequenz
- Körperlage
- Schnarchgeräusche
Fragebogenbasiertes Vorscreening
Vor der technischen Untersuchung kommen häufig standardisierte Fragebögen zum Einsatz, um das individuelle Risiko abzuschätzen. Bekannte Beispiele sind der Epworth Sleepiness Scale (ESS) und der STOP-BANG-Fragebogen, der Faktoren wie Schnarchen, Müdigkeit, beobachtete Atempausen, Blutdruck, Body-Mass-Index, Alter, Halsumfang und Geschlecht berücksichtigt.
Pulsoximetrie
Die nächtliche Pulsoximetrie ist ein einfaches, kostengünstiges Screening-Hilfsmittel. Dabei wird die Sauerstoffsättigung des Blutes über Nacht gemessen. Häufige Abfälle der Sauerstoffsättigung (Sauerstoffentsättigungen) können auf Schlafapnoe hinweisen, reichen jedoch allein nicht für eine eindeutige Diagnose aus.
Auswertung und Ergebnisinterpretation
Die Ergebnisse des Apnoescreenings werden anhand des Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) bewertet. Dieser gibt an, wie viele Atempausen und Flachatemzüge pro Stunde Schlaf auftreten:
- AHI unter 5: Normalbefund
- AHI 5–14: Leichte Schlafapnoe
- AHI 15–29: Mittelschwere Schlafapnoe
- AHI ab 30: Schwere Schlafapnoe
Bei einem auffälligen Screeningergebnis wird in der Regel eine weiterführende Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie) empfohlen, um die Diagnose zu bestätigen und die Schwere der Erkrankung genau zu bestimmen.
Wer sollte ein Apnoescreening durchführen lassen?
Ein Apnoescreening wird empfohlen für Personen, die:
- regelmäßig und laut schnarchen
- von Schlafpartnern auf Atemaussetzer im Schlaf hingewiesen wurden
- trotz ausreichend langer Schlafdauer tagsüber stark müde sind
- morgens mit Kopfschmerzen aufwachen
- an Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes leiden
- einen Halsumfang von mehr als 40 cm (Frauen) bzw. 43 cm (Männer) aufweisen
Behandlungsmöglichkeiten nach positivem Screening
Bei bestätigter Schlafapnoe stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung:
- CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure): Atemmaske, die die oberen Atemwege durch kontinuierlichen Luftdruck offenhält – Goldstandard bei mittelschwerer bis schwerer Schlafapnoe
- Unterkieferprotrusionsschienen: Geeignet bei leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe
- Gewichtsreduktion: Kann bei übergewichtigen Patienten die Schwere der Erkrankung deutlich verringern
- Lagewechseltraining: Bei lageabhängiger Schlafapnoe
- Operative Eingriffe: In ausgewählten Fällen, z. B. bei anatomischen Besonderheiten
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) – Leitlinie Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen (2020). Verfügbar unter: www.dgsm.de
- Epstein LJ et al. – Clinical guideline for the evaluation, management and long-term care of obstructive sleep apnea in adults. Journal of Clinical Sleep Medicine, 2009; 5(3): 263–276.
- World Health Organization (WHO) – Sleep and Health. Verfügbar unter: www.who.int
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