Antiobeszität – Behandlung von Adipositas
Antiobeszität bezeichnet medizinische Maßnahmen zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit). Dazu zählen Ernährungstherapie, Bewegung, Medikamente und chirurgische Eingriffe.
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Antiobeszität bezeichnet medizinische Maßnahmen zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit). Dazu zählen Ernährungstherapie, Bewegung, Medikamente und chirurgische Eingriffe.
Was bedeutet Antiobeszität?
Antiobeszität (auch: Anti-Adipositas) umfasst alle medizinischen, ernährungstherapeutischen, verhaltenstherapeutischen und chirurgischen Maßnahmen, die darauf abzielen, krankhaftes Übergewicht – die sogenannte Adipositas – zu behandeln oder zu verhindern. Adipositas liegt vor, wenn der Body-Mass-Index (BMI) einen Wert von 30 kg/m² oder mehr erreicht. Sie gilt als chronische Erkrankung und ist ein bedeutender Risikofaktor für zahlreiche Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten.
Ursachen von Adipositas
Adipositas entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren:
- Genetische Veranlagung: Bestimmte Gene beeinflussen den Stoffwechsel und das Hungergefühl.
- Unausgewogene Ernährung: Kalorienreiche, nährstoffarme Lebensmittel fördern die Gewichtszunahme.
- Bewegungsmangel: Geringe körperliche Aktivität reduziert den Energieverbrauch.
- Hormonelle Erkrankungen: Erkrankungen wie Hypothyreose oder das Cushing-Syndrom können Übergewicht begünstigen.
- Psychosoziale Faktoren: Stress, Schlafmangel und emotionales Essverhalten spielen eine bedeutende Rolle.
- Medikamente: Bestimmte Arzneimittel (z. B. Kortikosteroide, Antidepressiva) können zu einer Gewichtszunahme führen.
Behandlungsansätze – Antiobeszitätstherapie
Ernährungs- und Lebensstiländerung
Die Basis jeder Antiobeszitätstherapie bilden Veränderungen des Lebensstils. Eine kalorienreduzierte, ausgewogene Ernährung in Kombination mit regelmäßiger körperlicher Aktivität führt zu einer nachhaltigen Gewichtsreduktion. Verhaltenstherapeutische Begleitung unterstützt die langfristige Umsetzung.
Medikamentöse Therapie
Bei unzureichendem Ansprechen auf Lebensstiländerungen können Antiobeszitätsmedikamente eingesetzt werden. Zu den zugelassenen Wirkstoffen zählen unter anderem:
- GLP-1-Rezeptoragonisten (z. B. Semaglutid, Liraglutid): Diese Medikamente ahmen das Darmhormon GLP-1 nach, reduzieren den Appetit und fördern das Sättigungsgefühl.
- Orlistat: Hemmt die Fettaufnahme im Darm durch Blockierung des Enzyms Lipase.
- Naltrexon/Bupropion: Wirkt auf Hunger- und Belohnungszentren im Gehirn.
Chirurgische Therapie (Bariatrische Chirurgie)
Bei schwerem Übergewicht (BMI ≥ 40 oder BMI ≥ 35 mit Begleiterkrankungen) kann ein bariatrischer Eingriff in Betracht gezogen werden. Gängige Verfahren sind:
- Magenbypass: Verkleinerung des Magens und Umleitung des Darms zur Reduktion der Nahrungsaufnahme und -verwertung.
- Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie): Operative Verkleinerung des Magens auf die Form eines Schlauchs.
- Magenband: Einlegen eines verstellbaren Bandes um den oberen Magenbereich.
Ziele der Antiobeszitätstherapie
Die wesentlichen Ziele der Behandlung sind:
- Nachhaltige Reduktion des Körpergewichts
- Verbesserung oder Normalisierung von Stoffwechselwerten (z. B. Blutzucker, Blutfette)
- Senkung des Risikos für Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen
- Steigerung der Lebensqualität und körperlichen Leistungsfähigkeit
- Psychisches Wohlbefinden und Stärkung des Selbstbildes
Wann zum Arzt?
Personen mit einem BMI ab 30 kg/m² sollten ärztliche Beratung in Anspruch nehmen. Auch bei einem BMI zwischen 25 und 30 (Übergewicht) in Kombination mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes ist eine medizinische Begleitung empfehlenswert. Ein Arzt oder eine spezialisierte Adipositas-Ambulanz kann einen individuellen Therapieplan erstellen.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Obesity and overweight – Fact Sheet. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight (2024)
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG): S3-Leitlinie Adipositas – Prävention und Therapie. AWMF-Register Nr. 050-001 (2023)
- Apovian CM et al. – Pharmacological Management of Obesity: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 100(2): 342–362 (2015)
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