Atemwegsentzündung: Ursachen, Symptome & Behandlung
Eine Atemwegsentzündung ist eine Entzündungsreaktion der Atemwege, die Nase, Rachen, Bronchien oder Lunge betreffen kann. Sie entsteht häufig durch Infektionen, Allergien oder Schadstoffe.
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Eine Atemwegsentzündung ist eine Entzündungsreaktion der Atemwege, die Nase, Rachen, Bronchien oder Lunge betreffen kann. Sie entsteht häufig durch Infektionen, Allergien oder Schadstoffe.
Was ist eine Atemwegsentzündung?
Eine Atemwegsentzündung bezeichnet eine Entzündungsreaktion, die einen oder mehrere Abschnitte der Atemwege betrifft. Dazu zählen die oberen Atemwege (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf) sowie die unteren Atemwege (Luftröhre, Bronchien, Bronchiolen und Lunge). Die Entzündung ist häufig eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf Krankheitserreger, Allergene oder Reizstoffe.
Ursachen
Atemwegsentzündungen können durch verschiedene Auslöser entstehen:
- Virale Infektionen: Erkältungsviren, Influenzaviren, RSV (Respiratorisches Synzytialvirus) und SARS-CoV-2 sind häufige Erreger.
- Bakterielle Infektionen: Bakterien wie Streptococcus pneumoniae oder Haemophilus influenzae können Entzündungen der Bronchien oder Lunge verursachen.
- Allergene: Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmelpilze können allergische Entzündungsreaktionen auslösen.
- Schadstoffe und Reizstoffe: Zigarettenrauch, Feinstaub, chemische Dämpfe und Luftverschmutzung können die Schleimhäute der Atemwege dauerhaft reizen.
- Chronische Erkrankungen: Asthma bronchiale und die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) gehen mit anhaltenden Entzündungsprozessen in den Atemwegen einher.
Symptome
Die Symptome einer Atemwegsentzündung hängen davon ab, welcher Bereich der Atemwege betroffen ist, und können variieren:
- Husten (trocken oder produktiv mit Auswurf)
- Halsschmerzen und Heiserkeit
- Schnupfen und verstopfte Nase
- Atemnot oder pfeifendes Atemgeräusch (Giemen)
- Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Erhöhte Schleimproduktion
Diagnose
Die Diagnose einer Atemwegsentzündung erfolgt durch eine Kombination verschiedener Untersuchungen:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt befragt den Patienten zu Beschwerden und hört die Lunge ab (Auskultation).
- Laboruntersuchungen: Blutbild und Entzündungsmarker wie CRP (C-reaktives Protein) geben Hinweise auf Art und Schwere der Entzündung.
- Bildgebung: Röntgenaufnahmen oder CT-Untersuchungen des Brustkorbs können bei Verdacht auf Pneumonie oder andere schwere Erkrankungen eingesetzt werden.
- Lungenfunktionstest (Spirometrie): Misst die Atemkapazität und hilft, Erkrankungen wie Asthma oder COPD zu diagnostizieren.
- Erregernachweis: Abstriche, Sputumkulturen oder PCR-Tests identifizieren spezifische Krankheitserreger.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Atemwegsentzündung:
Allgemeine Maßnahmen
- Ausreichend Ruhe und Schonung
- Viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten
- Inhalation mit Kochsalzlösung zur Befeuchtung der Atemwege
- Vermeidung von Reizstoffen wie Zigarettenrauch
Medikamentöse Therapie
- Antivirale Medikamente: Bei bestimmten viralen Infektionen (z. B. Influenza) können antivirale Wirkstoffe eingesetzt werden.
- Antibiotika: Ausschließlich bei bakteriellen Infektionen indiziert; nicht wirksam gegen Viren.
- Bronchodilatatoren: Erweitern die Bronchien und erleichtern das Atmen, z. B. bei Asthma oder COPD.
- Kortikosteroide: Entzündungshemmende Medikamente, die inhalativ oder systemisch eingesetzt werden können.
- Antihistaminika: Bei allergisch bedingten Entzündungen zur Linderung der Beschwerden.
- Schleimlösende Mittel (Mukolytika): Helfen, zähen Schleim zu verflüssigen und abzuhusten.
Wann zum Arzt?
Bei folgenden Beschwerden sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden:
- Starke Atemnot oder Kurzatmigkeit
- Anhaltend hohes Fieber über 39 °C
- Blutiger Auswurf
- Symptome, die sich nach mehr als 10 Tagen nicht bessern
- Blauverfärbung der Lippen oder Fingernägel (Zyanose)
Vorbeugung
Verschiedene Maßnahmen helfen, das Risiko einer Atemwegsentzündung zu senken:
- Regelmäßiges Händewaschen zur Vermeidung von Infektionen
- Schutzimpfungen (z. B. gegen Influenza, Pneumokokken)
- Nichtrauchen und Vermeidung von Passivrauch
- Ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung zur Stärkung des Immunsystems
- Vermeidung von Allergenen bei bekannten Allergien
Quellen
- World Health Organization (WHO): Respiratory tract infections. Verfügbar unter: https://www.who.int (2023)
- Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP): Leitlinien zu Atemwegserkrankungen. Verfügbar unter: https://www.pneumologie.de (2022)
- Herold G. et al.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln (2023)
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