Achillessehne: Anatomie, Erkrankungen und Behandlung
Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers und verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Sie ist essenziell für Gehen, Laufen und Springen.
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Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers und verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Sie ist essenziell für Gehen, Laufen und Springen.
Was ist die Achillessehne?
Die Achillessehne (lateinisch: Tendo calcaneus) ist die dickste und kräftigste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur – bestehend aus dem Musculus gastrocnemius und dem Musculus soleus – mit dem Fersenbein (Calcaneus). Ihren Namen verdankt sie dem griechischen Helden Achilles, dessen einzige Verwundbarkeit laut Sage die Ferse war.
Die Achillessehne ermöglicht grundlegende Bewegungen wie das Strecken des Fußes nach unten (Plantarflexion), das Abstoßen beim Gehen und Laufen sowie Sprungbewegungen. Sie trägt das Mehrfache des Körpergewichts bei Belastung.
Anatomie und Funktion
Die Achillessehne ist etwa 15 bis 25 Zentimeter lang und entsteht am Übergang der Wadenmuskulatur in Bindegewebe. Sie verläuft an der Rückseite des Unterschenkels und setzt am Fersenbein an. Trotz ihrer Stärke ist sie anfällig für Verletzungen, da ihre Blutversorgung – besonders im mittleren Abschnitt – eingeschränkt ist.
Häufige Erkrankungen der Achillessehne
Achillodynie (Achillessehnenschmerz)
Die Achillodynie bezeichnet Schmerzen im Bereich der Achillessehne, meist durch Überlastung, falsche Belastung oder degenerative Veränderungen. Typische Symptome sind Schmerzen am Morgen oder nach längerem Sitzen sowie Druck- und Dehnungsschmerz.
Achillessehnenentzündung (Tendinitis / Tendinopathie)
Bei der Achillessehnenentzündung (Tendinitis oder Tendinopathie) kommt es zu einer entzündlichen oder degenerativen Veränderung der Sehne. Ursachen sind häufig wiederholte Überbelastung, mangelndes Aufwärmen, falsches Schuhwerk oder plötzliche Steigerung der körperlichen Aktivität. Symptome umfassen Schwellung, Rötung, Wärme und Schmerzen bei Belastung.
Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur)
Die Achillessehnenruptur bezeichnet den vollständigen oder teilweisen Riss der Achillessehne. Sie tritt häufig beim Sport auf – etwa bei einem abrupten Abstoß oder einer plötzlichen Beschleunigung. Betroffene beschreiben oft ein lautes Knallgeräusch, gefolgt von starken Schmerzen und dem Unvermögen, den Fuß zu strecken. Eine Ruptur erfordert meist eine operative oder konservative Behandlung mit anschließender Physiotherapie.
Diagnose
Die Diagnose von Achillessehnenerkrankungen erfolgt zunächst durch eine körperliche Untersuchung. Der Arzt tastet die Sehne ab und prüft die Beweglichkeit. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT (Magnetresonanztomographie) können den Grad der Schädigung sichtbar machen und zwischen Entzündung, Degeneration und Riss unterscheiden.
Behandlung
Konservative Therapie
- Schonung und Entlastung der betroffenen Sehne
- Kühlung bei akuter Entzündung
- Physiotherapie mit gezielten Dehn- und Kräftigungsübungen (z. B. exzentrisches Training)
- Orthopädische Hilfsmittel wie Fersenkeile oder spezielle Einlagen
- Entzündungshemmende Medikamente (NSAR) bei starken Schmerzen
Operative Therapie
Bei einem vollständigen Achillessehnenriss oder bei therapieresistenten chronischen Beschwerden kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Dabei wird die Sehne genäht oder rekonstruiert. Die anschließende Rehabilitation dauert in der Regel mehrere Monate.
Prävention
Zur Vorbeugung von Achillessehnenerkrankungen empfiehlt sich regelmäßiges Dehnen und Aufwärmen vor sportlicher Belastung, das schrittweise Steigern der Trainingsintensität, geeignetes Schuhwerk sowie das Stärken der Wadenmuskulatur.
Quellen
- Maffulli N., Sharma P., Luscombe K.L. - Achilles tendinopathy: aetiology and management. Journal of the Royal Society of Medicine, 2004.
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) - Leitlinien zur Behandlung der Achillessehnenruptur, 2017.
- World Health Organization (WHO) - Musculoskeletal conditions. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/musculoskeletal-conditions
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