Akromioklavikulargelenk – AC-Gelenk Erkrankungen
Das Akromioklavikulargelenk verbindet das Schulterblatt mit dem Schlüsselbein. Verletzungen oder Erkrankungen dieses Gelenks verursachen Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen.
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Das Akromioklavikulargelenk verbindet das Schulterblatt mit dem Schlüsselbein. Verletzungen oder Erkrankungen dieses Gelenks verursachen Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Was ist das Akromioklavikulargelenk?
Das Akromioklavikulargelenk (kurz: AC-Gelenk) ist eine kleine, aber funktionell bedeutsame Gelenkverbindung im Schulterbereich. Es verbindet das Akromion (einen knöchernen Fortsatz des Schulterblatt, lat. Scapula) mit dem äußeren Ende des Schlüsselbeins (lat. Clavicula). Dieses Gelenk spielt eine wichtige Rolle bei der Beweglichkeit und Stabilität der gesamten Schulter, insbesondere beim Heben des Arms über die Horizontale.
Anatomie und Funktion
Das AC-Gelenk ist ein ebenes Gelenk, das nur geringe Eigenbeweglichkeit besitzt, jedoch Kräfte zwischen Arm und Rumpf überträgt. Es wird durch mehrere Bänder stabilisiert:
- Akromioklavikularband: direktes Band zwischen Akromion und Schlüsselbein
- Korakoklavikularbänder (Ligamentum conoideum und trapezoideum): verbinden den Rabenschnabelfortsatz des Schulterblatts mit dem Schlüsselbein und sorgen für die vertikale Stabilität
Eine Gelenkscheibe (Diskus) kann innerhalb des Gelenks vorhanden sein und dämpft Bewegungen ab.
Häufige Erkrankungen und Verletzungen
Akromioklavikuläre Gelenksprengung (Schultereckgelenk-Sprengung)
Die häufigste Verletzung des AC-Gelenks ist die Schultereckgelenk-Sprengung, auch als AC-Gelenk-Luxation bezeichnet. Sie entsteht typischerweise durch einen direkten Sturz auf die Schulter, etwa beim Sport oder nach einem Unfall. Die Verletzung wird nach Rockwood in sechs Schweregrade (Typ I–VI) eingeteilt:
- Typ I: Zerrung ohne Bandverletzung
- Typ II: Teilriss des Akromioklavikularbandes
- Typ III: vollständiger Riss beider Bändersysteme, Hochstand des Schlüsselbeins
- Typ IV–VI: schwere Verschiebungen mit Weichteilverletzungen
Akromioklavikuläre Arthrose (Omarthrose des AC-Gelenks)
Im Laufe des Lebens kann das AC-Gelenk durch Verschleiß degenerieren. Diese Arthrose des AC-Gelenks äußert sich durch chronische Schulterschmerzen, besonders bei Bewegungen über Kopf oder beim Überkreuzen des Arms. Betroffen sind häufig ältere Menschen sowie Sportler mit langjähriger Belastung (z. B. Gewichtheber).
Schulterimpingement
Ein verengtes AC-Gelenk kann zu einem Schulterimpingement beitragen, bei dem Sehnen der Rotatorenmanschette eingeklemmt werden. Dies verursacht Schmerzen beim Heben des Arms.
Symptome
- Schmerzen im Bereich des Schultereckgelenks (obere, äußere Schulter)
- Druckschmerz direkt über dem Gelenk
- Sichtbarer oder tastbarer Hochstand des Schlüsselbeins
- Eingeschränkte Schulterbeweglichkeit, besonders beim Heben des Arms
- Schwellung oder Bluterguss nach Verletzung
Diagnose
Die Diagnose wird durch eine klinische Untersuchung sowie bildgebende Verfahren gesichert:
- Röntgenaufnahme: Standardverfahren zur Beurteilung von Gelenkspalt, Hochstand und knöchernen Veränderungen; oft als gehaltene Aufnahme mit Gewicht in der Hand
- Ultraschall: zur Beurteilung von Bändern und Weichteilen
- MRT (Magnetresonanztomografie): bei unklarem Befund oder Verdacht auf Begleitverletzungen der Rotatorenmanschette
Behandlung
Konservative Therapie
Verletzungen vom Typ I und II sowie leichte Arthrosen werden in der Regel konservativ behandelt:
- Ruhigstellung mit einer Schlinge oder einem Gilchrist-Verband für einige Tage
- Schmerztherapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) (z. B. Ibuprofen, Diclofenac)
- Kühlung bei akuten Verletzungen
- Physiotherapie zur Kräftigung der Schultermuskulatur und Wiederherstellung der Beweglichkeit
- Kortison-Injektion ins Gelenk bei hartnäckigen Schmerzen durch Arthrose
Operative Therapie
Schwerwiegendere Verletzungen (Typ III–VI) oder therapieresistente Arthrosen können eine Operation erfordern:
- Bandrekonstruktion: Wiederherstellung der Bänderstabilität, oft arthroskopisch oder minimalinvasiv
- Hakenplatten-Osteosynthese: temporäre Fixierung des Schlüsselbeins mit einer Metallplatte
- Resektion des lateralen Schlüsselbeinendes: bei Arthrose, um Reibung im Gelenk zu beseitigen
Verlauf und Prognose
Leichte Verletzungen des AC-Gelenks heilen meist vollständig aus. Bei korrekter Behandlung können die meisten Betroffenen innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten wieder vollständig belastet werden. Schwere Verletzungen können ohne adäquate Therapie zu chronischen Schmerzen und Funktionseinbußen führen.
Quellen
- Rockwood CA, Williams GR, Young DC. Disorders of the acromioclavicular joint. In: Rockwood CA, Matsen FA (Hrsg.): The Shoulder. Saunders, Philadelphia 1998.
- Mazzocca AD, Arciero RA, Bicos J. Evaluation and treatment of acromioclavicular joint injuries. Am J Sports Med. 2007;35(2):316–329. PubMed PMID: 17251175.
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Leitlinie Schultereckgelenkverletzungen, AWMF-Register, aktuelle Fassung.
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