Akromioplastik – Schulter-OP bei Impingement
Die Akromioplastik ist ein chirurgischer Eingriff an der Schulter, bei dem Knochensporne am Akromion abgetragen werden, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu lindern.
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Die Akromioplastik ist ein chirurgischer Eingriff an der Schulter, bei dem Knochensporne am Akromion abgetragen werden, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu lindern.
Was ist eine Akromioplastik?
Die Akromioplastik (auch Akromioplastie genannt) ist ein operativer Eingriff an der Schulter. Dabei wird das Akromion – ein knöcherner Fortsatz des Schulterblatts, der das Schultergelenk nach oben begrenzt – chirurgisch bearbeitet. Ziel des Eingriffs ist es, den sogenannten subakromialen Raum zu erweitern, also den Spalt zwischen Akromion und dem darunterliegenden Oberarmknochen. Dieser Raum enthält wichtige Strukturen wie die Rotatorenmanschette und den Schleimbeutel, die durch eine Verengung gereizt oder eingeklemmt werden können.
Wann wird eine Akromioplastik durchgeführt?
Der Eingriff wird vor allem bei einem Schulterengpasssyndrom (Impingement-Syndrom) empfohlen, wenn konservative Therapien wie Physiotherapie, Schmerzmedikamente oder Kortisoninjektionen über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend gewirkt haben. Typische Indikationen sind:
- Chronisches subakromiales Impingement-Syndrom
- Knochensporne (Osteophyten) am Akromion
- Schleimbeutelentzündung (Bursitis subacromialis), die nicht auf konservative Behandlung anspricht
- Begleitende Schäden an der Rotatorenmanschette
Wie wird die Akromioplastik durchgeführt?
Heutzutage wird die Akromioplastik überwiegend als arthroskopischer Eingriff (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt. Der Chirurg führt dabei eine kleine Kamera und spezielle Instrumente über winzige Hautschnitte in das Schultergelenk ein. Unter Sichtkontrolle werden überstehende Knochenanteile und entzündetes Gewebe, einschließlich des entzündeten Schleimbeutels, abgetragen und geglättet.
Ablauf des Eingriffs
- Vorbereitung und Narkose (meist Vollnarkose oder Regionalanästhesie)
- Einführen der Arthroskopiekamera und der Instrumente
- Abtragung von Knochenspornen und Glättung des Akromions
- Entfernung des entzündeten Schleimbeutels (Bursektomie), falls erforderlich
- Wundverschluss und Anlegen eines Verbandes
Nachbehandlung und Rehabilitation
Nach einer Akromioplastik ist eine gezielte Rehabilitation entscheidend für den Behandlungserfolg. In der Regel wird die Schulter zunächst für einige Tage in einer Armschlinge ruhiggestellt. Anschließend beginnt ein strukturiertes Physiotherapieprogramm, das auf die schrittweise Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Stabilität der Schulter abzielt. Die vollständige Erholung kann je nach individuellem Heilungsverlauf mehrere Wochen bis Monate dauern.
Typische Rehabilitationsphasen
- Phase 1 (Woche 1–2): Ruhigstellung, Schwellungsreduktion, passive Bewegungsübungen
- Phase 2 (Woche 3–6): Aktive Bewegungsübungen, Aufbau der Schulterbeweglichkeit
- Phase 3 (ab Woche 7): Kräftigung der Schultermuskulatur, Rückkehr zu Alltags- und Sportaktivitäten
Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Akromioplastik gewisse Risiken. Diese sind bei arthroskopischen Verfahren im Vergleich zu offenen Operationen in der Regel geringer. Mögliche Komplikationen umfassen:
- Infektionen im Operationsbereich
- Nachblutungen oder Hämatome
- Nervenschäden oder Gefäßverletzungen (selten)
- Gelenksteifigkeit (Schultersteife)
- Unvollständige Beschwerdelinderung oder Rückfall der Symptome
Erfolgsaussichten
Die Akromioplastik zeigt bei richtig ausgewählten Patienten gute Ergebnisse. Studien belegen, dass ein Großteil der operierten Personen eine deutliche Schmerzreduktion und eine verbesserte Schulterfunktion erlebt. Allerdings ist die Wirksamkeit des Eingriffs gegenüber einer intensiven konservativen Therapie in der wissenschaftlichen Diskussion, weshalb eine sorgfältige Indikationsstellung wichtig ist.
Quellen
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC): Subakromiales Schmerzsyndrom der Schulter, AWMF-Register Nr. 033-041 (2021).
- Paavola M et al. - Subacromial decompression versus diagnostic arthroscopy for shoulder impingement: randomised, placebo surgery controlled clinical trial. BMJ. 2018;362:k2860.
- Koester MC, George MS, Kuhn JE - Shoulder impingement syndrome. Am J Med. 2005;118(5):452-455.
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