Allergenkarenz – Definition und Maßnahmen
Allergenkarenz bezeichnet die gezielte Vermeidung von Allergieauslösern. Sie ist eine zentrale Maßnahme bei allergischen Erkrankungen und kann Symptome deutlich reduzieren.
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Allergenkarenz bezeichnet die gezielte Vermeidung von Allergieauslösern. Sie ist eine zentrale Maßnahme bei allergischen Erkrankungen und kann Symptome deutlich reduzieren.
Was ist Allergenkarenz?
Allergenkarenz beschreibt die bewusste und konsequente Vermeidung von Stoffen, die bei sensibilisierten Personen allergische Reaktionen auslösen. Diese auslösenden Stoffe werden als Allergene bezeichnet. Die Allergenkarenz gilt als eine der grundlegendsten und wirksamsten Maßnahmen im Umgang mit allergischen Erkrankungen, da sie direkt an der Ursache der Beschwerden ansetzt.
Ursachen und Hintergrund allergischer Erkrankungen
Eine Allergie entsteht, wenn das Immunsystem eines Menschen eine eigentlich harmlose Substanz als gefährlich einstuft und eine überschießende Immunreaktion auslöst. Bei erneutem Kontakt mit diesem Allergen reagiert der Körper mit typischen Allergiesymptomen. Häufige Allergene sind:
- Pollen von Gräsern, Bäumen und Kräutern (z. B. bei Heuschnupfen)
- Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen
- Tierhaare und Tierepithelien (z. B. von Katzen, Hunden)
- Schimmelpilzsporen
- Nahrungsmittelallergene (z. B. Erdnüsse, Kuhmilch, Eier, Weizen)
- Insektengifte (z. B. Bienen- oder Wespengift)
- Latex und bestimmte Berufsallergene
Ziele und Bedeutung der Allergenkarenz
Das übergeordnete Ziel der Allergenkarenz ist die Reduktion oder vollständige Vermeidung allergischer Reaktionen. Durch konsequente Karenz können:
- Symptome gelindert oder verhindert werden
- der Bedarf an Medikamenten (z. B. Antihistaminika, Kortikosteroide) verringert werden
- die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessert werden
- schwere allergische Reaktionen wie ein anaphylaktischer Schock vermieden werden
Maßnahmen der Allergenkarenz
Bei Pollenallergie (Heuschnupfen)
Personen mit einer Pollenallergie sollten an pollenstärken Tagen Fenster geschlossen halten, Pollenschutzgitter verwenden und Aufenthalte im Freien reduzieren. Nach dem Aufenthalt draußen empfiehlt sich ein Haarewaschen sowie das Wechseln der Kleidung.
Bei Hausstaubmilbenallergie
Zur Reduktion der Milbenbelastung im Wohnbereich helfen encasing-Bezüge (spezielle milbendichte Matratzenbezüge), regelmäßiges Waschen von Bettwäsche bei mindestens 60 °C sowie die Vermeidung von Teppichen und Polstermöbeln in Schlafräumen.
Bei Tierhaarallergie
Die konsequenteste Maßnahme ist die Abgabe des Haustieres. Ist dies nicht möglich, sollten Tiere nicht in Schlaf- und Wohnräume gelassen und regelmäßige Reinigungen durchgeführt werden. Dennoch bleibt ein vollständiger Schutz ohne Tierhaltungsverzicht schwierig.
Bei Nahrungsmittelallergien
Betroffene müssen die allergenen Lebensmittel strikt meiden. In der EU sind 14 Hauptallergene kennzeichnungspflichtig, was die Identifikation auf Lebensmittelverpackungen erleichtert. Im Restaurant ist eine aktive Nachfrage nach den Zutaten unerlässlich.
Bei Insektengiftallergie
Personen mit einer Insektengiftallergie sollten enge, dunkle Kleidung im Freien vermeiden, keine stark duftenden Parfums tragen und stets ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor bei sich führen.
Allergenkarenz und spezifische Immuntherapie
Die Allergenkarenz ergänzt weitere Therapieformen wie die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Dabei wird das Immunsystem schrittweise an das auslösende Allergen gewöhnt, um die Überreaktion langfristig zu verringern. Allergenkarenz und Immuntherapie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern werden häufig kombiniert.
Grenzen der Allergenkarenz
Eine vollständige Allergenkarenz ist nicht immer möglich, beispielsweise bei Pollenallergien aufgrund der weiträumigen Verbreitung von Pollen in der Luft. In solchen Fällen wird die Karenz durch medikamentöse Behandlung und ggf. eine Immuntherapie ergänzt. Auch am Arbeitsplatz (Berufsallergien) kann eine konsequente Karenz schwierig sein und erfordert ggf. einen Berufswechsel.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen, verfügbar unter www.dgaki.de
- World Allergy Organization (WAO): White Book on Allergy, 2013 Update, World Allergy Organization, Milwaukee.
- Wahn, U., Seger, R., Wahn, V. (Hrsg.): Paediatric Allergology and Pneumology, 4. Auflage, Urban und Fischer, München 2009.
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