Alopezie – Ursachen, Symptome und Behandlung
Alopezie bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Haarausfall am Kopf oder Körper. Die Ursachen sind vielfältig – von genetischen Faktoren bis hin zu Erkrankungen oder Medikamenten.
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Alopezie bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Haarausfall am Kopf oder Körper. Die Ursachen sind vielfältig – von genetischen Faktoren bis hin zu Erkrankungen oder Medikamenten.
Was ist Alopezie?
Alopezie (lateinisch: Alopecia) ist der medizinische Fachbegriff für Haarausfall. Dabei kann es sich um einen teilweisen Haarausfall (partielle Alopezie) oder einen vollständigen Haarausfall (totale Alopezie) handeln. Betroffen sein kann die Kopfhaut, aber auch andere behaarte Körperstellen wie Augenbrauen, Wimpern oder der Körper insgesamt. Alopezie kann sowohl Männer als auch Frauen und Kinder betreffen und hat je nach Ursache sehr unterschiedliche Verläufe.
Formen der Alopezie
Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls, die sich in Ursache, Verlauf und Erscheinungsbild unterscheiden:
- Androgenetische Alopezie: Die häufigste Form, auch als erblich bedingter Haarausfall bekannt. Bei Männern zeigt sie sich als Geheimratsecken und Tonsur, bei Frauen als diffuse Ausdünnung am Scheitel.
- Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall): Eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift und zu kreisrunden kahlen Stellen führt.
- Diffuse Alopezie: Gleichmäßiger Haarausfall über die gesamte Kopfhaut, häufig durch Mangelernährung, Stress, Schilddrüsenerkrankungen oder Medikamente verursacht.
- Vernarbende Alopezie: Seltene Form, bei der Haarfollikel dauerhaft zerstört werden und kein Nachwachsen mehr möglich ist.
- Alopecia totalis / universalis: Vollständiger Verlust aller Kopfhaare (totalis) oder aller Körperhaare (universalis).
Ursachen
Die Ursachen für Alopezie sind vielfältig und hängen von der jeweiligen Form ab:
- Genetische Veranlagung: Besonders bei der androgenetischen Alopezie spielen Erbanlagen eine zentrale Rolle.
- Autoimmunreaktionen: Bei der Alopecia areata greift das eigene Immunsystem die Haarfollikel an.
- Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Wechseljahre oder Schilddrüsenerkrankungen können Haarausfall auslösen.
- Nährstoffmängel: Ein Mangel an Eisen, Zink, Biotin oder Proteinen kann zu diffusem Haarausfall führen.
- Medikamente: Chemotherapeutika, Antikoagulanzien oder bestimmte Blutdruckmittel können Haarausfall verursachen.
- Stress und psychische Belastungen: Starker emotionaler oder körperlicher Stress kann vorübergehenden Haarausfall auslösen (Telogen-Effluvium).
- Infektionen und Erkrankungen: Pilzinfektionen der Kopfhaut oder systemische Erkrankungen wie Lupus erythematodes können Haarausfall verursachen.
Symptome
Die Symptome variieren je nach Form der Alopezie:
- Kreisrunde, glatte kahle Stellen auf der Kopfhaut (Alopecia areata)
- Zurückweichende Haarlinie oder Ausdünnung am Scheitel (androgenetische Alopezie)
- Gleichmäßig schütter werdendes Haar über die gesamte Kopfhaut (diffuse Alopezie)
- Erhöhter Haarverlust beim Waschen oder Bürsten
- In seltenen Fällen Juckreiz, Brennen oder Schmerzen an der Kopfhaut
Diagnose
Die Diagnose der Alopezie erfolgt in der Regel durch einen Dermatologen (Hautarzt). Folgende Untersuchungen kommen dabei zum Einsatz:
- Klinische Untersuchung: Beurteilung des Haarausfallmusters und der Kopfhaut.
- Trichoskopie: Vergrößerte Betrachtung der Haarfollikel mit einem speziellen Dermatoskop.
- Blutuntersuchungen: Ausschluss von Nährstoffmängeln, Hormonstörungen oder Autoimmunerkrankungen.
- Trichogramm: Mikroskopische Untersuchung einiger Haarwurzeln zur Beurteilung der Haarwachstumsphasen.
- Kopfhautbiopsie: In unklaren Fällen kann eine Gewebeprobe der Kopfhaut entnommen werden.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Form der Alopezie. Nicht jede Form des Haarausfalls ist behandlungsbedürftig oder behandelbar:
Medikamentöse Therapie
- Minoxidil: Ein lokal aufgetragenes Mittel, das die Durchblutung der Kopfhaut fördert und das Haarwachstum anregen kann. Zugelassen für Männer und Frauen.
- Finasterid: Ein orales Medikament für Männer, das den Abbau von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) hemmt, welches für die androgenetische Alopezie mitverantwortlich ist.
- Kortikosteroide: Bei Alopecia areata werden entzündungshemmende Kortikosteroide lokal oder systemisch eingesetzt.
- JAK-Inhibitoren: Neuere Wirkstoffklasse, die bei schwerer Alopecia areata eingesetzt wird (z. B. Baricitinib).
Weitere Therapiemöglichkeiten
- Haartransplantation: Chirurgische Methode zur dauerhaften Wiederherstellung des Haarwuchses bei androgenetischer Alopezie.
- Platelet-Rich Plasma (PRP): Injektion von plättchenreichem Plasma in die Kopfhaut zur Stimulation der Haarfollikel.
- Behandlung der Grunderkrankung: Bei sekundärer Alopezie steht die Therapie der auslösenden Erkrankung im Vordergrund.
- Nährstoffausgleich: Bei nachgewiesenen Mangelzuständen durch gezielte Supplementierung.
Psychosoziale Auswirkungen
Haarausfall kann das Selbstbild und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene leiden unter Scham, sozialem Rückzug oder depressiven Verstimmungen. Eine psychologische Begleitung oder der Austausch in Selbsthilfegruppen kann daher sinnvoll sein.
Quellen
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Alopezie. AWMF-Register Nr. 013-055 (2021).
- Trüeb RM. Molecular mechanisms of androgenetic alopecia. Experimental Gerontology, 37(8-9): 981-990 (2002). PubMed PMID: 12213465.
- Pratt CH, King LE Jr., Messenger AG, Christiano AM, Sundberg JP. Alopecia areata. Nature Reviews Disease Primers, 3: 17011 (2017). PubMed PMID: 28300084.
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