Alveolitis – Ursachen, Symptome und Behandlung
Alveolitis bezeichnet eine Entzündung der Lungenbläschen (Alveolen) oder der Zahnfachhöhle. Sie kann durch Allergene, Infektionen oder Autoimmunprozesse ausgelöst werden.
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Alveolitis bezeichnet eine Entzündung der Lungenbläschen (Alveolen) oder der Zahnfachhöhle. Sie kann durch Allergene, Infektionen oder Autoimmunprozesse ausgelöst werden.
Was ist Alveolitis?
Alveolitis bezeichnet eine Entzündung der Alveolen – das sind entweder die kleinen Lungenbläschen, in denen der Gasaustausch stattfindet, oder die knöchernen Zahnfächer (Alveolen) im Kiefer nach einer Zahnextraktion. Je nach betroffenem Gewebe unterscheidet man zwischen der pulmonalen Alveolitis (Lunge) und der Alveolitis sicca (Zahnfach).
Formen der Alveolitis
Exogen-allergische Alveolitis (Lunge)
Die exogen-allergische Alveolitis (EAA), auch als Hypersensitivitätspneumonitis bekannt, ist eine Entzündung des Lungengewebes, die durch eine überschießende Immunreaktion auf eingeatmete organische Stäube, Schimmelpilzsporen oder Tierproteine entsteht. Bekannte Ausprägungen sind die Farmerlunge (durch Schimmelpilze in Heu) oder die Vogelhalterlunge (durch Vogelproteine).
Alveolitis sicca (Trockene Alveole)
Die Alveolitis sicca bezeichnet eine schmerzhafte Entzündung des Zahnfachs nach einer Zahnextraktion, bei der das schützende Blutgerinnsel vorzeitig aufgelöst wird. Der Knochen liegt frei und ist sehr empfindlich.
Ursachen
- Inhalation von Allergenen: Schimmelpilzsporen, Vogelkot, Tierproteine, Holzstaub
- Infektionen: Bakterielle oder virale Erreger können eine Entzündung der Alveolen auslösen
- Autoimmunerkrankungen: z. B. im Rahmen einer Lungenfibrose oder Sarkoidose
- Zahnextraktion: Vorzeitiger Verlust des Blutgerinnsels im Zahnfach (Alveolitis sicca)
- Medikamente und toxische Substanzen: Bestimmte Arzneimittel oder Chemikalien können eine Alveolitis verursachen
Symptome
Pulmonale Alveolitis
- Husten, oft trocken und anhaltend
- Atemnot, insbesondere bei Belastung
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Im chronischen Verlauf: Gewichtsverlust und Zyanose (Blaulippen)
Alveolitis sicca
- Starke, anhaltende Schmerzen im Kieferbereich nach Zahnextraktion
- Übler Mundgeruch
- Sichtbarer, freiliegender Kieferknochen in der Extraktionswunde
- Ausstrahlende Schmerzen in Ohr oder Schläfe
Diagnose
Die Diagnose der pulmonalen Alveolitis erfolgt durch eine Kombination aus:
- Anamnese: Berufsexposition, Hobbys (z. B. Vogelhaltung), Umgebungsfaktoren
- Lungenfunktionsprüfung: Nachweis einer restriktiven Ventilationsstörung
- Bildgebung: Röntgen-Thorax und hochauflösende Computertomographie (HRCT)
- Bronchoalveoläre Lavage (BAL): Spülung der Atemwege zur Zellanalyse
- Bluttests: Nachweis spezifischer Antikörper gegen Allergene
- Lungenbiopsie: In unklaren Fällen zur histologischen Sicherung
Die Alveolitis sicca wird durch zahnärztliche Inspektion der Extraktionswunde diagnostiziert.
Behandlung
Pulmonale Alveolitis
- Allergenkarenz: Wichtigste Maßnahme – Vermeidung des auslösenden Stoffes
- Kortikosteroide: Entzündungshemmende Behandlung mit Medikamenten wie Prednisolon bei akuten oder schweren Verläufen
- Immunsuppressiva: Bei chronischen Verläufen oder unzureichendem Ansprechen auf Kortikosteroide
- Atemtherapie: Physiotherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Lungenfunktion
- Sauerstofftherapie: Bei schwerem Sauerstoffmangel
Alveolitis sicca
- Wundspülung: Vorsichtige Reinigung der Wunde durch den Zahnarzt
- Einlage medizinischer Verbände: Antiseptische oder analgetische Wundauflagen
- Schmerzmedikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) oder Analgetika
- Antibiotika: Bei Anzeichen einer bakteriellen Superinfektion
Prognose
Bei der pulmonalen Alveolitis ist die Prognose stark vom Erkrankungsstadium und der konsequenten Allergenkarenz abhängig. Akute Formen heilen bei rechtzeitiger Behandlung oft vollständig aus. Chronische Formen können zu einer Lungenfibrose führen, die eine dauerhafte Einschränkung der Lungenfunktion verursacht. Die Alveolitis sicca heilt in der Regel innerhalb weniger Wochen vollständig ab.
Quellen
- Lacasse Y. et al. – Hypersensitivity Pneumonitis: An Update. Seminars in Respiratory and Critical Care Medicine, 2020.
- Robert Koch-Institut (RKI) – Leitlinien und Informationen zu Lungenerkrankungen. rki.de, 2023.
- Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) – S2k-Leitlinie Exogen-allergische Alveolitis, 2021.
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