Apnoe – Ursachen, Symptome und Behandlung
Apnoe bezeichnet den vorübergehenden Atemstillstand, der im Schlaf oder wach auftreten kann. Sie ist häufig mit der Schlafapnoe verbunden und kann unbehandelt ernsthafte Folgen haben.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Apnoe"
Apnoe bezeichnet den vorübergehenden Atemstillstand, der im Schlaf oder wach auftreten kann. Sie ist häufig mit der Schlafapnoe verbunden und kann unbehandelt ernsthafte Folgen haben.
Was ist eine Apnoe?
Apnoe (von griechisch apnoia = Atemlosigkeit) bezeichnet einen vollständigen, vorübergehenden Atemstillstand, der länger als zehn Sekunden andauert. Dieser Zustand kann sowohl im Schlaf als auch im Wachzustand auftreten und ist von der Hypopnoe abzugrenzen, bei der die Atmung lediglich flacher wird, jedoch nicht vollständig aussetzt. Apnoen können vereinzelt auftreten oder sich wiederholen und sind dann häufig Teil eines ernsteren Krankheitsbildes.
Formen der Apnoe
Obstruktive Apnoe
Die häufigste Form ist die obstruktive Apnoe. Sie entsteht, wenn die Muskulatur im Rachenbereich während des Schlafs erschlafft und die oberen Atemwege blockiert. Das Gehirn sendet weiterhin Atemsignale, die Luft kann jedoch nicht ungehindert fließen. Lautes Schnarchen, gefolgt von Atempausen und einem plötzlichen Aufschrecken, sind typische Anzeichen.
Zentrale Apnoe
Bei der zentralen Apnoe liegt keine mechanische Blockade vor. Stattdessen sendet das Gehirn vorübergehend keine Atemsignale an die Atemmuskulatur. Diese Form tritt häufiger bei Herzinsuffizienz, Schlaganfall oder nach Einnahme bestimmter Medikamente auf.
Gemischte Apnoe
Die gemischte Apnoe ist eine Kombination aus beiden Formen und beginnt meist zentral, bevor sie einen obstruktiven Charakter annimmt.
Ursachen
- Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas)
- Anatomische Besonderheiten (z. B. enger Rachen, vergrößerte Mandeln)
- Alkohol- und Schlafmittelkonsum
- Rauchen
- Neurologische Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Parkinson)
- Herzinsuffizienz
- Genetische Veranlagung
Symptome
- Lautes Schnarchen mit hörbaren Atempausen
- Übermäßige Tagesmüdigkeit und Erschöpfung
- Morgendliche Kopfschmerzen
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit
- Nächtliches Schwitzen
- Häufiges nächtliches Aufwachen oder Wasserlassen
Diagnose
Die Diagnose einer Schlafapnoe erfolgt meist mithilfe einer Polysomnographie im Schlaflabor. Dabei werden Hirnaktivität, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut, Atemfluss und Körperbewegungen über Nacht aufgezeichnet. Ergänzend kann ein vereinfachtes Screening-Gerät (Polygraphie) für zu Hause eingesetzt werden. Der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) gibt an, wie häufig Atemaussetzer pro Stunde Schlaf auftreten, und ist entscheidend für die Einschätzung des Schweregrades.
Behandlung
CPAP-Therapie
Die effektivste und am weitesten verbreitete Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe ist die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Eine Maske, die über Nase und/oder Mund getragen wird, hält die Atemwege durch einen kontinuierlichen leichten Überdruck offen.
Unterkieferschienen
Bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe können Unterkieferprotrusionsschienen eingesetzt werden. Sie verlagern den Unterkiefer nach vorne und halten so die Atemwege offen.
Operative Eingriffe
In bestimmten Fällen, etwa bei anatomischen Engstellen oder vergrößerten Mandeln, können operative Maßnahmen wie die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) oder die Entfernung der Mandeln hilfreich sein.
Lebensstiländerungen
- Gewichtsreduktion bei Übergewicht
- Verzicht auf Alkohol und Schlafmittel
- Aufhören mit dem Rauchen
- Schlafen in Seitenlage statt auf dem Rücken
Risiken und Folgeerkrankungen
Unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich. Auch Typ-2-Diabetes, Depressionen sowie ein erhöhtes Unfallrisiko durch Tagesmüdigkeit am Steuer sind bekannte Folgen. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung sind daher essenziell.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): S3-Leitlinie Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen (2020). Verfügbar unter: www.dgsm.de
- World Health Organization (WHO): Sleep disorders and sleep deprivation. Geneva: WHO Press.
- Stuck BA, Maurer JT, Schredl M, Weeß HG: Praxis der Schlafmedizin. 3. Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg (2018).
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