Ascorbinsäure – Vitamin C: Wirkung und Bedarf
Ascorbinsäure ist die chemische Bezeichnung für Vitamin C – ein lebenswichtiges wasserlösliches Vitamin mit starker antioxidativer Wirkung.
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Ascorbinsäure ist die chemische Bezeichnung für Vitamin C – ein lebenswichtiges wasserlösliches Vitamin mit starker antioxidativer Wirkung.
Was ist Ascorbinsäure?
Ascorbinsäure ist die chemische Bezeichnung für Vitamin C, ein wasserlösliches Vitamin, das für den menschlichen Körper essenziell ist. Der menschliche Organismus kann Ascorbinsäure nicht selbst synthetisieren und ist daher vollständig auf die Zufuhr über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel angewiesen. Ascorbinsäure kommt natürlich in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten vor und spielt eine zentrale Rolle in vielen biologischen Prozessen.
Biologische Funktionen
Ascorbinsäure übernimmt im Körper eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben:
- Antioxidativer Schutz: Ascorbinsäure neutralisiert freie Radikale und schützt Zellen vor oxidativem Stress.
- Kollagensynthese: Sie ist unentbehrlich für die Bildung von Kollagen, einem strukturgebenden Protein in Haut, Knochen, Knorpel und Blutgefäßen.
- Immunfunktion: Ascorbinsäure unterstützt die Aktivität von Immunzellen und stärkt die körpereigene Abwehr.
- Eisenresorption: Sie verbessert die Aufnahme von nicht-hämalem (pflanzlichem) Eisen im Darm erheblich.
- Neurotransmittersynthese: Sie ist an der Herstellung von Neurotransmittern wie Noradrenalin beteiligt.
- Wundheilung: Ascorbinsäure fördert die Geweberegeneration und unterstützt die Heilung von Wunden.
Nahrungsquellen
Ascorbinsäure kommt in hohen Konzentrationen in verschiedenen Lebensmitteln vor:
- Hagebutten, Sanddorn, Acerola-Kirschen
- Paprika (besonders rote und gelbe Sorten)
- Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen, Grapefruits)
- Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl
- Kiwi, Erdbeeren, Johannisbeeren
Da Ascorbinsäure hitze- und lichtempfindlich ist, sollten Lebensmittel möglichst schonend zubereitet werden, um den Vitamingehalt zu erhalten.
Empfohlene Tageszufuhr
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 110 mg (Männer) bzw. 95 mg (Frauen) Ascorbinsäure. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens 45 mg pro Tag für Erwachsene. Raucherinnen und Raucher haben einen erhöhten Bedarf, da Rauchen den oxidativen Stress im Körper steigert. Auch Schwangere und Stillende benötigen mehr Ascorbinsäure.
Mangelerscheinungen
Ein Mangel an Ascorbinsäure führt zu charakteristischen Beschwerden:
- Skorbut: Die klassische Mangelerkrankung durch Vitamin-C-Mangel; äußert sich durch geschwollenes, blutendes Zahnfleisch, schlechte Wundheilung, Hautblutungen und extreme Erschöpfung.
- Erhöhte Infektanfälligkeit
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Trockene, schuppige Haut
Risikogruppen für einen Mangel sind Menschen mit einseitiger Ernährung, Raucher, ältere Menschen sowie Personen mit Malabsorptionsstörungen.
Medizinische Anwendung und Supplementierung
Ascorbinsäure ist als Nahrungsergänzungsmittel weit verbreitet und in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich – als Tabletten, Kapseln, Brausetabletten oder Pulver. In der Medizin wird hochdosierte Ascorbinsäure intravenös bei bestimmten Erkrankungen eingesetzt, zum Beispiel bei der Unterstützung der Krebstherapie oder bei schwerem Skorbut. Bei der Einnahme von Ergänzungsmitteln sollte die tolerierbare obere Aufnahmemenge (Tolerable Upper Intake Level) von 2.000 mg pro Tag (gemäß EFSA) nicht überschritten werden.
Überdosierung und Risiken
Ascorbinsäure gilt in normalen Nahrungsmengen als sehr sicher. Bei sehr hohen Dosen (über 1.000–2.000 mg täglich) können jedoch folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Durchfall und Magenprobleme (osmotische Wirkung)
- Erhöhtes Risiko für Nierensteine (Oxalatsteine) bei genetisch prädisponierten Personen
- Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Bauchkrämpfe
Wechselwirkungen
Ascorbinsäure kann mit verschiedenen Substanzen interagieren:
- Verbessert die Eisenresorption – bei Eisenmangelanämie therapeutisch genutzt, kann aber bei Hämochromatose problematisch sein.
- Kann die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Warfarin) beeinflussen.
- Hohe Dosen können die Wirksamkeit bestimmter Krebsmedikamente beeinflussen – Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Vitamin C. www.dge.de
- World Health Organization (WHO): Vitamin and Mineral Requirements in Human Nutrition, 2. Auflage. Genf, 2004.
- European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on Dietary Reference Values for Vitamin C. EFSA Journal, 2013;11(11):3418.
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