Auswurf (Sputum): Ursachen, Arten & Behandlung
Auswurf (Sputum) ist Schleim, der aus den Atemwegen abgehustet wird. Er kann auf Infektionen oder Lungenerkrankungen hinweisen.
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Auswurf (Sputum) ist Schleim, der aus den Atemwegen abgehustet wird. Er kann auf Infektionen oder Lungenerkrankungen hinweisen.
Was ist Auswurf?
Auswurf, medizinisch auch als Sputum oder Expektoration bezeichnet, ist Schleim, der aus den unteren Atemwegen – also aus der Lunge, den Bronchien oder der Luftröhre – abgehustet wird. Er entsteht, wenn die Schleimhäute der Atemwege durch Reizung, Entzündung oder Infektion vermehrt Sekret produzieren. Dieses Sekret wird durch den Hustenreflex nach oben transportiert und ausgespuckt. Auswurf ist ein wichtiges diagnostisches Zeichen und kann je nach Farbe, Konsistenz und Menge auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.
Ursachen
Auswurf kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Zu den häufigsten gehören:
- Akute Atemwegsinfektionen: Bronchitis, Lungenentzündung (Pneumonie), Erkältung oder Grippe
- Chronische Lungenerkrankungen: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Asthma bronchiale, Bronchiektasen
- Rauchen: Tabakrauch reizt die Bronchialschleimhaut dauerhaft und führt zu vermehrter Schleimproduktion
- Allergien: Allergische Reaktionen können die Schleimhäute anschwellen lassen und Sekretproduktion anregen
- Tuberkulose: Eine Infektion mit Mycobacterium tuberculosis kann zu blutigem Auswurf führen
- Lungenkrebs: Anhaltender Auswurf, insbesondere mit Blutbeimengungen, kann ein Warnsignal sein
- Herzinsuffizienz: Bei Stauung in der Lunge kann schaumiger, teils rötlicher Auswurf auftreten
Arten und Aussehen des Auswurfs
Die Farbe und Beschaffenheit des Auswurfs liefert wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache:
- Klarer, weißlicher Auswurf: Häufig bei viralen Infekten, Asthma oder chronischer Bronchitis
- Gelblicher oder grünlicher Auswurf: Hinweis auf eine bakterielle Infektion (z. B. eitrige Bronchitis, Lungenentzündung)
- Rostbrauner Auswurf: Typisch für eine Pneumokokken-Pneumonie
- Blutiger Auswurf (Hämoptyse): Kann auf Tuberkulose, Lungenkrebs, Lungeninfarkt oder schwere Entzündungen hinweisen – stets abklärungsbedürftig
- Schaumiger, rötlicher Auswurf: Zeichen eines Lungenödems, medizinischer Notfall
- Zähflüssiger, klebriger Auswurf: Häufig bei Mukoviszidose (zystische Fibrose)
Symptome und Begleitsymptome
Auswurf tritt selten allein auf. Typische Begleitsymptome sind:
- Husten (oft produktiver Husten)
- Atemnot oder erschwertes Atmen
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl bei Infektionen
- Schmerzen in der Brust beim Husten
- Pfeifende Atemgeräusche (Giemen) bei Asthma oder COPD
Diagnose
Zur Abklärung von Auswurf setzt der Arzt verschiedene diagnostische Methoden ein:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Befragung zu Dauer, Farbe und Menge des Auswurfs sowie Abhören der Lunge
- Sputumuntersuchung: Mikrobiologische Analyse des Auswurfs zum Nachweis von Bakterien, Viren oder Pilzen
- Blutuntersuchung: Entzündungsmarker wie CRP und Leukozyten geben Hinweise auf eine Infektion
- Röntgenaufnahme oder CT der Lunge: Bildgebung zur Erkennung von Entzündungsherden, Tumoren oder strukturellen Veränderungen
- Lungenfunktionstest (Spirometrie): Beurteilung der Atemkapazität bei Verdacht auf COPD oder Asthma
- Bronchoskopie: Direkte Sichtung der Atemwege bei unklarem oder blutigem Auswurf
Behandlung
Die Behandlung von Auswurf richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
- Bei bakteriellen Infektionen: Antibiotika nach ärztlicher Verordnung
- Bei viralen Infekten: Symptomatische Therapie, Inhalationen, ausreichend Flüssigkeit
- Schleimlösende Mittel (Mukolytika): Wirkstoffe wie Acetylcystein oder Ambroxol helfen, zähflüssigen Schleim zu verflüssigen
- Inhalationstherapie: Befeuchtete Luft oder Kochsalzlösung erleichtert das Abhusten
- Atemphysiotherapie: Gezielte Atemübungen und Klopfmassagen unterstützen die Sekretmobilisation, besonders bei COPD oder Mukoviszidose
- Raucherentwöhnung: Entscheidende Maßnahme bei raucherinduziertem Auswurf
Wann zum Arzt?
In folgenden Situationen sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden:
- Auswurf mit Blutbeimengungen
- Hoher Auswurf über mehr als 3 Wochen
- Starke Atemnot, Brustschmerzen oder hohes Fieber
- Auswurf in großen Mengen, der sich schlagartig verändert
- Allgemeines starkes Krankheitsgefühl oder Gewichtsverlust
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP): Leitlinie zur ambulant erworbenen Pneumonie, 2021.
- World Health Organization (WHO): Chronic respiratory diseases – Fact sheets. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/chronic-obstructive-pulmonary-disease-(copd)
- Herold, G. (Hrsg.): Innere Medizin. Köln: Gerd Herold Verlag, 2023.
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