Akrodermatitis – Ursachen, Symptome und Behandlung
Akrodermatitis bezeichnet eine Hauterkrankung, die vorwiegend die Extremitäten betrifft. Sie kann verschiedene Ursachen haben und tritt oft bei Kindern oder im Rahmen von Mangelerkrankungen auf.
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Akrodermatitis bezeichnet eine Hauterkrankung, die vorwiegend die Extremitäten betrifft. Sie kann verschiedene Ursachen haben und tritt oft bei Kindern oder im Rahmen von Mangelerkrankungen auf.
Was ist Akrodermatitis?
Akrodermatitis ist ein Oberbegriff für Hauterkrankungen, die vorwiegend die Akren – also Hände, Füße, Gesicht und andere Extremitäten – betreffen. Es gibt verschiedene Formen dieser Erkrankung, die sich in Ursache, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Zu den bekanntesten Formen zählen die Akrodermatitis chronica atrophicans (eine Spätmanifestation der Lyme-Borreliose), die Akrodermatitis enteropathica (eine seltene Zinkmangel-Erkrankung) sowie die Gianotti-Crosti-Syndrom (papuläre Akrodermatitis des Kindesalters).
Formen und Ursachen
Akrodermatitis chronica atrophicans (ACA)
Diese Form ist eine Spätmanifestation der Lyme-Borreliose, einer durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit. Sie entsteht Monate bis Jahre nach einer Infektion mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi und betrifft vor allem ältere Erwachsene. Die Haut wird zunehmend dünn, bläulich-rot verfärbt und atrophisch (schwindet). Typischerweise sind die Streckseiten der Arme und Beine betroffen.
Akrodermatitis enteropathica
Diese seltene, meist genetisch bedingte Erkrankung führt zu einer gestörten Zinkaufnahme im Darm. Ein Zinkmangel verursacht charakteristische Hautentzündungen um Körperöffnungen (Mund, Nase, Genitalien) sowie an Händen und Füßen. Weitere Symptome sind Durchfall, Haarausfall und Infektanfälligkeit. Sie manifestiert sich häufig beim Abstillen von Säuglingen.
Gianotti-Crosti-Syndrom (Papuläre Akrodermatitis des Kindesalters)
Diese Form tritt vorwiegend bei Kindern zwischen 1 und 6 Jahren auf und ist häufig mit Virusinfektionen assoziiert, z. B. mit Epstein-Barr-Virus, Hepatitis-B-Virus oder anderen Erregern. Es zeigen sich symmetrisch verteilte, rötliche Papeln (kleine Hautknötchen) an Gesicht, Armen, Beinen und Gesäß.
Symptome
Die Symptome der Akrodermatitis variieren je nach Form, weisen aber typische Gemeinsamkeiten auf:
- Rötung, Schwellung und Entzündung der Haut an den Extremitäten
- Schuppung oder Krustenbildung
- Atrophie (Hautschwund) bei der chronischen Form
- Bläschenbildung oder Papeln (kleine Hautknötchen)
- Juckreiz oder Brennen
- Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Fieber oder Lymphknotenschwellungen (je nach Ursache)
Diagnose
Die Diagnose wird durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Patientenanamnese und gezielten Tests gestellt:
- Blutuntersuchungen: Antikörper gegen Borrelien bei ACA, Zinkspiegelbestimmung bei enteropathischer Form, Virusserologie beim Gianotti-Crosti-Syndrom
- Hautbiopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung
- Dermatologische Untersuchung: Beurteilung des Hautbefundes durch einen Facharzt
Behandlung
Akrodermatitis chronica atrophicans
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, in der Regel mit Doxycyclin oder Amoxicillin über mehrere Wochen. Eine frühzeitige Therapie kann das Fortschreiten der Hautatrophie verhindern oder verlangsamen.
Akrodermatitis enteropathica
Die Behandlung besteht in der oralen Zinksubstitution, die lebenslang fortgeführt werden muss. Unter Therapie bilden sich die Symptome meist rasch und vollständig zurück.
Gianotti-Crosti-Syndrom
Da es sich um eine selbstlimitierende Erkrankung handelt, ist meist keine spezifische Therapie notwendig. Die Symptome klingen in der Regel innerhalb von Wochen bis Monaten von selbst ab. Bei starkem Juckreiz können juckreizstillende Mittel eingesetzt werden.
Wann zum Arzt?
Bei anhaltenden, sich ausbreitenden oder stark juckenden Hautveränderungen an Händen, Füßen oder im Gesicht sollte stets ein Arzt aufgesucht werden. Besonders bei Kindern ist eine frühzeitige Abklärung wichtig, um ernsthafte Grunderkrankungen auszuschließen.
Quellen
- Moll I. - Dermatologie. 8. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2016.
- Sterry W., Paus R., Burgdorf W. - Checkliste Dermatologie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2011.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) - Leitlinien zur Diagnostik und Therapie dermatologischer Erkrankungen. www.awmf.org.
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