Albuminfraktion – Definition, Normalwerte & Bedeutung
Die Albuminfraktion bezeichnet den Anteil von Albumin im Blutserum, gemessen bei der Serumelektrophorese. Sie gibt Aufschluss über den Ernährungs- und Gesundheitszustand.
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Die Albuminfraktion bezeichnet den Anteil von Albumin im Blutserum, gemessen bei der Serumelektrophorese. Sie gibt Aufschluss über den Ernährungs- und Gesundheitszustand.
Was ist die Albuminfraktion?
Die Albuminfraktion beschreibt den prozentualen oder absoluten Anteil von Albumin an der Gesamtheit der Serumproteine, wie er bei der sogenannten Serumelektrophorese bestimmt wird. Bei dieser Laboruntersuchung werden die Proteine im Blutserum mithilfe eines elektrischen Feldes nach ihrer Größe und Ladung aufgetrennt. Die dabei entstehenden Fraktionen werden als Kurven oder Banden sichtbar, wobei die Albuminfraktion stets die größte und ausgeprägteste ist.
Albumin selbst ist das häufigste Protein im menschlichen Blutplasma und wird ausschließlich in der Leber produziert. Es erfüllt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben im Körper.
Funktionen von Albumin im Körper
- Aufrechterhaltung des onkotischen Drucks: Albumin hält Flüssigkeit im Blutgefäßsystem und verhindert so Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.
- Transportprotein: Es transportiert Fettsäuren, Hormone, Bilirubin, Medikamente und andere Substanzen im Blut.
- Pufferfunktion: Albumin trägt zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts bei.
- Ernährungsmarker: Die Albuminfraktion gilt als Indikator für den Ernährungszustand und die Lebersyntheseleistung.
Normalwerte der Albuminfraktion
Im Rahmen der Serumelektrophorese macht die Albuminfraktion beim gesunden Erwachsenen in der Regel 55 bis 65 % der gesamten Serumproteine aus. Der absolute Albuminwert im Serum liegt normalerweise bei 35 bis 52 g/l. Leichte Abweichungen können je nach Labor und verwendeter Methode variieren.
Ursachen einer erniedrigten Albuminfraktion
Eine verminderte Albuminfraktion (Hypoalbuminämie) kann auf verschiedene Erkrankungen oder Zustände hinweisen:
- Lebererkrankungen: Leberzirrhose, chronische Hepatitis oder Leberinsuffizienz reduzieren die Albuminsynthese.
- Mangelernährung: Unzureichende Proteinzufuhr führt zu verminderter Albumin-Produktion.
- Nierenkrankheiten: Beim nephrotischen Syndrom wird Albumin über den Urin verloren.
- Chronische Entzündungen: Entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn oder rheumatoide Arthritis können die Albuminfraktion senken.
- Verbrennungen oder schwere Verletzungen: Durch Proteinverluste über Wunden sinkt der Albumingehalt.
- Malabsorption: Erkrankungen des Darms, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen, können zu Albumin-Mangel führen.
Ursachen einer erhöhten Albuminfraktion
Eine erhöhte Albuminfraktion ist selten und klinisch meist weniger bedeutsam. Sie kann auf eine Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) hinweisen, bei der sich die Proteine im Blut konzentrieren.
Diagnose und klinische Bedeutung
Die Albuminfraktion wird als Teil der Serumelektrophorese bestimmt, die ein Standardverfahren in der klinischen Labordiagnostik ist. Ergänzend wird häufig eine direkte Messung des Serumalbumins durchgeführt. Die Kombination beider Werte ermöglicht eine präzise Beurteilung von Leber- und Nierenfunktion, Ernährungszustand und chronischen Erkrankungen.
Eine erniedrigte Albuminfraktion ist ein wichtiger klinischer Hinweis und sollte immer im Zusammenhang mit anderen Laborbefunden und der Krankengeschichte des Patienten bewertet werden.
Behandlung bei veränderter Albuminfraktion
Die Behandlung richtet sich stets nach der zugrunde liegenden Ursache:
- Bei Lebererkrankungen steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund.
- Bei Mangelernährung wird eine proteinreiche Ernährung oder enterale bzw. parenterale Ernährungstherapie empfohlen.
- Bei Nierenerkrankungen erfolgt die spezifische nephrologische Behandlung.
- In schweren Fällen kann eine intravenöse Albumingabe (z.B. bei Leberzirrhose mit Aszites) notwendig sein.
Quellen
- Lothar Thomas: Labor und Diagnose. Indikation und Bewertung von Laborbefunden für die medizinische Diagnostik. 8. Auflage, TH-Books Verlagsgesellschaft, 2012.
- Kasper DL et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine. 20. Auflage. McGraw-Hill Education, 2018.
- World Health Organization (WHO): Serum albumin concentrations and their association with disease. WHO Technical Report, Geneva.
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