Albuminspiegel – Normalwert, Ursachen & Therapie
Der Albuminspiegel gibt die Konzentration von Albumin im Blut an und ist ein wichtiger Marker für Ernährungszustand, Leberfunktion und allgemeine Gesundheit.
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Der Albuminspiegel gibt die Konzentration von Albumin im Blut an und ist ein wichtiger Marker für Ernährungszustand, Leberfunktion und allgemeine Gesundheit.
Was ist der Albuminspiegel?
Der Albuminspiegel beschreibt die Konzentration des Proteins Albumin im Blutserum. Albumin ist das häufigste Eiweiß im menschlichen Blut und wird ausschließlich in der Leber produziert. Es erfüllt im Körper zahlreiche lebenswichtige Aufgaben: Es reguliert den osmotischen Druck im Blut, transportiert Hormone, Fettsäuren, Medikamente und andere Substanzen und dient als Eiweißreserve des Organismus. Ein normaler Albuminspiegel liegt beim Erwachsenen zwischen 3,5 und 5,0 g/dl (35–50 g/l).
Ursachen eines veränderten Albuminspiegels
Niedriger Albuminspiegel (Hypoalbuminämie)
Ein zu niedriger Albuminspiegel wird als Hypoalbuminämie bezeichnet. Mögliche Ursachen sind:
- Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Hepatitis): Die Leber produziert weniger Albumin.
- Mangelernährung oder Unterernährung: Zu wenig Protein in der Nahrung führt zu verminderter Albuminsynthese.
- Entzündliche Erkrankungen: Bei chronischen Entzündungen (z. B. Rheuma, Sepsis) wird die Albuminsynthese gehemmt.
- Nierenerkrankungen (z. B. nephrotisches Syndrom): Albumin geht über den Urin verloren.
- Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie): Albumin kann nicht ausreichend aufgenommen werden.
- Verbrennungen oder schwere Verletzungen: Erhöhter Eiweißverlust über die Haut oder Wunden.
Erhöhter Albuminspiegel (Hyperalbuminämie)
Ein erhöhter Albuminspiegel ist selten und meist auf Dehydration (Flüssigkeitsmangel) zurückzuführen, da das Blut eindickt und die relative Albuminkonzentration steigt. Ein echtes Übermaß an Albumin durch die Leber kommt kaum vor.
Symptome bei verändertem Albuminspiegel
Niedrige Albuminspiegel können verschiedene Beschwerden verursachen:
- Ödeme (Wassereinlagerungen), besonders an Beinen, Füßen und im Bauchraum (Aszites)
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Gewichtsverlust und Muskelschwund
- Verzögerte Wundheilung
- Erhöhte Infektanfälligkeit
Diagnose
Der Albuminspiegel wird durch eine einfache Blutuntersuchung bestimmt. Das Serum wird dabei mit einer Farbstoffmethode (häufig Bromkresolgrün-Methode) analysiert. Der Test ist Teil der Standardlabordiagnostik und wird häufig im Rahmen eines großen Blutbilds, bei Verdacht auf Leber- oder Nierenerkrankungen sowie zur Beurteilung des Ernährungszustands angeordnet. Ein 24-Stunden-Sammelurin kann ergänzend eingesetzt werden, um einen renalen Albuminverlust nachzuweisen.
Behandlung und Therapie
Die Behandlung eines veränderten Albuminspiegels richtet sich immer nach der zugrundeliegenden Ursache:
- Ernährungstherapie: Bei Mangelernährung wird eine eiweißreiche Ernährung empfohlen, ggf. ergänzt durch Trinknahrung oder enterale Ernährung.
- Behandlung der Grunderkrankung: Bei Leber-, Nieren- oder Darmerkrankungen steht die spezifische Therapie der Erkrankung im Vordergrund.
- Albumin-Infusion: In schweren Fällen (z. B. bei Leberzirrhose mit Aszites oder bei Intensivpatienten) kann Albumin intravenös als Infusion verabreicht werden.
- Entzündungshemmende Therapie: Bei chronischen Entzündungen kann die Behandlung der Grunderkrankung den Albuminspiegel normalisieren.
Klinische Bedeutung
Der Albuminspiegel gilt als wichtiger Prognosemarker in der Medizin. Niedrige Albuminwerte sind mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen, längere Krankenhausaufenthalte und einer schlechteren Prognose bei vielen Erkrankungen verbunden. Er wird daher regelmäßig zur Beurteilung des Ernährungsstatus, der Leberfunktion und des allgemeinen Gesundheitszustands herangezogen.
Quellen
- Lenter C. (Hrsg.) - Geigy Scientific Tables, 8. Auflage, Ciba-Geigy, Basel (1984)
- Guder W.G. et al. - Das Laborbuch für Klinik und Praxis, Elsevier/Urban & Fischer Verlag, 2. Auflage (2009)
- World Health Organization (WHO) - Serum albumin concentrations as an indicator of nutritional status. WHO Global Database on Child Growth and Malnutrition (2012). Verfügbar unter: https://www.who.int
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