Angioplastie – Verfahren, Anwendung & Risiken
Die Angioplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Erweiterung verengter oder verstopfter Blutgefäße. Sie wird häufig bei Herzkranzgefäßen eingesetzt.
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Die Angioplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Erweiterung verengter oder verstopfter Blutgefäße. Sie wird häufig bei Herzkranzgefäßen eingesetzt.
Was ist eine Angioplastie?
Die Angioplastie (auch bekannt als Ballondilatation) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem verengte oder verschlossene Blutgefäße mithilfe eines speziellen Katheters wieder geweitet werden. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: angeion (Gefäß) und plassein (formen). Das Verfahren gehört zur interventionellen Kardiologie und Gefäßmedizin und gilt als minimalinvasive Alternative zur offenen Gefäßchirurgie.
Wie funktioniert die Angioplastie?
Bei der Angioplastie wird ein dünner, flexibler Schlauch (Katheter) mit einem kleinen aufblasbaren Ballon an der Spitze durch ein Blutgefäß – meist über die Leistenarterie oder das Handgelenk – bis zur Verengung vorgeschoben. Anschließend wird der Ballon aufgeblasen, um die Engstelle aufzuweiten. Dabei wird die Ablagerung (sogenannte Plaque) gegen die Gefäßwand gedrückt, wodurch das Blut wieder besser fließen kann.
Stentimplantation
Häufig wird im Anschluss an die Ballondilatation ein Stent eingesetzt – ein kleines Drahtgeflecht, das wie ein Gerüst das Gefäß offenhält und ein erneutes Zuwachsen verhindert. Moderne Stents sind häufig medikamentenbeschichtet (Drug-Eluting Stents), um das Risiko einer erneuten Verengung (Restenose) zu minimieren.
Wann wird eine Angioplastie durchgeführt?
Eine Angioplastie wird bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, die durch verengte Blutgefäße verursacht werden:
- Koronare Herzkrankheit (KHK): Verengungen der Herzkranzgefäße, die zu Angina pectoris oder Herzinfarkt führen können.
- Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt): Als Notfalleingriff zur raschen Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes.
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): Verengungen in den Beinarterien.
- Nierenarterien-Stenose: Verengung der Arterien, die die Nieren versorgen.
- Karotisstenose: Verengung der Halsschlagader mit erhöhtem Schlaganfallrisiko.
Ablauf und Vorbereitung
Vor dem Eingriff werden bildgebende Untersuchungen wie eine Koronarangiographie (Herzkatheteruntersuchung) durchgeführt, um die genaue Lage und das Ausmaß der Verengung festzustellen. Der Patient erhält blutverdünnende Medikamente, um Gerinnsel während des Eingriffs zu verhindern. Der Eingriff selbst findet unter örtlicher Betäubung und Röntgenkontrolle statt und dauert meist zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.
Risiken und Nebenwirkungen
Die Angioplastie ist ein etabliertes Verfahren mit einer insgesamt hohen Sicherheit. Dennoch sind bestimmte Risiken möglich:
- Gefäßverletzungen an der Einstichstelle
- Blutungen oder Blutergüsse
- Allergische Reaktion auf das Kontrastmittel
- Nierenprobleme durch das Kontrastmittel
- Erneute Verengung des Gefäßes (Restenose)
- In seltenen Fällen: Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßverschluss während des Eingriffs
Nachsorge und Prognose
Nach der Angioplastie verbleiben Patienten in der Regel zur Beobachtung für einige Stunden bis Tage im Krankenhaus. Blutverdünnende Medikamente (z. B. Thrombozytenaggregationshemmer wie Aspirin und Clopidogrel) müssen oft über Monate eingenommen werden, um einer Stentthrombose vorzubeugen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sowie ein herzgesunder Lebensstil sind entscheidend für den langfristigen Erfolg des Eingriffs.
Quellen
- Levine GN et al. - 2011 ACCF/AHA/SCAI Guideline for Percutaneous Coronary Intervention. Journal of the American College of Cardiology, 2011.
- Neumann FJ et al. - 2018 ESC/EACTS Guidelines on myocardial revascularization. European Heart Journal, 2019.
- World Health Organization (WHO) - Cardiovascular diseases: Fact sheets and clinical guidelines. WHO, 2023.
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