Arteria carotis communis – Halsschlagader
Die Arteria carotis communis ist die gemeinsame Halsschlagader und versorgt Kopf und Gehirn mit sauerstoffreichem Blut. Sie ist ein zentrales Blutgefäß der Halsregion.
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Die Arteria carotis communis ist die gemeinsame Halsschlagader und versorgt Kopf und Gehirn mit sauerstoffreichem Blut. Sie ist ein zentrales Blutgefäß der Halsregion.
Was ist die Arteria carotis communis?
Die Arteria carotis communis (lateinisch für gemeinsame Halsschlagader) ist ein großes Blutgefäß, das auf beiden Seiten des Halses verläuft und den Kopf sowie das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Sie gehört zu den wichtigsten Arterien des menschlichen Körpers und spielt eine entscheidende Rolle für die Durchblutung des Gehirns.
Anatomie und Verlauf
Die Arteria carotis communis entsteht beidseitig, jedoch auf unterschiedliche Weise:
- Rechte Seite: Sie entspringt dem Truncus brachiocephalicus, einem kurzen gemeinsamen Ast des Aortenbogens.
- Linke Seite: Sie entspringt direkt aus dem Aortenbogen.
Beide Arterien verlaufen seitlich an der Luftröhre (Trachea) und der Speiseröhre (Ösophagus) nach oben. In Höhe des vierten Halswirbels (C4) oder des oberen Randes des Schildknorpels teilt sich die Arteria carotis communis in zwei Hauptäste auf:
- Arteria carotis interna: versorgt das Gehirn und die Augen.
- Arteria carotis externa: versorgt Gesicht, Hals und Kopfhaut.
An der Teilungsstelle, dem sogenannten Karotissinus, befinden sich spezielle Druckrezeptoren (Barorezeptoren), die den Blutdruck regulieren. Ebenfalls dort liegt der Glomus caroticum, ein kleines Organ zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut.
Klinische Bedeutung
Arteriosklerose und Karotisstenose
Die häufigste Erkrankung der Arteria carotis communis ist die Arteriosklerose (Arterienverkalkung), die zur Karotisstenose (Verengung der Halsschlagader) führen kann. Ablagerungen von Fett, Kalk und Bindegewebe (sogenannte Plaques) an der Gefäßinnenwand verengen das Lumen der Arterie und behindern den Blutfluss zum Gehirn. Dies erhöht das Risiko eines Schlaganfalls (Apoplexie) erheblich.
Risikofaktoren für eine Karotisstenose
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Erhöhte Blutfettwerte (Hypercholesterinämie)
- Rauchen
- Diabetes mellitus
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Genetische Veranlagung
Symptome einer Karotisstenose
Eine leichte bis mittelschwere Karotisstenose verläuft oft symptomlos. Bei fortgeschrittener Verengung können folgende Symptome auftreten:
- Kurzzeitige neurologische Ausfälle (sogenannte TIA – transitorische ischämische Attacke)
- Sehstörungen oder vorübergehende Blindheit auf einem Auge (Amaurosis fugax)
- Sprachstörungen (Aphasie)
- Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle in Arm oder Bein
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Diagnose
Zur Beurteilung der Arteria carotis communis stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung:
- Duplexsonographie (Ultraschall): Standardmethode zur Untersuchung der Halsschlagadern; ermöglicht die Beurteilung von Gefäßwand, Plaques und Blutfluss.
- Magnetresonanzangiographie (MRA): Bildgebung der Blutgefäße ohne Strahlenbelastung.
- CT-Angiographie (CTA): Detaillierte Darstellung der Gefäße mittels Computertomographie und Kontrastmittel.
- Digitale Subtraktionsangiographie (DSA): Invasives Verfahren zur genauen Darstellung von Gefäßverengungen; gilt als Goldstandard.
Behandlung
Konservative Therapie
Bei leichten Stenosen steht die Behandlung der Risikofaktoren im Vordergrund:
- Blutdrucksenkende Medikamente (Antihypertensiva)
- Cholesterinsenkende Medikamente (Statine)
- Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. Acetylsalicylsäure) zur Vorbeugung von Blutgerinnseln
- Lebensstiländerungen: gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung, regelmäßige Bewegung
Operative Therapie
Bei hochgradigen Stenosen (über 70 % Einengung) oder symptomatischen Stenosen wird ein operativer Eingriff empfohlen:
- Karotisendarteriektomie (CEA): Chirurgische Entfernung der arteriosklerotischen Plaques aus dem Gefäß; bewährtes Standardverfahren.
- Karotis-Stenting (CAS): Minimalinvasives Verfahren, bei dem ein Metallgitter (Stent) in die Arterie eingesetzt wird, um die Verengung zu weiten.
Quellen
- Schünke M., Schulte E., Schumacher U. - Prometheus Lernatlas der Anatomie: Hals und Innere Organe. Thieme Verlag, Stuttgart, 2018.
- European Stroke Organisation (ESO) - Guidelines on the Management of Symptomatic Carotid Stenosis. European Stroke Journal, 2021.
- Netter F. H. - Atlas der Anatomie des Menschen. Elsevier Verlag, München, 7. Auflage, 2019.
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