Abakteriell – Bedeutung & Erklärung
Abakteriell bedeutet: ohne Beteiligung von Bakterien. Der Begriff beschreibt Erkrankungen oder Entzündungen, die nicht durch bakterielle Erreger verursacht werden.
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Abakteriell bedeutet: ohne Beteiligung von Bakterien. Der Begriff beschreibt Erkrankungen oder Entzündungen, die nicht durch bakterielle Erreger verursacht werden.
Was bedeutet abakteriell?
Der Begriff abakteriell setzt sich zusammen aus dem griechischen Verneinungspräfix a- (ohne) und dem Wort bakteriell (durch Bakterien verursacht). Er beschreibt medizinische Zustände, Entzündungen oder Erkrankungen, bei denen keine Bakterien als Ursache nachweisbar sind oder beteiligt sind. Das Gegenteil ist der Begriff bakteriell, der auf eine Infektion durch Bakterien hinweist.
Klinische Bedeutung
In der Medizin wird der Begriff abakteriell vor allem dann verwendet, wenn eine Entzündung oder ein entzündungsähnlicher Zustand vorliegt, aber keine bakteriellen Erreger gefunden werden. Ursachen können dann z. B. Viren, Pilze, Parasiten, Autoimmunreaktionen, chemische Reize oder mechanische Faktoren sein.
Häufige abakterielle Erkrankungen
- Abakterielle Prostatitis: Eine Entzündung der Vorsteherdrüse ohne Nachweis von Bakterien. Sie ist die häufigste Form der Prostatitis und kann chronisch verlaufen.
- Abakterielle Meningitis: Eine Hirnhautentzündung, die nicht durch Bakterien, sondern z. B. durch Viren (viral) oder andere nicht-bakterielle Ursachen ausgelöst wird.
- Abakterielle Arthritis: Eine Gelenkentzündung ohne bakterielle Beteiligung, wie sie z. B. bei Autoimmunerkrankungen oder nach Infektionen an anderer Stelle auftreten kann (reaktive Arthritis).
- Abakterielle Zystitis: Eine Blasenentzündung ohne Nachweis von Bakterien im Urin, häufig durch Reizung, Viren oder Pilze verursacht.
Ursachen abakterieller Erkrankungen
Da bakterielle Erreger ausgeschlossen sind, kommen bei abakteriellen Erkrankungen folgende Ursachen in Betracht:
- Virale Infektionen: z. B. durch Herpesviren, Enteroviren oder andere Viren
- Pilzinfektionen (Mykosen): Candida oder andere Pilzerreger
- Autoimmunreaktionen: Das körpereigene Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an
- Physikalisch-chemische Reize: z. B. Strahlung, Medikamente oder Toxine
- Mechanische Ursachen: z. B. Überlastung oder Verletzung von Gewebe
- Idiopathisch: Keine eindeutige Ursache nachweisbar
Diagnose
Die Diagnose einer abakteriellen Erkrankung erfolgt in der Regel durch den Ausschluss einer bakteriellen Ursache. Dazu werden folgende diagnostische Maßnahmen eingesetzt:
- Laboruntersuchungen: Blutbild, Entzündungsmarker (z. B. CRP, Leukozyten)
- Mikrobiologische Kulturen: Abstrich, Urin- oder Liquorkultur zum Ausschluss von Bakterien
- PCR-Tests: Nachweis viraler oder anderer Erreger-DNA bzw. -RNA
- Bildgebende Verfahren: Ultraschall, MRT oder CT je nach betroffener Körperregion
Behandlung
Da bei abakteriellen Erkrankungen keine Bakterien vorliegen, sind Antibiotika in der Regel nicht wirksam oder indiziert. Die Behandlung richtet sich stattdessen nach der tatsächlichen Ursache:
- Virale Ursachen: Antivirale Medikamente oder symptomatische Therapie (Schmerzmittel, Entzündungshemmer)
- Autoimmune Ursachen: Immunsuppressiva oder entzündungshemmende Medikamente (z. B. Kortikosteroide, NSAR)
- Pilzinfektionen: Antimykotische Wirkstoffe
- Symptomatische Therapie: Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und physikalische Maßnahmen
Quellen
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 268. Auflage, De Gruyter Verlag, Berlin (2020)
- Kasper DL et al. (Hrsg.): Harrison's Principles of Internal Medicine, 21. Auflage, McGraw-Hill Education (2022)
- Robert Koch-Institut (RKI): Ratgeber zu Infektionskrankheiten. Verfügbar unter: https://www.rki.de
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