Amöbiasis – Ursachen, Symptome und Behandlung
Amöbiasis ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Entamoeba histolytica verursacht wird. Sie betrifft vor allem den Darm und kann in schweren Fällen innere Organe befallen.
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Amöbiasis ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Entamoeba histolytica verursacht wird. Sie betrifft vor allem den Darm und kann in schweren Fällen innere Organe befallen.
Was ist Amöbiasis?
Amöbiasis ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch den Einzeller Entamoeba histolytica verursacht wird. Der Erreger befällt in erster Linie den Dickdarm, kann jedoch in schweren Fällen auch andere Organe wie die Leber, die Lunge oder das Gehirn betreffen. Weltweit zählt die Amöbiasis zu den häufigsten parasitären Erkrankungen und ist vor allem in tropischen und subtropischen Regionen sowie in Gebieten mit eingeschränkten hygienischen Verhältnissen verbreitet.
Ursachen und Übertragung
Die Infektion erfolgt durch die orale Aufnahme von Zysten des Parasiten, also seiner widerstandsfähigen Ruhestadien. Diese gelangen typischerweise über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel in den menschlichen Körper. Auch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, etwa durch mangelnde Handhygiene, ist möglich.
- Trinken von verunreinigtem Wasser
- Verzehr von rohem oder ungewaschenem Obst und Gemüse
- Fäkal-orale Übertragung durch mangelnde Hygiene
- Reisen in Risikogebiete (Asien, Afrika, Lateinamerika)
Symptome
Viele Menschen, die mit Entamoeba histolytica infiziert sind, entwickeln keine oder nur leichte Beschwerden. Bei einem Teil der Infizierten kommt es jedoch zu einer aktiven Erkrankung mit unterschiedlich ausgeprägten Symptomen.
Darmbezogene Symptome (intestinale Amöbiasis)
- Durchfall, teils mit Blut und Schleim (Amöbenruhr)
- Bauchkrämpfe und -schmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Fieber
Extraintestinale Amöbiasis
In seltenen Fällen wandern die Amöben über die Blutbahn in andere Organe. Die häufigste extraintestinale Manifestation ist der Leberabszess, der sich durch rechtsseitigen Oberbauchschmerz, hohes Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl äußert.
Diagnose
Die Diagnose der Amöbiasis erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
- Stuhlmikroskopie: Nachweis von Zysten oder Trophozoiten (aktive Form des Parasiten) im Stuhl
- Antigentest: Nachweis von Erregerspezifischen Proteinen im Stuhl mittels ELISA
- Serologie: Bluttest zum Nachweis von Antikörpern, besonders bei Leberabszess
- PCR-Test: Molekularbiologischer Nachweis des Erregers, sehr sensitiv und spezifisch
- Bildgebung: Ultraschall oder CT bei Verdacht auf Leberabszess
Behandlung
Die Behandlung der Amöbiasis richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Befallsmuster.
Medikamentöse Therapie
Das Mittel der Wahl bei symptomatischer Amöbiasis ist Metronidazol, ein Antibiotikum aus der Gruppe der Nitroimidazole. Es wirkt gegen die aktiven Formen des Parasiten im Gewebe. Im Anschluss wird in der Regel ein sogenanntes luminales Amöbizid wie Paromomycin eingesetzt, um verbliebene Zysten im Darm abzutöten und eine Weiterverbreitung zu verhindern.
- Metronidazol: 7–10 Tage, zur Behandlung der invasiven Erkrankung
- Paromomycin oder Diloxanidfuroat: Anschließende Behandlung zur Beseitigung von Darmzysten
Leberabszess
Ein Leberabszess wird ebenfalls mit Metronidazol behandelt. In bestimmten Fällen kann eine Drainage des Abszesses erforderlich sein.
Prävention
Vorbeugende Maßnahmen sind besonders wichtig bei Reisen in Risikogebiete:
- Nur abgekochtes oder aufbereitetes Wasser trinken
- Rohe Speisen meiden oder gut waschen und schälen
- Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
- Auf Straßenessen in Risikogebieten verzichten
Quellen
- World Health Organization (WHO): Amoebiasis. Weekly Epidemiological Record, 1997.
- Leber AL et al.: Entamoeba histolytica – Klinik, Diagnostik und Therapie. Deutsches Ärzteblatt, 2017.
- Robert Koch-Institut (RKI): Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten – Amöbiasis. Berlin, 2011.
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