Auswurfphase – Ejektionsphase des Herzens
Die Auswurfphase ist der Abschnitt des Herzschlagzyklus, in dem das Herz Blut in die Schlagadern pumpt. Sie ist entscheidend für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.
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Die Auswurfphase ist der Abschnitt des Herzschlagzyklus, in dem das Herz Blut in die Schlagadern pumpt. Sie ist entscheidend für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.
Was ist die Auswurfphase?
Die Auswurfphase (auch Ejektionsphase oder Auswurfperiode genannt) ist ein zentraler Abschnitt des Herzzyklus (Herzaktionszyklus). Sie beschreibt den Zeitraum, in dem sich die Herzkammern (Ventrikel) zusammenziehen und das Blut aktiv in die großen Schlagadern – die Aorta (linke Kammer) und die Pulmonalarterie (rechte Kammer) – auswerfen. Die Auswurfphase ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Systole, also der Anspannungs- und Kontraktionsphase des Herzens.
Ablauf der Auswurfphase im Herzzyklus
Der gesamte Herzzyklus gliedert sich in zwei Hauptphasen: die Systole (Kontraktion) und die Diastole (Entspannung und Füllung). Die Auswurfphase ist Teil der Systole und folgt auf die sogenannte Anspannungsphase (isovolumetrische Kontraktion), in der sich der Druck in den Kammern aufbaut, ohne dass Blut ausgeworfen wird.
- Anspannungsphase: Die Herzklappen sind noch geschlossen, der Druck in den Kammern steigt an.
- Auswurfphase: Sobald der Druck in den Kammern den Druck in der Aorta bzw. Pulmonalarterie übersteigt, öffnen sich die Semilunarklappen (Aortenklappe und Pulmonalklappe), und das Blut wird in den Kreislauf gepumpt.
- Entspannungsphase (Diastole): Nach dem Auswurf schließen sich die Klappen wieder, und die Kammern füllen sich erneut mit Blut.
Schnelle und langsame Auswurfphase
Die Auswurfphase selbst wird häufig in zwei Abschnitte unterteilt:
- Schnelle (rasche) Auswurfphase: In diesem ersten Abschnitt wird der größte Teil des Blutes – etwa zwei Drittel des Schlagvolumens – schnell und kraftvoll in die Aorta bzw. Pulmonalarterie gepumpt. Der Blutdruck in der Aorta erreicht hier seinen Höhepunkt (systolischer Blutdruck).
- Langsame Auswurfphase: Im zweiten Abschnitt verlangsamt sich die Auswurfgeschwindigkeit, das verbleibende Blutvolumen wird ausgeworfen, und der Druck in den Kammern beginnt zu sinken.
Schlagvolumen und Ejektionsfraktion
Die Menge an Blut, die pro Herzschlag ausgeworfen wird, nennt man Schlagvolumen. In Ruhe beträgt es beim Erwachsenen typischerweise etwa 60–80 ml. Ein wichtiger klinischer Kennwert ist die Ejektionsfraktion (EF): Sie gibt an, wie viel Prozent des in der Kammer befindlichen Blutes tatsächlich ausgeworfen wird. Ein gesundes Herz hat eine Ejektionsfraktion von etwa 55–70 %. Eine verminderte Ejektionsfraktion (unter 50 %) kann auf eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) hinweisen.
Klinische Bedeutung
Die Auswurfphase ist von großer klinischer Bedeutung, da viele Herzerkrankungen die Funktion dieser Phase beeinträchtigen. Zu den häufigsten Störungen gehören:
- Herzinsuffizienz (systolische Dysfunktion): Das Herz kann nicht ausreichend Blut auswerfen, was zu Müdigkeit, Atemnot und Flüssigkeitsansammlungen im Körper führt.
- Aortenklappenstenose: Eine Verengung der Aortenklappe erschwert den Blutauswurf und erhöht die Belastung des Herzens.
- Aortenklappeninsuffizienz: Blut fließt nach dem Auswurf zurück in die linke Herzkammer, was die Effizienz der Auswurfphase verringert.
- Kardiomyopathien: Erkrankungen des Herzmuskels können die Kontraktionskraft und damit das Schlagvolumen verringern.
Diagnostik der Auswurfphase
Die Funktion der Auswurfphase wird in der Medizin mithilfe verschiedener Untersuchungsverfahren beurteilt:
- Echokardiographie (Herzultraschall): Das wichtigste Verfahren zur Messung von Schlagvolumen und Ejektionsfraktion. Mit dem Ultraschall kann die Bewegung der Herzwände und der Klappen in Echtzeit beobachtet werden.
- EKG (Elektrokardiogramm): Gibt Hinweise auf Herzrhythmusstörungen, die die Auswurfphase beeinflussen können.
- Herzkatheteruntersuchung: Ermöglicht eine direkte Druckmessung in den Herzkammern und der Aorta.
- Kardio-MRT: Liefert genaue Volumenmessungen und Informationen über die Herzmuskelstruktur.
Quellen
- Silbernagl S., Despopoulos A. - Taschenatlas Physiologie, 8. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2012.
- Piper H.M. - Herzphysiologie. In: Schmidt R.F., Lang F. (Hrsg.) Physiologie des Menschen. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2007.
- McMurray J.J.V. et al. - ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure. European Heart Journal, 2012; 33(14): 1787-1847.
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