Altersjuckreiz – Ursachen, Symptome und lindernde Maßnahmen
Altersjuckreiz tritt häufig bei trockener Haut im Alter auf. Erfahre, was ihn auslöst, wie man ihn erkennt und welche Pflege und Nährstoffe helfen können.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "Altersjuckreiz"
Altersjuckreiz (Pruritus senilis) bezeichnet anhaltenden oder wiederkehrenden Juckreiz bei älteren Menschen, oft ohne sichtbare Hautveränderung.
Die Ursache von Altersjuckreiz ist meist eine Kombination aus altersbedingten Hautveränderungen, trockener Haut (Xerosis cutis), verlangsamter Hautregeneration und einer gestörten Hautbarrierefunktion. Häufig tritt der Juckreiz an den Extremitäten, am Rücken oder an den Flanken auf – vor allem nachts oder nach dem Duschen.
Im Alter nimmt die Aktivität der Talg- und Schweißdrüsen ab, die Haut wird dünner, trockener und verliert an elastischer Struktur. Auch Medikamente, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Polypharmazie oder neurodegenerative Prozesse können Altersjuckreiz begünstigen. Zudem verändert sich die Immunantwort im Alter, was eine erhöhte Reizempfindlichkeit der Haut mit sich bringt.
Zur Linderung helfen rückfettende, parfumfreie Pflegeprodukte, hautfreundliche Waschsubstanzen, regelmäßige Feuchtigkeitszufuhr und der Einsatz von entzündungsmodulierenden Mikronährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Zink, Vitamin D, Lactoferrin oder Curcumin. Wichtig ist zudem die Abklärung möglicher Grunderkrankungen oder systemischer Ursachen durch einen Arzt – insbesondere bei therapieresistentem oder generalisiertem Pruritus.
Typische Merkmale von Altersjuckreiz:
- Trockenheitsgefühl, feine Schuppenbildung
- Juckreiz ohne sichtbare Hautveränderungen
- Verstärkung bei Wärme, nach dem Baden oder nachts
- Häufig chronischer Verlauf, mit Reizkratzspuren
- Keine Allergie oder Hauterkrankung im engeren Sinn
Hauptursachen im Alter:
- Trockene, fettarme Haut durch altersbedingte Veränderungen
- Verlangsamte Zellregeneration, dünner werdende Epidermis
- Multimedikation, z. B. Diuretika, Statine, ACE-Hemmer
- Chronische Grunderkrankungen (Diabetes, Nieren-/Leberinsuffizienz)
- Neurologische Faktoren (z. B. Polyneuropathie)
Lindernde Maßnahmen und Mikronährstoffe:
- Basispflege mit Urea, Ceramiden, Panthenol, ohne Duftstoffe
- Lauwarmes Duschen, keine Seife, sofortiges Eincremen danach
- Omega-3, Zink, Vitamin D, Curcumin, Lactoferrin zur Regulation der Hautimmunität
- Antipruriginosa lokal (z. B. Polidocanol, Menthol, Capsaicin)
- Ggf. antihistaminerge oder neuroaktive Medikation bei starkem Juckreiz
Literaturhinweise
- Weisshaar, E. et al. (2013): Pruritus in the elderly – clinical approaches. Clin Dermatol.
- Ständer, S. et al. (2019): Definition, classification and diagnosis of pruritus. Allergy.
- Yosipovitch, G. et al. (2007): Chronic pruritus in the elderly: pathophysiology and treatment. Drugs Aging.
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