ARE – Akute respiratorische Erkrankung
Die ARE (Akute respiratorische Erkrankung) bezeichnet Infektionen der Atemwege, die plötzlich auftreten. Typische Symptome sind Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.
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Die ARE (Akute respiratorische Erkrankung) bezeichnet Infektionen der Atemwege, die plötzlich auftreten. Typische Symptome sind Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.
Was ist eine ARE (Akute respiratorische Erkrankung)?
Die ARE steht für Akute respiratorische Erkrankung und bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen der Atemwege, die plötzlich einsetzen und in der Regel durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Dazu zählen unter anderem Erkältungen, grippale Infekte, Bronchitis und Mandelentzündungen. ARE gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und betreffen Menschen aller Altersgruppen.
Ursachen
ARE werden in den meisten Fällen durch Viren verursacht. Die häufigsten Erreger sind:
- Rhinoviren (häufigste Ursache der klassischen Erkältung)
- Influenzaviren (Grippe)
- Coronaviren (z. B. SARS-CoV-2)
- Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) (besonders gefährlich für Säuglinge und ältere Menschen)
- Adenoviren und Parainfluenzaviren
Seltener sind bakterielle Erreger wie Streptococcus pyogenes (Auslöser von Streptokokken-Angina) oder Mycoplasma pneumoniae verantwortlich. Die Übertragung erfolgt meist über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) oder Schmierinfektion (Kontakt mit kontaminierten Oberflächen).
Symptome
Die Symptome einer ARE können je nach betroffenen Atemwegsabschnitt variieren. Man unterscheidet zwischen Erkrankungen der oberen und der unteren Atemwege:
Obere Atemwege
- Schnupfen (Rhinitis)
- Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
- Heiserkeit
- Ohrenschmerzen
- Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Untere Atemwege
- Husten (trocken oder produktiv mit Auswurf)
- Bronchitis
- Atemnot
- Lungenentzündung (Pneumonie) in schweren Fällen
Allgemeinsymptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen treten häufig begleitend auf, insbesondere bei Influenza und schwerwiegenderen Verläufen.
Diagnose
Die Diagnose einer ARE erfolgt in erster Linie klinisch, also anhand der geschilderten Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung durch den Arzt. Bei Bedarf können folgende Untersuchungen ergänzt werden:
- Rachenabstrich zum Nachweis von Bakterien (z. B. Streptokokken) oder Viren
- Schnelltests (z. B. Influenza- oder COVID-19-Antigentest)
- Blutbild zur Unterscheidung zwischen viraler und bakterieller Infektion
- Röntgenaufnahme der Lunge bei Verdacht auf Pneumonie
Behandlung
Die Behandlung einer ARE richtet sich nach dem Erreger und dem Schweregrad der Erkrankung.
Virale ARE
Da die meisten ARE durch Viren verursacht werden, steht die symptomatische Therapie im Vordergrund:
- Ruhe und ausreichend Flüssigkeit trinken
- Abschwellende Nasensprays bei starker Verstopfung
- Schmerz- und fiebersenkende Mittel (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol)
- Inhalationen mit Kochsalzlösung zur Schleimhautbefeuchtung
Bakterielle ARE
Bei nachgewiesener oder stark vermuteter bakterieller Infektion kommen Antibiotika zum Einsatz, zum Beispiel bei einer Streptokokken-Angina oder einer bakteriellen Lungenentzündung. Antibiotika wirken nicht gegen Viren und sollten nur bei klarer Indikation eingesetzt werden.
Schwere Verläufe
Bei einer schweren Pneumonie oder bei Risikogruppen (Säuglinge, ältere Menschen, Immungeschwächte) kann eine stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig sein.
Prävention
Es gibt mehrere wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung von ARE:
- Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
- Impfungen gegen Influenza, COVID-19, Pneumokokken und RSV (für bestimmte Risikogruppen)
- Niesen und Husten in die Armbeuge (Hust- und Niesetikette)
- Abstand zu erkrankten Personen halten
- Lüften von Innenräumen
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Akute respiratorische Erkrankungen. Epidemiologisches Bulletin. Berlin, aktuelle Auflage. Verfügbar unter: www.rki.de
- World Health Organization (WHO): Acute Respiratory Infections. WHO Fact Sheets. Genf, aktuelle Auflage. Verfügbar unter: www.who.int
- Herold G. et al.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, aktuelle Auflage.
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