Abführenzym – Wirkung, Anwendung & Quellen
Ein Abführenzym ist ein Enzym, das die Verdauung fördert und die Darmbewegung anregt, um Verstopfung zu lindern. Solche Enzyme werden in Nahrungsergänzungsmitteln und medizinischen Präparaten eingesetzt.
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Ein Abführenzym ist ein Enzym, das die Verdauung fördert und die Darmbewegung anregt, um Verstopfung zu lindern. Solche Enzyme werden in Nahrungsergänzungsmitteln und medizinischen Präparaten eingesetzt.
Was ist ein Abführenzym?
Der Begriff Abführenzym beschreibt ein Enzym oder eine Kombination von Enzymen, die im Rahmen der Verdauungsförderung eingesetzt werden und eine abführende Wirkung auf den Darm haben können. Enzyme sind biologisch aktive Eiweißmoleküle, die chemische Reaktionen im Körper beschleunigen, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Im Verdauungssystem spielen sie eine zentrale Rolle beim Aufspaltung von Nahrungsbestandteilen wie Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen.
Im Kontext der Darmgesundheit werden bestimmte Enzyme eingesetzt, um die Darmtätigkeit zu regulieren, die Stuhlpassage zu erleichtern und Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder Verstopfung zu lindern. Besonders häufig werden pflanzliche Enzyme wie Papain (aus der Papaya) und Bromelain (aus der Ananas) sowie mikrobielle Enzyme wie Cellulase oder Lactase in diesem Zusammenhang diskutiert.
Wirkmechanismus
Abführenzyme wirken auf verschiedene Weisen im Verdauungstrakt:
- Aufspaltung von Ballaststoffen: Enzyme wie Cellulase helfen beim Abbau von pflanzlichen Zellwänden, was die Verdauung unverdaulicher Nahrungsbestandteile erleichtert und das Stuhlvolumen erhöht.
- Förderung der Darmperistaltik: Bestimmte Enzyme können die Darmbewegungen (Peristaltik) indirekt unterstützen, indem sie unverdaute Nahrungsreste reduzieren, die zu Gärungsprozessen und Blähungen führen.
- Verbesserung der Nährstoffaufnahme: Durch eine effizientere Verdauung wird der Nahrungsbrei schneller verarbeitet und der Darm entlastet.
- Abbau von Proteinen: Proteasen wie Papain können Proteine besser aufspalten und dadurch die Verdauungsbelastung des Darms reduzieren.
Anwendungsgebiete
Abführenzyme werden häufig bei folgenden Beschwerden eingesetzt:
- Chronische oder gelegentliche Verstopfung (Obstipation)
- Blähungen und Völlegefühl nach dem Essen
- Reizdarmsyndrom (IBS) mit Verstopfungsneigung
- Verdauungsschwäche (exokrine Pankreasinsuffizienz)
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten, z. B. Laktoseintoleranz (Enzym: Lactase)
Vorkommen und Quellen
Enzyme mit abführender Wirkung finden sich sowohl in natürlichen Lebensmitteln als auch in Nahrungsergänzungsmitteln:
- Papaya: Enthält Papain, ein proteolytisches Enzym mit verdauungsfördernder Wirkung.
- Ananas: Reich an Bromelain, das Proteine abbaut und entzündungshemmend wirkt.
- Kiwi: Enthält Actinidin, das die Proteinverdauung unterstützt.
- Fermentierte Lebensmittel: Wie Joghurt oder Sauerkraut, die Enzyme und Probiotika enthalten.
- Nahrungsergänzungsmittel: Speziell formulierte Enzymkomplexe, die Amylase, Protease, Lipase, Cellulase und weitere Enzyme kombinieren.
Dosierung und Sicherheit
Die Dosierung von Abführenzymen variiert je nach Produkt und Anwendungszweck. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollten stets die Herstellerangaben beachtet werden. Eine übermäßige Einnahme von Enzymen kann in seltenen Fällen zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Bauchkrämpfen führen.
Personen mit bekannten Allergien gegen bestimmte Pflanzen (z. B. Ananas oder Papaya) sollten pflanzliche Enzympräparate mit Vorsicht verwenden. Bei anhaltender Verstopfung oder schwerwiegenden Verdauungsproblemen sollte immer ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.
Abgrenzung zu klassischen Abführmitteln
Im Gegensatz zu klassischen Laxanzien (Abführmitteln), die direkt auf die Darmschleimhaut wirken oder den Wassergehalt im Darm erhöhen, setzen Abführenzyme früher im Verdauungsprozess an. Sie unterstützen die natürliche Verdauungsarbeit und haben in der Regel ein milderes Wirkprofil. Sie sind daher eher als unterstützende Maßnahme und weniger als Notfallbehandlung bei akuter Verstopfung geeignet.
Quellen
- Ianiro, G. et al. (2016): Digestive Enzyme Supplementation in Gastrointestinal Diseases. Current Drug Metabolism, 17(2), 187-193. PubMed PMID: 26806042.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Gut Health and Digestive Disorders – General Guidelines. WHO Publications.
- Pavan, R. et al. (2012): Properties and Therapeutic Application of Bromelain: A Review. Biotechnology Research International. doi:10.1155/2012/976203.
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