AS – Ankylosierende Spondylitis: Ursachen und Therapie
AS (Ankylosierende Spondylitis) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule, die zu Versteifung und Schmerzen führt. Sie gehört zur Gruppe der Spondyloarthritiden.
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AS (Ankylosierende Spondylitis) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule, die zu Versteifung und Schmerzen führt. Sie gehört zur Gruppe der Spondyloarthritiden.
Was ist Ankylosierende Spondylitis (AS)?
Die Ankylosierende Spondylitis (AS), auch bekannt als Morbus Bechterew oder Spondylitis ankylosans, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die vorwiegend die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke (Kreuz-Darmbein-Gelenke) betrifft. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu einer zunehmenden Verknöcherung (Ankylose) der Wirbelsäule kommen, was zu Bewegungseinschränkungen und einer charakteristischen Vorwärtskrümmung führt. AS gehört zur Gruppe der Spondyloarthritiden und ist eine Autoimmunerkrankung.
Ursachen
Die genaue Ursache der AS ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird von einem Zusammenspiel genetischer und immunologischer Faktoren ausgegangen:
- Genetische Veranlagung: Über 90 % der Betroffenen tragen das HLA-B27-Gen, das das Erkrankungsrisiko deutlich erhöht.
- Immunsystem: Eine fehlgeleitete Immunantwort führt zu chronischen Entzündungen an den Gelenken und der Wirbelsäule.
- Umweltfaktoren: Infektionen oder andere äußere Einflüsse können als Auslöser wirken.
Symptome
Die Symptome beginnen meist schleichend im frühen Erwachsenenalter (typischerweise zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr):
- Entzündlicher Rückenschmerz: Charakteristisch sind Schmerzen und Morgensteifigkeit im unteren Rücken, die sich durch Bewegung bessern.
- Iliosakralgelenk-Schmerzen: Schmerzen im Bereich des Kreuzbeins und der Gesäßregion.
- Eingeschränkte Beweglichkeit: Mit fortschreitender Erkrankung nimmt die Beweglichkeit der Wirbelsäule ab.
- Extraartikuläre Manifestationen: Augenentzündung (Uveitis), Darmentzündung, Psoriasis und Herzprobleme können auftreten.
- Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit und gelegentlich Fieber.
Diagnose
Die Diagnose der AS stützt sich auf mehrere Untersuchungen:
- Klinische Untersuchung: Beurteilung der Wirbelsäulenbeweglichkeit (z. B. Schober-Test).
- Laboruntersuchungen: Nachweis des HLA-B27-Antigens, Entzündungsmarker wie CRP und BSG.
- Bildgebung: Röntgenaufnahmen der Iliosakralgelenke und der Wirbelsäule; MRT (Magnetresonanztomographie) für Frühdiagnosen.
- Klassifikationskriterien: Die modifizierten New-York-Kriterien werden zur Klassifikation der AS herangezogen.
Behandlung
Eine Heilung der AS ist derzeit nicht möglich, jedoch kann die Erkrankung gut kontrolliert werden:
Medikamentöse Therapie
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Mittel der ersten Wahl zur Schmerz- und Entzündungskontrolle (z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen).
- Biologika (TNF-Inhibitoren): Bei unzureichendem Ansprechen auf NSAR werden biologische Medikamente wie Adalimumab, Etanercept oder Infliximab eingesetzt.
- IL-17-Inhibitoren: Neuere Biologika wie Secukinumab oder Ixekizumab bieten eine weitere Therapieoption.
- Kortikosteroide: Können lokal bei entzündeten Gelenken eingesetzt werden.
Nicht-medikamentöse Therapie
- Physiotherapie: Regelmäßige Krankengymnastik ist essenziell zur Erhaltung der Beweglichkeit.
- Sport und Bewegung: Schwimmen, Radfahren und gezielte Dehnübungen werden empfohlen.
- Patientenschulung: Aufklärung über die Erkrankung und Selbstmanagement.
Operative Therapie
In schweren Fällen mit starker Gelenkdeformierung kann ein chirurgischer Eingriff, wie z. B. ein Gelenkersatz (Endoprothese), notwendig sein.
Quellen
- Braun J, Sieper J. Ankylosing spondylitis. The Lancet. 2007;369(9570):1379-1390.
- World Health Organization (WHO). Chronic rheumatic conditions. Verfügbar unter: https://www.who.int/chp/topics/rheumatic/en/
- Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). S3-Leitlinie Axiale Spondyloarthritis. 2019. Verfügbar unter: https://www.dgrh.de
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