Erythem – Ursachen, Symptome und Behandlung
Ein Erythem ist eine Hautrötung, die durch eine verstärkte Durchblutung der Haut entsteht. Es kann durch Infektionen, Allergien oder Entzündungen ausgelöst werden.
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Ein Erythem ist eine Hautrötung, die durch eine verstärkte Durchblutung der Haut entsteht. Es kann durch Infektionen, Allergien oder Entzündungen ausgelöst werden.
Was ist ein Erythem?
Ein Erythem (lateinisch: Erythema) bezeichnet eine flächige Rötung der Haut, die durch eine Erweiterung der kleinen Blutgefäße (Kapillaren) in der Lederhaut entsteht. Das Wort leitet sich vom griechischen Begriff erythros (rot) ab. Die Rötung kann umschrieben oder großflächig auftreten und ist in der Regel auf Druck mit dem Finger kurzzeitig wegdrückbar – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber Einblutungen in die Haut (Petechien oder Purpura).
Ursachen
Ein Erythem kann viele verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten sind:
- Infektionen: Bakterielle, virale oder pilzbedingte Infektionen können Hautrötungen verursachen, z. B. das Erysipel (Wundrose) oder das Erythema migrans bei der Lyme-Borreliose.
- Allergische Reaktionen: Kontaktallergien, Medikamentenallergien oder Nahrungsmittelallergien können zu einem allergischen Erythem führen.
- Physikalische Reize: Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), Wärme, Kälte oder mechanischer Druck können Rötungen auslösen.
- Entzündliche Erkrankungen: Hauterkrankungen wie Rosazea, Lupus erythematodes oder seborrhoische Dermatitis gehen häufig mit einem Erythem einher.
- Toxische Reaktionen: Kontakt mit Reizstoffen oder bestimmten Chemikalien kann ein toxisches Kontakterythem verursachen.
- Systemische Erkrankungen: Auch innere Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen oder bestimmte Tumorerkrankungen können sich durch ein Erythem äußern.
Symptome und klinisches Bild
Das Erythem zeigt sich als rote bis hellrote Verfärbung der Haut, die warm anzufühlen und gelegentlich leicht geschwollen sein kann. Je nach Ursache können folgende Begleitsymptome auftreten:
- Juckreiz (Pruritus)
- Brennen oder Spannungsgefühl der Haut
- Schuppenbildung oder Bläschen (je nach Grunderkrankung)
- Allgemeine Symptome wie Fieber oder Unwohlsein bei infektionsbedingtem Erythem
Wichtige klinische Formen
- Erythema migrans: Charakteristisches Wanderröte-Bild bei Lyme-Borreliose, das sich ringförmig von der Zeckenstichstelle ausbreitet.
- Erythema multiforme: Scheibenförmige, zielscheibenartige Rötungen, häufig ausgelöst durch Infektionen oder Medikamente.
- Erythema nodosum: Knotige Rötungen, meist an den Unterschenkeln, als Zeichen einer systemischen Entzündungsreaktion.
- Erythema toxicum neonatorum: Harmlose Hautrötung bei Neugeborenen in den ersten Lebenstagen.
Diagnose
Die Diagnose eines Erythems erfolgt in erster Linie durch die klinische Untersuchung der Haut. Der Arzt oder die Ärztin beurteilt dabei die Lokalisation, die Form, die Ausdehnung und die Begleiterscheinungen der Rötung. Zur weiteren Abklärung der Ursache können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Blutuntersuchungen (z. B. Entzündungswerte, Antikörper)
- Allergietests (Epikutantest, Pricktest)
- Hautbiopsie (Gewebeprobe) bei unklaren Befunden
- Mikrobiologische Abstriche bei Verdacht auf eine Infektion
Behandlung
Die Behandlung eines Erythems richtet sich stets nach der zugrunde liegenden Ursache:
- Infektionsbedingte Erytheme werden mit Antibiotika, Virostatika oder Antimykotika behandelt, je nach Erreger.
- Allergische Erytheme erfordern das Meiden des auslösenden Allergens sowie ggf. die Gabe von Antihistaminika oder Kortikosteroiden.
- Entzündliche Erytheme werden je nach Schweregrad mit topischen (äußerlich angewendeten) oder systemischen entzündungshemmenden Medikamenten behandelt.
- Physikalisch bedingte Rötungen klingen häufig von selbst ab, wenn der auslösende Reiz entfernt wird; kühlende Umschläge oder Pflegepräparate können lindernd wirken.
Bei anhaltenden, sich ausbreitenden oder mit Allgemeinsymptomen verbundenen Hautrötungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Quellen
- Moll, I. (Hrsg.) - Dermatologie. Thieme Verlag, 8. Auflage (2016).
- Braun-Falco, O. et al. - Dermatologie und Venerologie. Springer Verlag, 6. Auflage (2012).
- World Health Organization (WHO) - Skin conditions: overview and classification. WHO Technical Report (2020). Verfügbar unter: https://www.who.int
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