Endometrium – Gebärmutterschleimhaut erklärt
Das Endometrium ist die innere Schleimhautschicht der Gebärmutter. Es spielt eine zentrale Rolle im Menstruationszyklus und bei der Einnistung einer befruchteten Eizelle.
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Das Endometrium ist die innere Schleimhautschicht der Gebärmutter. Es spielt eine zentrale Rolle im Menstruationszyklus und bei der Einnistung einer befruchteten Eizelle.
Was ist das Endometrium?
Das Endometrium (lat. Endometrium uteri) bezeichnet die innere Auskleidung der Gebärmutter (Uterus). Es ist eine spezialisierte Schleimhautschicht, die aus zwei funktionellen Hauptschichten besteht: der Funktionalis, die sich im Laufe des Menstruationszyklus aufbaut und bei ausbleibender Schwangerschaft abgestoßen wird, sowie der Basalis, die als dauerhafte Regenerationsschicht erhalten bleibt und die Funktionalis nach jeder Menstruation neu aufbaut.
Aufbau und Struktur
Das Endometrium setzt sich aus verschiedenen Gewebskomponenten zusammen:
- Epithel: Eine einschichtige Lage zylindrischer Zellen, die die Oberfläche der Gebärmutterhöhle auskleidet.
- Drüsen: Tubuläre Drüsen, die in das darunter liegende Bindegewebe eingebettet sind und Sekrete produzieren.
- Stroma: Ein faserreiches Bindegewebe, das die Drüsen und Blutgefäße umgibt.
- Blutgefäße: Spiralarterien, die das Gewebe mit Nährstoffen versorgen und bei der Menstruation eine wichtige Rolle spielen.
Funktion im Menstruationszyklus
Das Endometrium unterliegt einem monatlichen Umbauprozess, der durch Geschlechtshormone gesteuert wird:
Proliferationsphase
Unter dem Einfluss von Östrogen wächst das Endometrium nach der Menstruation von einer dünnen Schicht auf mehrere Millimeter heran. Die Drüsen verlängern sich und die Blutgefäße verzweigen sich.
Sekretionsphase
Nach dem Eisprung bewirkt Progesteron (produziert vom Gelbkörper) eine weitere Reifung des Endometriums. Die Drüsen beginnen Nährstoffe zu sezernieren und das Gewebe wird für die Einnistung einer befruchteten Eizelle (Implantation) vorbereitet.
Menstruation
Bleibt eine Befruchtung aus, sinken die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron ab. Dies führt zur Abstoßung der Funktionalis, was als Menstruationsblutung wahrgenommen wird. Anschließend beginnt der Zyklus erneut.
Bedeutung für die Schwangerschaft
Für eine erfolgreiche Schwangerschaft ist ein gut vorbereitetes Endometrium unerlässlich. Die befruchtete Eizelle (Blastozyste) nistet sich etwa sechs bis zehn Tage nach der Befruchtung in das Endometrium ein. Dieser Vorgang wird als Implantation bezeichnet. Das Endometrium entwickelt sich anschließend zur Dezidua, die gemeinsam mit dem Trophoblasten die Plazenta bildet und das heranwachsende Kind mit Nährstoffen versorgt.
Häufige Erkrankungen des Endometriums
Verschiedene Erkrankungen können das Endometrium betreffen:
- Endometriose: Endometriumgewebe wächst außerhalb der Gebärmutter, zum Beispiel an den Eierstöcken oder im Bauchraum, und kann starke Schmerzen und Unfruchtbarkeit verursachen.
- Endometritis: Eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, häufig durch bakterielle Infektionen verursacht.
- Endometriumhyperplasie: Eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, oft durch einen Überschuss an Östrogen ohne ausreichend Progesteron. Sie kann ein Vorläufer von Gebärmutterkrebs sein.
- Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs): Der häufigste bösartige Tumor des weiblichen Genitaltrakts in westlichen Ländern, der überwiegend postmenopausale Frauen betrifft.
- Endometriumpolypen: Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, die zu unregelmäßigen Blutungen führen können.
Diagnostik
Zur Untersuchung des Endometriums stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:
- Transvaginale Sonografie: Ultraschalluntersuchung zur Messung der Endometriumdicke.
- Hysteroskopie: Direkte Betrachtung der Gebärmutterhöhle mit einem Endoskop.
- Endometriumbiopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung.
- Kürettage: Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken.
Quellen
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. De Gruyter, Berlin 2020.
- Siegenthaler W. (Hrsg.): Klinische Pathophysiologie. 9. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006.
- World Health Organization (WHO): Female Reproductive Health. WHO Press, Genf 2022. Verfügbar unter: https://www.who.int
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