Eosinophile – Funktion, Werte und Erkrankungen
Eosinophile sind weiße Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielen. Sie sind besonders bei allergischen Erkrankungen und Parasiteninfektionen aktiv.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "eosinophile"
Eosinophile sind weiße Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielen. Sie sind besonders bei allergischen Erkrankungen und Parasiteninfektionen aktiv.
Was sind Eosinophile?
Eosinophile (auch: eosinophile Granulozyten) sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie gehören zur Gruppe der Granulozyten und machen beim gesunden Erwachsenen etwa 1–4 % aller Leukozyten im Blut aus. Ihren Namen verdanken sie ihrer Eigenschaft, den roten Farbstoff Eosin bei der mikroskopischen Untersuchung aufzunehmen, was sie unter dem Mikroskop deutlich sichtbar macht.
Funktion und Wirkmechanismus
Eosinophile sind ein zentraler Bestandteil des angeborenen Immunsystems. Sie erfüllen mehrere wichtige Aufgaben:
- Abwehr von Parasiten: Eosinophile sind besonders effektiv bei der Bekämpfung von Wurminfektionen und anderen Parasiteninfektionen.
- Allergische Reaktionen: Bei allergischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale, Heuschnupfen oder atopischer Dermatitis sind Eosinophile maßgeblich an Entzündungsreaktionen beteiligt.
- Freisetzung von Entzündungsmediatoren: Sie setzen zytotoxische Proteine, Zytokine und Enzyme frei, die Krankheitserreger abtöten, aber auch körpereigenes Gewebe schädigen können.
- Regulierung von Immunreaktionen: Sie kommunizieren mit anderen Immunzellen und helfen, Immunantworten zu modulieren.
Erhöhte Eosinophilenwerte (Eosinophilie)
Eine erhöhte Anzahl von Eosinophilen im Blut wird als Eosinophilie bezeichnet. Je nach Schweregrad unterscheidet man:
- Leichte Eosinophilie: 500–1.500 Zellen pro Mikroliter Blut
- Moderate Eosinophilie: 1.500–5.000 Zellen pro Mikroliter Blut
- Schwere Eosinophilie (Hypereosinophilie): mehr als 5.000 Zellen pro Mikroliter Blut
Häufige Ursachen einer Eosinophilie sind:
- Allergische Erkrankungen (z. B. Asthma, Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien)
- Parasiteninfektionen (z. B. Spulwürmer, Hakenwürmer)
- Autoimmunerkrankungen
- Bestimmte Medikamente (z. B. Antibiotika, nichtsteroidale Antirheumatika)
- Maligne Erkrankungen (z. B. Lymphome, eosinophile Leukämie)
- Entzündliche Darmerkrankungen
Erniedrigte Eosinophilenwerte (Eosinopenie)
Eine erniedrigte Zahl an Eosinophilen wird als Eosinopenie bezeichnet. Sie tritt häufig auf bei:
- Akuten Infektionen (z. B. Sepsis)
- Stress und erhöhten Kortisolspiegeln
- Einnahme von Kortikosteroiden
Diagnose
Eosinophile werden im Rahmen eines großen Blutbildes bestimmt. Dabei wird die Anzahl und der prozentuale Anteil der verschiedenen Leukozyten erfasst. Ein erhöhter oder erniedrigter Wert ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Hinweis auf eine zugrundeliegende Erkrankung, die weiter abgeklärt werden sollte. Bei Verdacht auf Hypereosinophilie oder organische Beteiligung können weitere Untersuchungen wie Knochenmarkspunktion, bildgebende Verfahren oder Organbiopsien erforderlich sein.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich stets nach der zugrundeliegenden Ursache:
- Allergien: Antihistaminika, Kortikosteroide, Allergen-Immuntherapie
- Parasiteninfektionen: Antiparasitäre Medikamente (z. B. Mebendazol, Albendazol)
- Hypereosinophiles Syndrom: Kortikosteroide, Imatinib (bei bestimmten genetischen Mutationen), monoklonale Antikörper wie Mepolizumab
- Medikamenteninduzierte Eosinophilie: Absetzen des auslösenden Medikaments
Quellen
- Klion, A. D. (2015). Eosinophilia: a pragmatic approach to diagnosis and treatment. In: Hematology - American Society of Hematology Education Program, 2015(1), 92–97.
- Rothenberg, M. E. (1998). Eosinophilia. In: New England Journal of Medicine, 338(22), 1592–1600.
- Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): Leitlinien zu allergischen Erkrankungen. Verfügbar unter: www.dgaki.de
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieSehnenentzündung Hand
Symptome Herzinfarkt
Erektionsstörung
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: eosinophile + Eosinophiler + Eosinophile Granulozyten + Eosinophilie