Einjähriger Beifuß Nebenwirkungen | Artemisia annua
Einjähriger Beifuß (Artemisia annua) kann Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und allergische Reaktionen auslösen. Erfahren Sie, was zu beachten ist.
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Einjähriger Beifuß (Artemisia annua) kann Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und allergische Reaktionen auslösen. Erfahren Sie, was zu beachten ist.
Was ist einjähriger Beifuß (Artemisia annua)?
Einjähriger Beifuß (lateinisch: Artemisia annua) ist eine Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die ursprünglich aus Asien stammt. Sie ist vor allem bekannt durch ihren Wirkstoff Artemisinin, der in der modernen Medizin zur Behandlung von Malaria eingesetzt wird. Darüber hinaus wird die Pflanze in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrhunderten verwendet und erfreut sich in Europa wachsender Beliebtheit als Nahrungsergänzungsmittel oder Tee.
Nebenwirkungen von einjährigem Beifuß
Obwohl einjähriger Beifuß als Heilpflanze gilt, ist er nicht frei von Nebenwirkungen. Diese können je nach Anwendungsform (Tee, Extrakt, Kapseln), Dosierung und individueller Empfindlichkeit variieren.
Häufige Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit sind die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen.
- Schwindel und Kopfschmerzen: Vor allem bei höheren Dosierungen können Schwindel, Benommenheit und Kopfschmerzen auftreten.
- Herzrhythmusstörungen: Artemisinin und seine Derivate können in seltenen Fällen die Herzfrequenz beeinflussen und Herzrhythmusstörungen verursachen.
- Leberwerte: Eine längere oder hochdosierte Einnahme kann die Leberwerte erhöhen und in seltenen Fällen zu einer Leberschädigung führen.
Allergische Reaktionen
Da Artemisia annua zur Familie der Korbblütler gehört, besteht bei Personen mit einer bekannten Korbblütlerallergie (z. B. Allergie auf Kamille, Ringelblume oder Ragweed) ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen. Diese können sich äußern als:
- Hautausschlag, Rötung oder Juckreiz
- Nesselsucht (Urtikaria)
- Asthmaanfälle oder Atemnot
- In sehr seltenen Fällen: anaphylaktischer Schock
Neurologische Nebenwirkungen
Bei hochdosierten Präparaten oder Langzeitanwendung wurden in Einzelfällen neurologische Symptome wie Tinnitus (Ohrgeräusche), Gleichgewichtsstörungen und in sehr seltenen Fällen neurotoxische Effekte beschrieben.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Einjähriger Beifuß kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren:
- Blutverdünner (z. B. Warfarin): Artemisia annua kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärken und das Blutungsrisiko erhöhen.
- Immunsuppressiva: Mögliche Beeinträchtigung der Wirksamkeit immunsuppressiver Therapien.
- Antimalariamedikamente: Bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Antimalariamitteln ist Vorsicht geboten.
- CYP450-Enzyme: Artemisinin beeinflusst bestimmte Leberenzyme (CYP450), wodurch der Abbau anderer Medikamente verändert werden kann.
Risikogruppen und Gegenanzeigen
Für bestimmte Personengruppen ist die Einnahme von einjährigem Beifuß besonders kritisch zu bewerten:
- Schwangere und Stillende: Die Einnahme wird nicht empfohlen, da Artemisinin embryotoxische Eigenschaften haben kann und in die Muttermilch übergeht.
- Kinder und Jugendliche: Für Kinder unter 12 Jahren ist die Sicherheit nicht ausreichend belegt.
- Personen mit Lebererkrankungen: Erhöhtes Risiko für lebertoxische Effekte.
- Personen mit Herzerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen: Wegen möglicher kardiovaskulärer Nebenwirkungen.
- Personen mit Korbblütlerallergie: Erhöhtes Allergierisiko.
Wichtige Hinweise zur Anwendung
Einjähriger Beifuß sollte grundsätzlich nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin eingenommen werden. Selbstmedikation, insbesondere mit hochdosierten Extrakten oder Kapseln, birgt erhebliche Risiken. Folgende Punkte sind zu beachten:
- Keine eigenständige Behandlung von ernsthaften Erkrankungen wie Malaria oder Krebs ohne ärztliche Begleitung.
- Auf die Qualität und Herkunft von Produkten achten, da der Artemisinin-Gehalt stark variieren kann.
- Die empfohlene Dosierung nicht überschreiten.
- Bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen die Einnahme sofort einstellen und ärztlichen Rat einholen.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Guidelines for the Treatment of Malaria, 3. Auflage, Genf 2015. Verfügbar unter: https://www.who.int/malaria
- European Medicines Agency (EMA): Assessment Report on Artemisia annua L., herba, EMA/HMPC/456092/2016, London 2018.
- Efferth T. et al.: Toxicity of the antimalarial artemisinin and its dervatives. Progress in Drug Research, 2007; 64:385-422. PubMed PMID: 17195490.
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