Eiweißkörper (Proteine) – Funktion, Bedarf und Quellen
Eiweißkörper (Proteine) sind lebenswichtige Makromoleküle, die im Körper zahlreiche Funktionen erfüllen – von Gewebeaufbau bis zur Immunabwehr.
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Eiweißkörper (Proteine) sind lebenswichtige Makromoleküle, die im Körper zahlreiche Funktionen erfüllen – von Gewebeaufbau bis zur Immunabwehr.
Was sind Eiweißkörper?
Eiweißkörper, auch als Proteine bekannt, sind komplexe biologische Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Sie gehören neben Kohlenhydraten und Fetten zu den drei grundlegenden Makronährstoffen und sind für nahezu alle Lebensprozesse im menschlichen Organismus unverzichtbar. Die menschliche Zelle enthält Tausende verschiedener Proteine, die jeweils spezifische Aufgaben übernehmen.
Aufbau und Struktur
Proteine bestehen aus langen Ketten von Aminosäuren, die durch sogenannte Peptidbindungen miteinander verknüpft sind. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren, von denen 9 als essenziell gelten – das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen. Die räumliche Faltung der Aminosäurekette bestimmt die Funktion des jeweiligen Proteins.
Funktionen im menschlichen Körper
- Strukturfunktion: Proteine wie Kollagen und Keratin bilden das Gerüst von Haut, Knochen, Haaren und Nägeln.
- Enzymatische Funktion: Enzyme sind Proteine, die biochemische Reaktionen im Stoffwechsel katalysieren und beschleunigen.
- Transportfunktion: Hämoglobin transportiert Sauerstoff im Blut; andere Proteine befördern Hormone und Nährstoffe.
- Immunfunktion: Antikörper sind Proteine, die Krankheitserreger erkennen und bekämpfen.
- Regulatorische Funktion: Hormonproteine wie Insulin regulieren den Blutzuckerspiegel und andere Stoffwechselprozesse.
- Energielieferant: Bei Bedarf kann der Körper Proteine zur Energiegewinnung heranziehen (1 g Protein liefert etwa 4 kcal).
Nahrungsquellen
Eiweißkörper kommen sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders proteinreich sind:
- Tierische Quellen: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte (enthalten alle essenziellen Aminosäuren in hoher Konzentration)
- Pflanzliche Quellen: Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen), Tofu, Tempeh, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte
Die biologische Wertigkeit eines Proteins gibt an, wie effizient der Körper es in körpereigenes Eiweiß umwandeln kann. Ei-Eiweiß gilt als Referenzwert (biologische Wertigkeit = 100).
Empfohlene Zufuhr
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für gesunde Erwachsene eine tägliche Proteinzufuhr von etwa 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht. Der Bedarf kann bei Schwangeren, Stillenden, Sportlern, älteren Menschen und Personen in der Rekonvaleszenz deutlich höher liegen.
Mangelzustände
Ein Proteinmangel kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen, darunter Muskelschwund, Immunschwäche, verzögerte Wundheilung, Haarausfall und Ödeme (Wassereinlagerungen). In Entwicklungsländern ist die schwere Form des Proteinmangels, Kwashiorkor, ein ernstes gesundheitliches Problem.
Überschuss und Risiken
Eine dauerhaft sehr hohe Proteinzufuhr kann die Nieren belasten, insbesondere bei vorbestehenden Nierenerkrankungen. Bei gesunden Menschen wird überschüssiges Protein verstoffwechselt und als Energie genutzt oder in Fett umgewandelt. Eine ausgewogene Zufuhr im Rahmen einer gesunden Ernährung ist daher empfehlenswert.
Klinische Bedeutung
Eiweißkörper spielen in der Medizin eine zentrale Rolle. Spezifische Proteine wie C-reaktives Protein (CRP) oder Albumin dienen als wichtige Labormarker zur Diagnose von Entzündungen, Mangelernährung und verschiedenen Erkrankungen. Viele Medikamente, darunter Insulinpräparate und monoklonale Antikörper, sind selbst Proteine.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Protein. 2. Auflage, Bonn 2019.
- Berg JM, Tymoczko JL, Stryer L: Stryer Biochemie. 8. Auflage, Springer Spektrum, Berlin 2018.
- World Health Organization (WHO): Protein and amino acid requirements in human nutrition. WHO Technical Report Series 935, Genf 2007.
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