Einschlafmittel: Arten, Wirkung & Tipps
Einschlafmittel sind Substanzen oder Medikamente, die dabei helfen, schneller einzuschlafen. Sie werden bei Schlafstörungen eingesetzt und sind rezeptfrei oder verschreibungspflichtig erhältlich.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Einschlafmittel"
Einschlafmittel sind Substanzen oder Medikamente, die dabei helfen, schneller einzuschlafen. Sie werden bei Schlafstörungen eingesetzt und sind rezeptfrei oder verschreibungspflichtig erhältlich.
Was sind Einschlafmittel?
Einschlafmittel sind Substanzen, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente, die den Einschlafprozess erleichtern. Sie kommen zum Einsatz, wenn Menschen Schwierigkeiten haben, abends zur Ruhe zu kommen oder über einen längeren Zeitraum an Einschlafstörungen leiden. Einschlafmittel sind entweder rezeptfrei in Apotheken erhältlich oder werden vom Arzt verschrieben.
Arten von Einschlafmitteln
Pflanzliche Einschlafmittel
Pflanzliche Präparate gelten als sanfte Einschlafhilfen und sind besonders beliebt bei leichten Schlafproblemen. Zu den bekanntesten zählen:
- Baldrian (Valeriana officinalis): Wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann die Einschlafzeit verkürzen.
- Melatonin: Das körpereigene Schlafhormon ist als niedrig dosiertes Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
- Hopfen, Passionsblume und Lavendel: Werden häufig in Kombination mit Baldrian verwendet und haben entspannende Eigenschaften.
Rezeptfreie Einschlafmittel
In der Apotheke sind verschiedene rezeptfreie Einschlafmittel erhältlich, darunter niedrig dosierte Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Doxylamin. Diese dämpfen das zentrale Nervensystem und fördern Schläfrigkeit. Sie sind jedoch nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet, da sich schnell eine Gewöhnung entwickeln kann.
Verschreibungspflichtige Schlafmittel
Bei schweren oder anhaltenden Schlafstörungen können Ärzte stärkere Medikamente verschreiben, zum Beispiel:
- Benzodiazepine (z. B. Lorazepam, Temazepam): Wirken angstlösend und schlaffördernd, besitzen jedoch ein hohes Abhängigkeitspotenzial.
- Z-Substanzen (z. B. Zolpidem, Zopiclon): Neuere Schlafmittel mit ähnlichem Wirkprinzip wie Benzodiazepine, ebenfalls mit Abhängigkeitsrisiko.
- Antidepressiva (z. B. Mirtazapin, Trimipramin): Werden in niedriger Dosierung zur Schlafförderung eingesetzt, wenn Schlafstörungen mit psychischen Erkrankungen verbunden sind.
- Melatonin-Rezeptoragonisten (z. B. Ramelteon): Ahmen die Wirkung des körpereigenen Melatonins nach und eignen sich besonders bei Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus.
Wirkmechanismus
Je nach Wirkstoffklasse greifen Einschlafmittel auf unterschiedliche Weise in das Nervensystem ein. Benzodiazepine und Z-Substanzen verstärken die Wirkung des hemmenden Neurotransmitters GABA im Gehirn, was zu einer beruhigenden und schlafinduzierten Wirkung führt. Antihistaminika blockieren Histaminrezeptoren, was Schläfrigkeit auslöst. Melatonin beeinflusst die innere Uhr und signalisiert dem Körper, dass es Zeit ist zu schlafen.
Anwendung und Dosierung
Einschlafmittel sollten stets nach den Angaben des Herstellers oder des behandelnden Arztes eingenommen werden. Wichtige Hinweise zur Anwendung:
- Einnahme kurz vor dem Zubettgehen, in der Regel 30 bis 60 Minuten vorher.
- Pflanzliche Mittel und Melatonin sind in der Regel für den längeren Gebrauch geeignet.
- Chemische Schlafmittel (Benzodiazepine, Z-Substanzen) sollten nicht länger als 2 bis 4 Wochen eingenommen werden.
- Kein Alkohol während der Einnahme von Schlafmitteln, da dies die dämpfende Wirkung verstärkt.
Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen variieren je nach Wirkstoffklasse. Häufige unerwünschte Wirkungen sind:
- Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme am nächsten Tag (sogenannter Hang-over-Effekt)
- Schwindel und Koordinationsstörungen
- Gedächtnisprobleme bei längerem Gebrauch
- Abhängigkeit und Toleranzentwicklung bei chemischen Schlafmitteln
- Mundtrockenheit bei Antihistaminika
Wann zum Arzt?
Kurzfristige Schlafprobleme, etwa durch Stress oder Zeitzonenwechsel, lassen sich oft mit rezeptfreien Mitteln oder pflanzlichen Präparaten überbrücken. Bei anhaltenden Schlafstörungen über mehr als vier Wochen sollte jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Chronische Schlafstörungen (Insomnie) können auf ernsthafte gesundheitliche Grunderkrankungen hinweisen und sollten fachärztlich abgeklärt werden. Die Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) gilt laut aktuellen Leitlinien als wirksamste Langzeitbehandlung.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) - S3-Leitlinie Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen (2017, aktualisiert 2023). Verfügbar unter: https://www.dgsm.de
- Riemann D. et al. - European guideline for the diagnosis and treatment of insomnia. Journal of Sleep Research, 26(6), 675-700 (2017).
- World Health Organization (WHO) - Mental health and sleep disorders. Verfügbar unter: https://www.who.int
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieSpinozerebellär
Prophage
Arterienverschluss
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Einschlafmittel + Einschlafmittel + Einschlafhilfe