Ergogene Substanz – Definition und Wirkung
Ergogene Substanzen sind Mittel, die die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit steigern sollen. Sie werden im Sport, der Medizin und der Ernährung eingesetzt.
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Ergogene Substanzen sind Mittel, die die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit steigern sollen. Sie werden im Sport, der Medizin und der Ernährung eingesetzt.
Was ist eine ergogene Substanz?
Der Begriff ergogene Substanz (von griechisch ergon = Arbeit und gennan = erzeugen) bezeichnet jede Substanz, Methode oder Maßnahme, die darauf abzielt, die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, die Ermüdung zu verzögern oder die Erholung nach Belastung zu verbessern. Ergogene Substanzen werden vor allem im Leistungs- und Breitensport, aber auch in der medizinischen Therapie und der Sporternährung eingesetzt.
Klassifikation ergogener Substanzen
Ergogene Substanzen lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen:
- Nutritive Ergogenika: Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel wie Kreatin, Koffein, Beta-Alanin, Proteinpräparate und Kohlenhydrate.
- Pharmakologische Ergogenika: Wirkstoffe wie Anabolika, Erythropoetin (EPO) oder Stimulanzien, die in vielen Sportverbänden als Doping gelten.
- Physiologische Ergogenika: Methoden wie Höhentraining oder Blutdoping, die physiologische Anpassungen fördern.
- Mechanische/technologische Ergogenika: Hilfsmittel wie spezielle Sportausrüstung oder Kompressionsbekleidung.
- Psychologische Ergogenika: Techniken wie Visualisierung, Motivation und mentales Training.
Wirkmechanismen
Der leistungssteigernde Effekt ergogener Substanzen beruht auf unterschiedlichen Mechanismen:
- Energiebereitstellung: Substanzen wie Kreatin erhöhen die Verfügbarkeit von Adenosintriphosphat (ATP), dem primären Energieträger der Muskelzelle.
- Sauerstofftransport: EPO stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen und verbessert so den Sauerstofftransport zu den Muskeln.
- Pufferung von Laktat: Beta-Alanin erhöht den Gehalt an Carnosin im Muskel, das als Puffer gegen die Ansammlung von Milchsäure wirkt.
- Zentralnervöse Stimulation: Koffein blockiert Adenosinrezeptoren im Gehirn und reduziert dadurch das Ermüdungsgefühl.
- Proteinsynthese: Anabole Substanzen fördern den Muskelaufbau durch gesteigerte Proteinsynthese.
Häufig verwendete ergogene Substanzen
Kreatin
Kreatin ist eines der am besten erforschten Ergogenika. Es unterstützt die schnelle Wiederherstellung von ATP in der Muskelzelle und verbessert die Leistung bei kurzen, intensiven Belastungen wie Sprints oder Krafttraining. Die Wirksamkeit ist durch zahlreiche Studien belegt.
Koffein
Koffein ist ein weltweit verbreitetes Stimulans, das nachweislich Ausdauer und Konzentration verbessert. Es ist in Kaffee, Tee und vielen Sportgetränken enthalten. Die empfohlene leistungssteigernde Dosis liegt laut Forschungsstand bei etwa 3-6 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
Beta-Alanin
Beta-Alanin ist eine Aminosäure, die die Carnosin-Konzentration im Muskel erhöht und so die Ausdauerleistung bei intensiven Belastungen verbessern kann. Ein typisches Nebenwirkungsphänomen ist das sogenannte Kribbeln (Parästhesie) auf der Haut.
Proteine und Aminosäuren
Eine ausreichende Proteinzufuhr sowie spezifische Aminosäuren wie verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs) unterstützen den Muskelaufbau und die Regeneration nach dem Training.
Legale und illegale Ergogenika
Nicht alle ergogenen Substanzen sind im Sport erlaubt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht jährlich eine Liste verbotener Substanzen und Methoden. Dazu zählen unter anderem anabole Steroide, EPO, Wachstumshormon und Blutdoping. Die Verwendung verbotener Ergogenika kann zu Wettkampfsperren und gesundheitlichen Langzeitschäden führen.
Sicherheit und Risiken
Auch legale ergogene Substanzen können Risiken bergen. Bei übermäßiger Einnahme von Koffein können Herzrasen, Schlafstörungen und Angstzustände auftreten. Anabole Steroide können schwerwiegende hormonelle und kardiovaskuläre Schäden verursachen. Vor der Anwendung ergogener Substanzen sollte stets eine ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Beratung erfolgen.
Quellen
- Leutholtz, B. C. & Ripoll, I. (2011): Exercise and Disease Management. CRC Press.
- Maughan, R. J. et al. (2018): IOC Consensus Statement: Dietary Supplements and the High-Performance Athlete. British Journal of Sports Medicine, 52(7), 439-455.
- Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA): Prohibited List 2024. Verfügbar unter: https://www.wada-ama.org
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