Eisprungkalender: Fruchtbare Tage berechnen
Der Eisprungkalender hilft Frauen, ihren Zyklus zu verfolgen und den fruchtbaren Zeitraum zu ermitteln. Er wird zur Familienplanung und zur natuerlichen Verhuetung genutzt.
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Der Eisprungkalender hilft Frauen, ihren Zyklus zu verfolgen und den fruchtbaren Zeitraum zu ermitteln. Er wird zur Familienplanung und zur natuerlichen Verhuetung genutzt.
Was ist ein Eisprungkalender?
Ein Eisprungkalender ist ein Hilfsmittel zur Bestimmung des Eisprungs (Ovulation) und der fruchtbaren Tage im weiblichen Zyklus. Er basiert auf der Beobachtung und Aufzeichnung des Menstruationszyklus, um den Zeitpunkt des Eisprungs moeglichst genau vorherzusagen. Der Eisprungkalender wird sowohl zur Familienplanung – also zum gezielten Erhoehen der Schwangerschaftschancen – als auch zur natuerlichen Verhuetung (Methode der natuerlichen Familienplanung, NFP) eingesetzt.
Wie funktioniert der Eisprungkalender?
Der weibliche Zyklus dauert durchschnittlich 28 Tage, kann aber je nach Frau zwischen 21 und 35 Tagen variieren. Der Eisprung findet in der Regel etwa 14 Tage vor der naechsten Periode statt. Ein Eisprungkalender hilft dabei, diesen Zeitpunkt anhand der Zykluslaenge zu berechnen.
Berechnung der fruchtbaren Tage
Um die fruchtbaren Tage zu ermitteln, werden folgende Schritte empfohlen:
- Aufzeichnung der Zykluslaenge ueber mindestens 6 Monate
- Bestimmung des kuerzesten und laengsten Zyklus
- Berechnung des Eisprungs (Zykluslaenge minus 14 Tage)
- Beruecksichtigung der Lebensdauer von Eizelle (ca. 12-24 Stunden) und Spermien (bis zu 5 Tage)
Die fruchtbaren Tage umfassen in der Regel den Zeitraum von etwa 5 Tagen vor dem Eisprung bis 1-2 Tage danach, da Spermien im weiblichen Koerper mehrere Tage ueberleben koennen.
Methoden zur Eisprungbestimmung
Neben dem reinen Kalender gibt es ergaenzende Methoden, die die Genauigkeit der Eisprungbestimmung verbessern:
- Basaltemperaturmessung: Nach dem Eisprung steigt die Koerpertemperatur um etwa 0,2-0,5 Grad Celsius an. Durch taegliches Messen der Temperatur direkt nach dem Aufwachen kann der Eisprung rueckwirkend bestimmt werden.
- Zervixschleim-Beobachtung: Um den Eisprung herum veraendert sich der Zervixschleim: Er wird klarer, glitschiger und fadenziehend (vergleichbar mit rohem Eiklar).
- Ovulationstests: Diese Tests messen den Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) im Urin, das kurz vor dem Eisprung ansteigt.
- Ultraschall: Eine medizinisch genaue Methode, bei der die Reifung des Follikels (Eiblaeschen) beobachtet wird.
Anwendung und Zuverlaessigkeit
Der Eisprungkalender ist eine einfache und kostenguenstige Methode, hat aber Einschraenkungen. Bei unregelmaessigen Zyklen ist die Vorhersage des Eisprungs weniger zuverlaessig. Als alleinige Verhuetungsmethode ist er daher nicht sehr sicher – der Pearl-Index (Masszahl fuer die Verhuetungssicherheit) liegt bei der Kalender-Methode allein bei etwa 9, was bedeutet, dass von 100 Frauen, die diese Methode ein Jahr lang anwenden, etwa 9 ungewollt schwanger werden.
In Kombination mit der Basaltemperaturmessung und der Zervixschleim-Beobachtung (sogenannte Symptothermale Methode) steigt die Zuverlaessigkeit deutlich an.
Eisprungkalender und digitale Hilfsmittel
Heute stehen zahlreiche Apps und digitale Eisprungkalender zur Verfuegung, die die Zyklusdaten automatisch auswerten und den voraussichtlichen Eisprung sowie die fruchtbaren Tage anzeigen. Diese Apps koennen die Eingabe von Zusatzdaten wie Temperatur oder Zervixschleim ermoeglichen und dadurch genauere Vorhersagen treffen. Bekannte Beispiele sind Apps wie Clue, Ovy oder Natural Cycles.
Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?
Wenn eine Schwangerschaft trotz gezielter Versuche ueber laengere Zeit (mehr als 12 Monate bei Frauen unter 35 Jahren, mehr als 6 Monate ab 35 Jahren) nicht eintritt, sollte ein Arzt oder eine Aerztin aufgesucht werden. Auch bei sehr unregelmaessigen Zyklen oder ausbleibendem Eisprung (Anovulation) ist eine medizinische Abklaerung empfehlenswert.
Quellen
- Bundeszentrale fuer gesundheitliche Aufklaerung (BZgA): Verhuetungsmethoden und Familienplanung. www.bzga.de (abgerufen 2024)
- Freundl G., Frank-Herrmann P., Sottong U.: Natuerliche Familienplanung heute. Springer Verlag, 5. Auflage, 2018.
- World Health Organization (WHO): Medical Eligibility Criteria for Contraceptive Use. 5th Edition, WHO Press, Genf, 2015.
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