E1404 Oxidierte Stärke – Zusatzstoff erklärt
E1404 ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff, bekannt als Oxidierte Stärke. Er wird als Verdickungsmittel und Stabilisator in Lebensmitteln eingesetzt.
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E1404 ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff, bekannt als Oxidierte Stärke. Er wird als Verdickungsmittel und Stabilisator in Lebensmitteln eingesetzt.
Was ist E1404 (Oxidierte Stärke)?
E1404 bezeichnet Oxidierte Stärke, einen chemisch modifizierten Lebensmittelzusatzstoff aus der Gruppe der modifizierten Stärken. Natürliche Stärke, gewonnen aus pflanzlichen Quellen wie Mais, Weizen, Kartoffeln oder Reis, wird durch eine kontrollierte Oxidation mit Natriumhypochlorit (Bleichmittel) chemisch verändert. Durch diesen Prozess erhält die Stärke verbesserte technologische Eigenschaften, die sie für die Lebensmittelindustrie besonders wertvoll machen. In der Europäischen Union ist E1404 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und durch die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 geregelt.
Herstellung und chemische Eigenschaften
Bei der Herstellung von Oxidierter Stärke werden die Hydroxylgruppen der Stärkemoleküle durch Oxidation in Carbonyl- und Carboxylgruppen umgewandelt. Dies führt zu einer Schwächung der Bindungen zwischen den Stärkepolymeren. Die wichtigsten technologischen Eigenschaften von E1404 umfassen:
- Geringere Viskosität: Oxidierte Stärke bildet dünnflüssigere Gele als native Stärke.
- Verbesserte Klarheit: Lösungen und Gele aus E1404 sind transparenter.
- Reduzierte Retrogradation: E1404 neigt weniger dazu, beim Abkühlen zu verklumpen oder auszuflocken (Retrogradation).
- Bessere Filmbildung: E1404 eignet sich gut zur Bildung dünner, gleichmäßiger Schutzfilme.
- Erhöhte Stabilität: Verbesserte Stabilität gegenüber Einfrieren und Auftauen sowie Hitzeeinwirkung.
Verwendung in Lebensmitteln
E1404 wird als Verdickungsmittel, Stabilisator, Emulgator und Füllstoff in einer Vielzahl von Lebensmitteln eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:
- Backwaren (z. B. Brot, Kuchen, Kekse) zur Verbesserung von Textur und Haltbarkeit
- Milchprodukte und Desserts (z. B. Pudding, Joghurt, Eiscreme)
- Soßen, Suppen und Dressings als Verdickungsmittel
- Feinkost und Fertiggerichte zur Texturstabilisierung
- Süßwaren und Füllungen
- Panierungen und Beschichtungen für Fleisch- und Fischprodukte
In der EU gilt für E1404 in den meisten Lebensmittelkategorien das Prinzip quantum satis, das heißt, es darf so viel eingesetzt werden, wie technologisch notwendig ist, ohne eine festgelegte Höchstmenge zu überschreiten.
Sicherheit und Bewertung
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat E1404 bewertet und als sicher für den menschlichen Verzehr eingestuft, sofern es gemäß den geltenden Vorschriften eingesetzt wird. Modifizierte Stärken wie E1404 werden im Verdauungstrakt ähnlich wie native Stärke abgebaut und resorbiert. Sie gelten allgemein als gut verträglich.
Für bestimmte empfindliche Bevölkerungsgruppen können folgende Punkte relevant sein:
- Allergien: Die Ausgangsrohstoffe (z. B. Weizen, Mais) können für Menschen mit entsprechenden Lebensmittelallergien relevant sein. Weizenbasierte Stärken können geringe Mengen Gluten enthalten.
- Magen-Darm-Empfindlichkeit: Bei sehr hohem Konsum kann es in Einzelfällen zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
- Kennzeichnungspflicht: In der EU muss E1404 auf der Zutatenliste angegeben werden, entweder als E-Nummer oder als Oxidierte Stärke.
Unterschied zu anderen modifizierten Stärken
E1404 gehört zur größeren Gruppe der modifizierten Stärken (E1400–E1451), die durch verschiedene physikalische, enzymatische oder chemische Verfahren hergestellt werden. Im Vergleich zu nativer Stärke bieten modifizierte Stärken wie E1404 deutlich stabilere und vorhersehbarere Eigenschaften in verarbeiteten Lebensmitteln. Im Vergleich zu anderen modifizierten Stärken zeichnet sich E1404 insbesondere durch seine gute Filmbildungseigenschaft und niedrige Viskosität aus.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of oxidised starch (E 1404) as a food additive. EFSA Journal, 2017.
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittelzusatzstoffe.
- BeMiller, J. N. & Whistler, R. L. (Hrsg.): Starch: Chemistry and Technology. 3. Auflage, Academic Press, 2009.
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