E1420 – Hydroxypropylstärke: Wirkung & Sicherheit
E1420 (Hydroxypropylstärke) ist ein chemisch modifizierter Lebensmittelzusatzstoff, der als Verdickungsmittel und Stabilisator in vielen verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird.
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E1420 (Hydroxypropylstärke) ist ein chemisch modifizierter Lebensmittelzusatzstoff, der als Verdickungsmittel und Stabilisator in vielen verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird.
Was ist E1420?
E1420, auch bekannt als Hydroxypropylstärke, ist ein modifizierter Stärkezusatzstoff, der durch die chemische Reaktion von nativer Stärke mit Propylenoxid hergestellt wird. Durch diese Modifikation erhält die Stärke verbesserte technologische Eigenschaften wie eine höhere Stabilität gegenüber Hitze, Säuren und Frost sowie eine gleichmäßigere Textur in Lebensmitteln. E1420 ist in der Europäischen Union als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und wird weltweit in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.
Herstellung und chemische Eigenschaften
Hydroxypropylstärke wird aus natürlichen Stärkequellen wie Mais, Kartoffeln, Weizen oder Tapioka gewonnen. In einem chemischen Verfahren werden Hydroxypropylgruppen an die Stärkemoleküle gebunden. Dies verhindert das sogenannte Retrogradieren (Verklumpen oder Eindicken beim Abkühlen) und macht die Stärke widerstandsfähiger gegenüber extremen Verarbeitungsbedingungen.
- Ausgangsmaterialien: Mais-, Kartoffel-, Weizen- oder Tapiokastärke
- Chemische Reaktion: Veresterung mit Propylenoxid
- Eigenschaften: Hohe Hitzestabilität, Säurebeständigkeit, Gefrierauftaustabilität
Verwendung in Lebensmitteln
E1420 wird in einer Vielzahl von verarbeiteten Lebensmitteln als Verdickungsmittel, Geliermittel und Stabilisator eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete umfassen:
- Soßen und Dressings
- Suppen und Fertiggerichte
- Backwaren und Desserts
- Milchprodukte und Puddings
- Tiefkühlprodukte
- Snacks und Knabbergebäck
In diesen Produkten sorgt E1420 für eine gleichmäßige Konsistenz, verhindert das Trennen von Zutaten und verbessert die Textur des Endprodukts.
Sicherheit und gesundheitliche Bewertung
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und andere internationale Lebensmittelsicherheitsbehörden haben E1420 als sicher für den Verzehr eingestuft. Die tägliche akzeptable Aufnahmemenge (ADI) gilt als nicht spezifiziert, was bedeutet, dass bei üblicher Verwendung in Lebensmitteln kein gesundheitliches Risiko besteht.
- E1420 wird im Körper ähnlich wie unverdauliche Stärke behandelt und kaum resorbiert.
- Es sind keine relevanten allergenen Eigenschaften bekannt.
- Bei Personen mit Glutenunverträglichkeit ist zu beachten, dass weizenstärkebasiertes E1420 Spuren von Gluten enthalten kann.
Kennzeichnung und Regulierung
Gemäß der EU-Lebensmittelzusatzstoffverordnung (EG) Nr. 1333/2008 muss E1420 auf der Zutatenliste von Lebensmitteln entweder unter seinem E-Nummer-Kürzel E1420 oder unter der Bezeichnung Hydroxypropylstärke angegeben werden. Die Verwendung ist auf bestimmte Lebensmittelkategorien und Höchstmengen beschränkt.
Unterschied zu anderen modifizierten Stärken
Im Vergleich zu nativer Stärke bietet E1420 deutlich verbesserte Verarbeitungseigenschaften. Es gibt verschiedene modifizierte Stärken (E1400–E1451), die sich in ihrer chemischen Modifikationsart und ihren Eigenschaften unterscheiden. E1420 gehört zur Gruppe der verätherten Stärken und zeichnet sich besonders durch seine Gefrierauftaustabilität aus.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of oxidised starch (E 1404), monostarch phosphate (E 1410), distarch phosphate (E 1412), phosphated distarch phosphate (E 1413), acetylated distarch phosphate (E 1414), acetylated starch (E 1420), acetylated distarch adipate (E 1422), hydroxypropyl starch (E 1440), hydroxypropyl distarch phosphate (E 1442), starch sodium octenyl succinate (E 1450), acetylated oxidised starch (E 1451) and starch aluminium octenyl succinate (E 1452) as food additives. EFSA Journal, 2017.
- Europäische Kommission: Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europäischen Union, 2008.
- BeMiller, J.N. & Whistler, R.L. (Hrsg.): Starch: Chemistry and Technology. 3. Auflage. Academic Press, 2009.
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