E221 Natriumsulfit – Konservierungsmittel
E221 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff-Code für Natriumsulfit, ein Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel, das in vielen Lebensmitteln eingesetzt wird, um Verfärbungen und Verderb zu verhindern.
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E221 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff-Code für Natriumsulfit, ein Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel, das in vielen Lebensmitteln eingesetzt wird, um Verfärbungen und Verderb zu verhindern.
Was ist E221 (Natriumsulfit)?
E221 bezeichnet Natriumsulfit (chemische Formel: Na₂SO₃), ein anorganisches Salz der schwefligen Säure. Als zugelassener Lebensmittelzusatzstoff in der Europäischen Union wird es hauptsächlich als Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der Sulfite (E220–E228) und schützt Lebensmittel vor oxidativem Verderb sowie vor dem Wachstum von Mikroorganismen.
Verwendung in Lebensmitteln
Natriumsulfit (E221) findet in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Getränken Anwendung. Typische Einsatzgebiete umfassen:
- Trockenfrüchte und getrocknetes Gemüse (z. B. getrocknete Aprikosen, Rosinen)
- Wein und andere alkoholische Getränke
- Fruchtsäfte und Fruchtsirupe
- Meeresfrüchte und Schalentiere (zur Verhinderung von Schwarzfleckenbildung)
- Kartoffelprodukte (z. B. Pommes frites, Kartoffelpüreepulver)
- Essig und eingelegte Lebensmittel
- Stärkeprodukte und Gelatine
Darüber hinaus findet Natriumsulfit industrielle Anwendung in der Papierherstellung, Fotografie und als Reduktionsmittel in der chemischen Industrie.
Wirkmechanismus
Natriumsulfit wirkt auf zwei wesentliche Arten:
- Antioxidativ: Es fängt reaktive Sauerstoffspezies ab und verhindert so die enzymatische und nicht-enzymatische Bräunung von Lebensmitteln (z. B. das Braunwerden von geschnittenem Obst).
- Antimikrobiell: In wässriger Lösung bildet Natriumsulfit schweflige Säure (H₂SO₃), die das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien hemmt und so die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängert.
Gesundheitliche Aspekte und Unverträglichkeiten
Für die Mehrheit der Bevölkerung gilt Natriumsulfit in den zugelassenen Mengen als unbedenklich. Allerdings können Sulfite bei empfindlichen Personen Reaktionen auslösen:
- Sulfit-Unverträglichkeit: Personen mit einer Sulfit-Sensitivität können Symptome wie Kopfschmerzen, Hautrötungen, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden entwickeln.
- Asthma: Bei Asthmapatientinnen und -patienten können Sulfite asthmatische Reaktionen (Bronchokonstriktion) auslösen. Schätzungsweise 3–10 % der Asthmabetroffenen sind sulfit-sensitiv.
- Allergische Reaktionen: In seltenen Fällen sind anaphylaktische Reaktionen möglich.
Aus diesem Grund schreibt die EU-Lebensmittelkennzeichnungsverordnung vor, dass Sulfite ab einer Konzentration von 10 mg/kg oder 10 mg/l im Endprodukt auf dem Etikett angegeben werden müssen (z. B. mit dem Hinweis Enthält Sulfit oder Enthält Schwefeldioxid).
Zulassung und gesetzliche Regelungen
In der Europäischen Union ist E221 gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Die zulässigen Höchstmengen variieren je nach Lebensmittelkategorie und sind in den Anhängen dieser Verordnung festgelegt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den akzeptablen täglichen Aufnahmewert (ADI) für Sulfite insgesamt auf 0,7 mg/kg Körpergewicht pro Tag festgesetzt (ausgedrückt als Schwefeldioxid).
Kennzeichnungspflicht
Lebensmittel, die Natriumsulfit (E221) enthalten, müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Da Sulfite zu den 14 Hauptallergenen laut EU-Recht zählen, muss ihre Anwesenheit im Zutatenverzeichnis deutlich hervorgehoben werden. Dies gilt auch für lose verkaufte Waren und Speisen in der Gastronomie.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of sulfur dioxide (E 220), sodium sulfite (E 221), sodium bisulfite (E 222) ... as food additives. EFSA Journal, 2016.
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Stellungnahme zu Sulfit-Unverträglichkeiten, BfR-Publikationen, Berlin.
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