E469 – Enzymatisch hydrolysierte CMC
E469 ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff – enzymatisch hydrolysierte Carboxymethylcellulose – der als Verdickungsmittel und Stabilisator in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird.
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E469 ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff – enzymatisch hydrolysierte Carboxymethylcellulose – der als Verdickungsmittel und Stabilisator in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird.
Was ist E469?
E469 bezeichnet die enzymatisch hydrolysierte Carboxymethylcellulose (auch: enzymatisch hydrolysierte CMC). Es handelt sich um einen synthetischen Lebensmittelzusatzstoff, der durch den enzymatischen Abbau von Carboxymethylcellulose (E466) gewonnen wird. Cellulose ist ein natürlich vorkommender Pflanzenfaserstoff; durch chemische Modifikation und anschließenden Enzymabbau entsteht ein wasserlösliches Polymer mit veränderten Eigenschaften. E469 ist in der Europäischen Union als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und wird hauptsächlich als Verdickungsmittel, Stabilisator und Emulgator verwendet.
Herstellung und chemische Eigenschaften
Die Herstellung von E469 erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird Cellulose – ein Strukturkohlenhydrat aus Pflanzenzellwänden – mit Chloressigsäure zu Carboxymethylcellulose (CMC, E466) umgesetzt. Im zweiten Schritt wird diese CMC gezielt durch spezifische Enzyme (Cellulasen) partiell hydrolysiert, also in kleinere Molekülketten gespalten. Das Ergebnis ist ein Polysaccharid mit niedrigerem Molekulargewicht, das sich in bestimmten Anwendungen besser eignet als unverändertes CMC.
Wesentliche Eigenschaften von E469:
- Gut wasserlöslich
- Farb- und geruchlos
- Bindet Wasser und erhöht die Viskosität von Lebensmitteln
- Stabilisiert Emulsionen und verhindert das Entmischen von Zutaten
- Hitzebeständig in einem weiten pH-Bereich
Verwendung in Lebensmitteln
E469 wird in einer Vielzahl verarbeiteter Lebensmittel eingesetzt, darunter:
- Backwaren: zur Verbesserung der Teigstruktur und Frischhaltung
- Milchprodukte und Desserts: als Stabilisator in Joghurt, Pudding und Eiscreme
- Saucen und Dressings: zur Verbesserung der Konsistenz
- Diätetische Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel: als Trägerstoff und Verdickungsmittel
- Getränke: zur Stabilisierung von Suspensionen
Sicherheit und gesundheitliche Bewertung
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat E469 als sicher bewertet. Da es sich um ein hochmolekulares Polymer handelt, wird es im menschlichen Verdauungstrakt nicht oder nur in sehr geringem Maße resorbiert und gilt daher als physiologisch weitgehend inert.
Für E469 ist in der EU kein spezifischer ADI-Wert (Acceptable Daily Intake, akzeptable tägliche Aufnahmemenge) festgelegt worden, da keine gesundheitlichen Bedenken bei normaler Nahrungsaufnahme bestehen. Die Verwendung unterliegt dem Quantum-satis-Prinzip, d. h. der Zusatzstoff darf nur in der für den technologischen Zweck notwendigen Menge eingesetzt werden.
Mögliche Unverträglichkeiten
In sehr seltenen Fällen können empfindliche Personen auf CMC-basierte Zusatzstoffe mit leichten Magen-Darm-Beschwerden reagieren, insbesondere bei sehr hoher Aufnahme. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Cellulosederivaten sollten entsprechende Produkte meiden. Für die allgemeine Bevölkerung gilt E469 jedoch als unbedenklich.
Kennzeichnung und Regulierung
In der EU ist E469 durch die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe geregelt. Lebensmittel, die diesen Stoff enthalten, müssen ihn im Zutatenverzeichnis entweder unter seinem E-Nummer-Code E469 oder unter dem vollständigen Namen Enzymatisch hydrolysierte Carboxymethylcellulose angeben.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of cellulose (E 460i), powdered cellulose (E 460ii), methyl cellulose (E 461), ethyl cellulose (E 462), hydroxypropyl cellulose (E 463), hydroxypropyl methyl cellulose (E 464), methyl ethyl cellulose (E 465), and sodium carboxy methyl cellulose (E 466) as food additives. EFSA Journal, 2023.
- Europaeische Kommission: Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europaeischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 ueber Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europaeischen Union.
- Burdock, G. A.: Fenaroli's Handbook of Flavor Ingredients. CRC Press, 6. Auflage, 2010.
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