E511 Magnesiumchlorid – Wirkung und Verwendung
E511 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff Magnesiumchlorid – ein Mineralstoff, der als Festigungsmittel und Trägerstoff in Lebensmitteln sowie als Magnesiumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wird.
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E511 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff Magnesiumchlorid – ein Mineralstoff, der als Festigungsmittel und Trägerstoff in Lebensmitteln sowie als Magnesiumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wird.
Was ist E511?
E511 ist die europäische Zulassungsnummer für Magnesiumchlorid (chemische Formel: MgCl₂), ein anorganisches Salz, das aus Magnesium und Chlor besteht. Es kommt natürlich im Meerwasser und in verschiedenen Mineralien vor und wird sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in der Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
Herkunft und Gewinnung
Magnesiumchlorid wird hauptsächlich aus Meerwasser oder Salzsolen durch Verdampfung und Kristallisation gewonnen. Es ist auch als Nebenprodukt der Kaliproduktion erhältlich. In der Lebensmittelindustrie wird es als Zusatzstoff mit der E-Nummer 511 gelistet und ist in der Europäischen Union zugelassen.
Verwendung in Lebensmitteln
Als Lebensmittelzusatzstoff E511 erfüllt Magnesiumchlorid mehrere technologische Funktionen:
- Festigungsmittel: Es wird verwendet, um die Textur von Lebensmitteln zu stabilisieren und zu festigen, zum Beispiel bei der Herstellung von Tofu, wo es als Koagulationsmittel (sogenanntes Nigari) wirkt und die Sojaproteine zum Gerinnen bringt.
- Trägerstoff: Es dient als Träger für andere Lebensmittelzusatzstoffe und Aromen.
- Magnesiumquelle: Es wird Lebensmitteln und Getränken als Mineralstoffquelle zugesetzt.
Bedeutung als Mineralstoff
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen erfüllt:
- Beteiligung an über 300 enzymatischen Reaktionen
- Unterstützung der normalen Muskelfunktion und Nervenfunktion
- Beitrag zur Aufrechterhaltung normaler Knochen und Zähne
- Regulierung des Energiestoffwechsels
- Unterstützung der Proteinsynthese
- Beitrag zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung
Magnesiumchlorid weist eine vergleichsweise hohe Bioverfügbarkeit auf, das heißt, es wird vom Körper gut aufgenommen. Daher wird es häufig in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.
Empfohlene Tagesdosis
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300–400 mg. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen tolerierbaren Wert für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln von 250 mg pro Tag festgelegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die Bedeutung einer ausreichenden Magnesiumversorgung für die allgemeine Gesundheit.
Sicherheit und Verträglichkeit
E511 gilt als sicherer Lebensmittelzusatzstoff und ist von der EFSA und anderen internationalen Behörden als unbedenklich eingestuft. In normalen Lebensmittelmengen gibt es keine bekannten Risiken. Bei sehr hoher Zufuhr von Magnesiumchlorid – insbesondere über Nahrungsergänzungsmittel – können jedoch folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Durchfall und weicher Stuhl
- Übelkeit und Magenbeschwerden
- Bei extrem hoher Dosierung: Hypermagnesiämie (zu hoher Magnesiumspiegel im Blut), was aber bei gesunden Nieren sehr selten ist
Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten bei der Einnahme von Magnesiumpräparaten besondere Vorsicht walten lassen und ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen
Magnesiumchlorid kann die Aufnahme bestimmter Medikamente beeinflussen, darunter:
- Tetracyclin-Antibiotika (verminderte Absorption)
- Bisphosphonate (z. B. bei Osteoporose)
- Bestimmte Diuretika
Es wird empfohlen, solche Medikamente zeitlich versetzt zu Magnesiumpräparaten einzunehmen.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of magnesium chloride (E511) as a food additive. EFSA Journal, 2018.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Magnesium. www.dge.de, 2021.
- World Health Organization (WHO): Calcium and Magnesium in Drinking Water: Public Health Significance. WHO Press, Geneva, 2009.
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