E967 Xylitol – Zuckeraustauschstoff erklärt
E967 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff-Code für Xylitol (Xylit), einen natürlichen Zuckeraustauschstoff mit zahnschützenden Eigenschaften und niedrigem glykämischen Index.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "E967"
E967 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff-Code für Xylitol (Xylit), einen natürlichen Zuckeraustauschstoff mit zahnschützenden Eigenschaften und niedrigem glykämischen Index.
Was ist E967 (Xylitol)?
E967 ist die offizielle EU-Kennzeichnung für Xylitol, auch bekannt als Xylit. Es handelt sich um einen natürlich vorkommenden Zuckeralkohol (Polyol), der in geringen Mengen in verschiedenen Früchten, Gemüsesorten und Baumrinden – insbesondere der Birke – vorkommt. Industriell wird Xylitol vor allem aus Xylanketten der Pflanzenfaser Hemicellulose gewonnen, häufig aus Birkenhackschnitzeln oder Maiskolbenresten.
Xylitol hat eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker (Saccharose), liefert jedoch mit etwa 2,4 kcal pro Gramm deutlich weniger Kalorien als Zucker (4 kcal/g). Es wird in der Lebensmittelindustrie als Süßungsmittel, Feuchthaltemittel und Geschmacksträger eingesetzt.
Verwendung in Lebensmitteln und Produkten
E967 wird häufig in folgenden Produkten verwendet:
- Zuckerfreie Kaugummis und Bonbons
- Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasta und Mundspülungen
- Diätetische Lebensmittel und Diabetiker-Produkte
- Backwaren und Süßspeisen für kalorienreduzierte Ernährung
- Nasensprays und Nasenspülungen
Wirkmechanismus und gesundheitliche Eigenschaften
Niedriger glykämischer Index
Xylitol hat einen glykämischen Index (GI) von etwa 7–13, verglichen mit einem GI von 65–70 bei Haushaltszucker. Das bedeutet, dass E967 den Blutzucker- und Insulinspiegel nur minimal beeinflusst. Aus diesem Grund ist Xylitol besonders für Menschen mit Diabetes mellitus oder Insulinresistenz als Zuckeralternative geeignet – jedoch immer in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin.
Zahngesundheit (Kariesschutz)
Einer der bekanntesten Vorteile von Xylitol ist seine kariesschützende Wirkung. Das Bakterium Streptococcus mutans, das maßgeblich zur Kariesentstehung beiträgt, kann Xylitol nicht verwerten. Dadurch wird die Bildung von Zahnplaque und Säuren gehemmt, die den Zahnschmelz angreifen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bestätigt, dass Xylitol zur Aufrechterhaltung der Zahnmineralisierung beiträgt, wenn es als Bestandteil von Kaugummis konsumiert wird.
Einfluss auf das Mikrobiom
Zuckeralkohole wie Xylitol werden im Dünndarm nur langsam und unvollständig absorbiert. Im Dickdarm dienen sie als Substrat für die Darmbakterien. In moderaten Mengen konsumiert kann Xylitol präbiotische Eigenschaften haben. Bei übermäßigem Verzehr kann es jedoch zu einer osmotischen Wirkung kommen, die Blähungen, Durchfall und Bauchkrämpfe verursacht.
Sicherheit und Verträglichkeit
Xylitol gilt gemäß der Europäischen Union als sicherer Lebensmittelzusatzstoff, wenn es in üblichen Mengen konsumiert wird. Es ist in der EU unter dem Code E967 ohne festgelegten ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) zugelassen, was bedeutet, dass bei normaler Verwendung keine Sicherheitsbedenken bestehen.
Wichtiger Hinweis: Xylitol ist für Hunde hochgiftig. Schon kleine Mengen können bei Hunden zu einem lebensbedrohlichen Blutzuckerabfall (Hypoglykämie) und Leberversagen führen. Produkte mit E967 müssen daher unbedingt sicher vor Hunden aufbewahrt werden.
Beim Menschen sind bei übermäßigem Verzehr (in der Regel mehr als 40–50 g pro Tag) folgende Beschwerden möglich:
- Blähungen und Flatulenz
- Durchfall
- Bauchkrämpfe
Regulatorischer Status in der EU
In der Europäischen Union ist E967 gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Es wird der Kategorie der Süßungsmittel sowie der Feuchthaltemittel zugeordnet. Produkte, die Xylitol enthalten, müssen auf der Zutatenliste entweder als E967 oder als Xylitol deklariert werden. Bei einem Gehalt über 10 % muss zusätzlich der Hinweis kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken auf der Verpackung stehen.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to xylitol and maintenance of tooth mineralisation. EFSA Journal, 2011.
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittelzusatzstoffe.
- Mäkinen KK: Gastrointestinal Disturbances Associated with the Consumption of Sugar Alcohols with Special Consideration of Xylitol. International Journal of Dentistry, 2016.
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieE473
E524
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: E967 + Xylitol + Xylit + Xylitol E967