Exzision – Bedeutung, Ablauf & Anwendung
Die Exzision ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Gewebe oder eine Läsion vollständig herausgeschnitten wird. Sie dient der Entfernung von Tumoren, Zysten oder erkranktem Gewebe.
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Die Exzision ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Gewebe oder eine Läsion vollständig herausgeschnitten wird. Sie dient der Entfernung von Tumoren, Zysten oder erkranktem Gewebe.
Was ist eine Exzision?
Eine Exzision (lateinisch: excisio, von excidere = herausschneiden) bezeichnet in der Medizin die vollständige operative Entfernung von Gewebe, einer Gewebsläsion, eines Tumors, einer Zyste oder eines anderen pathologischen Befunds aus dem Körper. Sie gehört zu den grundlegenden chirurgischen Techniken und wird in nahezu allen medizinischen Fachbereichen eingesetzt.
Im Gegensatz zur Inzision (dem bloßen Einschneiden) oder der Biopsie (der Entnahme einer Gewebeprobe) zielt die Exzision auf die vollständige Entfernung des betroffenen Gewebes ab, häufig einschließlich eines Sicherheitsabstands (sogenannter Resektionsrand).
Anwendungsgebiete
Exzisionen werden bei einer Vielzahl von medizinischen Indikationen durchgeführt. Typische Anwendungsgebiete umfassen:
- Hautläsionen: Entfernung von Muttermalen (Nävuszellnävi), Basalzellkarzinomen, Plattenepithelkarzinomen oder malignen Melanomen
- Gutartige Neubildungen: Zysten, Lipome, Fibrome oder Papillome
- Infektiöse oder entzündliche Herde: Abszesse, infizierte Zysten oder chronisch entzündetes Gewebe
- Onkologische Eingriffe: Operative Entfernung von Krebsgeschwülsten, oft in Kombination mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe
- Gynäkologie: Entfernung von Myomen, Zysten oder auffälligem Zervixgewebe (z. B. Konisation)
- Orthopädie und Chirurgie: Entfernung von Ganglien, Meniskusteilen oder nekrotischem Gewebe
Wie wird eine Exzision durchgeführt?
Der Ablauf einer Exzision richtet sich nach der Lokalisation, der Größe und der Art des zu entfernenden Gewebes. In der Regel folgt der Eingriff diesen Schritten:
- Vorbereitung: Desinfektion der Haut, ggf. Rasur und sterile Abdeckung des Operationsfelds
- Anästhesie: Je nach Eingriffsgröße lokale Betäubung, Regionalanästhesie oder Vollnarkose
- Schnittführung: Der Chirurg schneidet das Gewebe mit einem Skalpell, einem Elektrokauter oder einem Laser heraus, oft mit einem definierten Sicherheitsabstand
- Blutstillung: Koagulation (Elektrokauter) oder Ligaturen zur Unterbindung blutender Gefäße
- Wundverschluss: Naht, Klammerung oder bei kleineren Wunden Wundverschlussstreifen
- Histologische Untersuchung: Das entnommene Gewebe wird in der Regel zur feingeweblichen Analyse ins Pathologie-Labor eingesandt
Exzisionsbiopsie
Eine besondere Form ist die Exzisionsbiopsie: Hierbei wird eine Läsion vollständig entfernt und gleichzeitig histologisch untersucht. Sie vereint diagnostische und therapeutische Funktion in einem einzigen Eingriff und wird häufig bei verdächtigen Hauttumoren oder Lymphknoten eingesetzt.
Risiken und mögliche Komplikationen
Wie jeder operative Eingriff birgt auch die Exzision gewisse Risiken:
- Nachblutung oder Hämatom (Bluterguss)
- Wundinfektion
- Narbenbildung oder Keloide
- Nervenverletzungen bei tiefen Exzisionen
- Unvollständige Entfernung (positive Resektionsränder) mit möglicher Notwendigkeit einer Nachresektion
- Allergische Reaktionen auf Narkosemittel oder Nahtmaterial
Nachsorge
Nach einer Exzision sind regelmäßige Wundkontrollen wichtig. Je nach Eingriff und Befund können weitere Maßnahmen wie Strahlentherapie, Chemotherapie oder engmaschige Verlaufskontrollen notwendig sein. Das Ergebnis der histologischen Untersuchung bestimmt das weitere Vorgehen maßgeblich.
Quellen
- Breitbart, E. W. et al.: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des malignen Melanoms. Deutsche Krebsgesellschaft / AWMF, 2020.
- Townsend, C. M. et al.: Sabiston Textbook of Surgery, 21. Auflage, Elsevier, 2022.
- World Health Organization (WHO): Guide to Cancer Early Diagnosis. WHO, Genf, 2017. Verfügbar unter: https://www.who.int
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