E1411 – Distärkeglycerol: Zusatzstoff erklärt
E1411 (Distärkeglycerol) ist ein modifizierter Lebensmittelstärke-Zusatzstoff, der als Verdickungsmittel und Stabilisator in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird.
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E1411 (Distärkeglycerol) ist ein modifizierter Lebensmittelstärke-Zusatzstoff, der als Verdickungsmittel und Stabilisator in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird.
Was ist E1411?
E1411, bekannt als Distärkeglycerol, ist ein chemisch modifizierter Stärkederivat, der als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Er wird durch die Reaktion von natürlicher Stärke mit Glycerol (Glycerin) hergestellt, wobei die Stärkeketten durch Quervernetzung miteinander verbunden werden. Das Ergebnis ist eine Stärke mit verbesserten technologischen Eigenschaften, die unter verschiedenen Verarbeitungsbedingungen stabil bleibt.
Herstellung und chemische Eigenschaften
Bei der Herstellung von E1411 wird Stärke – meist aus Mais, Weizen, Kartoffeln oder Tapioka gewonnen – mit Glycerol verestert. Durch diese Modifikation entstehen Quervernetzungen in der Stärkestruktur, die folgende Eigenschaften verbessern:
- Erhöhte Stabilität gegenüber Hitze, Säure und mechanischer Belastung
- Verbessertes Verdickungsverhalten in wässrigen Systemen
- Geringere Neigung zur Retrogradation (Rückbildung der Stärkestruktur beim Abkühlen)
- Gute Gefrier-Tau-Stabilität
Verwendung in Lebensmitteln
E1411 wird in einer Vielzahl von verarbeiteten Lebensmitteln als Verdickungsmittel, Stabilisator und Geliermittel eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete umfassen:
- Salatdressings und Soßen
- Puddings, Cremespeisen und Desserts
- Konserven und Fertiggerichte
- Milchprodukte und Joghurtzubereitungen
- Babynahrung (in zugelassenen Mengen)
- Backwaren und Tiefkühlprodukte
Zulassung und Sicherheit
E1411 ist in der Europäischen Union gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Distärkeglycerol bewertet und als sicher eingestuft, wenn es in den zugelassenen Mengen verwendet wird. Ein akzeptabler täglicher Einnahmebereich (ADI) wurde als nicht spezifiziert festgelegt, was bedeutet, dass die Substanz bei normaler Verwendung als unbedenklich gilt.
Da es sich um ein stark modifiziertes Stärkeprodukt handelt, wird E1411 im Magen-Darm-Trakt nur in sehr geringem Maße verdaut und resorbiert. Der überwiegende Teil wird unverdaut ausgeschieden, was den glykämischen Einfluss im Vergleich zu nativer Stärke deutlich reduziert.
Verträglichkeit und Besonderheiten
Für die meisten Menschen ist E1411 gut verträglich. Folgende Punkte sind jedoch zu beachten:
- Glutenfreiheit: Wird E1411 aus Weizenstärke hergestellt, kann es für Personen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit relevant sein. Hersteller sind verpflichtet, die Herkunft der Stärke zu deklarieren, wenn sie aus allergenem Getreide stammt.
- Maissensitivität: Bei Verwendung von Maisstärke als Ausgangsmaterial können Personen mit Maisallergie reagieren.
- Verdauung: Da E1411 schwer verdaulich ist, kann ein übermäßiger Verzehr bei empfindlichen Personen zu leichten Verdauungsbeschwerden führen.
Kennzeichnung
Auf Lebensmitteletiketten wird E1411 entweder unter seiner E-Nummer E1411 oder unter dem Namen Distärkeglycerol aufgeführt. Verbraucher, die auf bestimmte Inhaltsstoffe achten, sollten die Zutatenlisten entsprechend prüfen.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of oxidised starch (E 1404), monostarch phosphate (E 1410), distarch phosphate (E 1412), phosphated distarch phosphate (E 1413), acetylated distarch phosphate (E 1414), acetylated starch (E 1420), acetylated distarch adipate (E 1422), hydroxypropyl starch (E 1440), hydroxypropyl distarch phosphate (E 1442), starch sodium octenyl succinate (E 1450), acetylated oxidised starch (E 1451) and starch aluminium octenyl succinate (E 1452) as food additives. EFSA Journal, 2017.
- Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union: Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europäischen Union, 2008.
- BeMiller, J. N. & Whistler, R. L. (Hrsg.): Starch: Chemistry and Technology. 3. Auflage, Academic Press, 2009.
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