E340 Kaliumphosphate – Verwendung und Sicherheit
E340 bezeichnet Kaliumphosphate, die als zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt werden. Sie dienen als Säureregulatoren, Stabilisatoren und Emulgatoren in verschiedenen Lebensmitteln.
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E340 bezeichnet Kaliumphosphate, die als zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt werden. Sie dienen als Säureregulatoren, Stabilisatoren und Emulgatoren in verschiedenen Lebensmitteln.
Was ist E340?
E340 ist die EU-Zulassungsnummer für Kaliumphosphate, eine Gruppe von Kaliumsalzen der Phosphorsäure. Sie zählen zu den zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffen und werden in der Lebensmittelindustrie vielfältig eingesetzt. Je nach Zusammensetzung unterscheidet man drei Hauptformen:
- E340(i) – Monokaliumphosphat (Kaliumdihydrogenphosphat)
- E340(ii) – Dikaliumphosphat (Dikaliumhydrogenphosphat)
- E340(iii) – Trikaliumphosphat (Trikaliumphosphat)
Diese Verbindungen kommen in der Natur vor, zum Beispiel in Fleisch, Fisch, Milch und Getreide, und sind auch im menschlichen Körper ein wesentlicher Bestandteil des Energiestoffwechsels.
Verwendung in Lebensmitteln
Kaliumphosphate übernehmen in Lebensmitteln mehrere technologische Funktionen:
- Säureregulator: Sie stabilisieren den pH-Wert von Lebensmitteln und verlängern so die Haltbarkeit.
- Stabilisator: Sie verhindern die Entmischung von Zutaten, zum Beispiel in Schmelzkäse oder Fertiggerichten.
- Emulgator: Sie unterstützen die gleichmäßige Verteilung von Fett und Wasser in Produkten.
- Puffersubstanz: Sie halten den pH-Wert in einem gewünschten Bereich konstant.
Typische Lebensmittel, in denen E340 eingesetzt wird, sind Schmelzkäse, Wurstwaren, Backwaren, Erfrischungsgetränke, Fleischerzeugnisse sowie Fertigsaucen und Suppen.
Physiologische Bedeutung von Phosphat
Phosphat ist ein lebenswichtiges Mineral für den menschlichen Organismus. Es erfüllt zahlreiche Funktionen:
- Bestandteil von Knochen und Zähnen
- Energieträger in Form von ATP (Adenosintriphosphat)
- Beteiligung an der DNA- und RNA-Synthese
- Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut
Kalium als zweiter Bestandteil von E340 ist ebenfalls ein essenzielles Mineral, das insbesondere für die Funktion von Nerven, Muskeln und des Herzens bedeutsam ist.
Sicherheit und gesundheitliche Bewertung
Kaliumphosphate gelten von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als sicher, sofern sie in den zugelassenen Mengen verwendet werden. Für die meisten Lebensmittelkategorien gilt das Prinzip quantum satis, also der Einsatz in der technologisch notwendigen Mindestmenge.
Dennoch gibt es Hinweise, dass ein dauerhaft hoher Phosphatkonsum – insbesondere durch den gehäuften Verzehr stark verarbeiteter Lebensmittel – für bestimmte Personengruppen problematisch sein kann:
- Nierenerkrankte: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann der Körper überschüssiges Phosphat nicht ausreichend ausscheiden, was zu einem erhöhten Phosphatspiegel im Blut (Hyperphosphatämie) führen kann.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Einige Studien deuten darauf hin, dass hohe Phosphatwerte mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert sein könnten.
- Knochengesundheit: Ein dauerhaft ungünstiges Calcium-Phosphat-Verhältnis kann langfristig die Knochendichte beeinflussen.
Für gesunde Menschen ist der gelegentliche Konsum von Lebensmitteln mit E340 in der Regel unbedenklich.
Kennzeichnung und Regulierung
In der Europäischen Union sind Kaliumphosphate als Lebensmittelzusatzstoffe gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 zugelassen. Werden sie einem Lebensmittel zugesetzt, müssen sie in der Zutatenliste mit ihrer Funktionsklasse (z. B. Stabilisator, Säureregulator) und entweder dem Namen oder der E-Nummer angegeben werden.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of phosphoric acid – phosphates – di-, tri- and polyphosphates (E 338–341, E 343, E 450–452) as food additives. EFSA Journal, 2019.
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittelzusatzstoffe.
- Ritz E. et al. – Phosphate additives in food – a health risk. Deutsches Ärzteblatt International, 2012.
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