EAAs – Essenzielle Aminosäuren: Funktionen und Quellen
EAAs (Essential Amino Acids) sind essenzielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden müssen.
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EAAs (Essential Amino Acids) sind essenzielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden müssen.
Was sind EAAs?
EAAs ist die Abkürzung für Essential Amino Acids (essenzielle Aminosäuren). Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen, die der menschliche Körper für zahlreiche lebenswichtige Funktionen benötigt. Von den insgesamt 20 Aminosäuren, die der menschliche Körper verwendet, können neun nicht vom Körper selbst synthetisiert werden – sie müssen daher zwingend über die Nahrung aufgenommen werden. Diese neun Aminosäuren werden als essenzielle Aminosäuren bezeichnet.
Die neun essenziellen Aminosäuren
- Histidin
- Isoleucin
- Leucin
- Lysin
- Methionin
- Phenylalanin
- Threonin
- Tryptophan
- Valin
Isoleucin, Leucin und Valin gehören dabei zur Untergruppe der verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs), die besonders im Sportbereich bekannt sind.
Biologische Funktionen
Essenzielle Aminosäuren erfüllen im Körper eine Vielzahl wichtiger Aufgaben:
- Proteinsynthese: Sie sind unverzichtbar für den Aufbau und die Reparatur von Muskeln, Geweben und Organen.
- Enzym- und Hormonproduktion: Viele Enzyme und Hormone bestehen aus Aminosäuren oder werden aus ihnen gebildet (z. B. Serotonin aus Tryptophan).
- Immunfunktion: Aminosäuren wie Histidin und Lysin unterstützen das Immunsystem.
- Energiestoffwechsel: Bestimmte EAAs können zur Energiegewinnung beitragen, insbesondere bei intensiver körperlicher Belastung.
- Neurotransmittersynthese: Tryptophan und Phenylalanin sind Vorläufer wichtiger Botenstoffe im Gehirn.
Nahrungsquellen
Essenzielle Aminosäuren kommen in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor. Tierische Eiweißquellen gelten als besonders vollständig:
- Fleisch, Geflügel und Fisch
- Eier
- Milch und Milchprodukte (z. B. Quark, Käse)
Pflanzliche Quellen enthalten ebenfalls EAAs, jedoch oft in geringerer Menge oder unvollständiger Zusammensetzung. Durch clevere Kombination pflanzlicher Lebensmittel (z. B. Hülsenfrüchte mit Getreide) lässt sich jedoch ein vollständiges Aminosäureprofil erzielen:
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)
- Sojaprodukte (Tofu, Tempeh, Edamame)
- Quinoa und Amaranth
- Nüsse und Samen
Empfohlene Zufuhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen eine tägliche Proteinzufuhr von ca. 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene. Der Bedarf an essenziellen Aminosäuren ist dabei in diesen Empfehlungen berücksichtigt. Bei Sportlern, älteren Menschen oder in besonderen Lebenssituationen (z. B. Schwangerschaft) kann der Bedarf höher sein.
Mangelsymptome
Ein Mangel an essenziellen Aminosäuren kann zu verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen:
- Muskelschwäche und -abbau
- Beeinträchtigte Immunabwehr
- Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit
- Stimmungsschwankungen und kognitive Einschränkungen (besonders bei Tryptophan-Mangel)
- Verlangsamte Wundheilung
- Wachstumsstörungen bei Kindern
EAAs als Nahrungsergänzungsmittel
EAA-Präparate sind als Pulver, Kapseln oder Tabletten erhältlich und werden insbesondere von Sportlern genutzt, um die Muskelproteinsynthese zu unterstützen, die Regeneration nach dem Training zu verbessern und einem Muskelabbau vorzubeugen. Im Vergleich zu reinen BCAA-Präparaten bieten EAA-Supplements ein vollständiges Spektrum aller neun essenziellen Aminosäuren und gelten als effektiver für den Muskelaufbau.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Bei einer ausgewogenen Ernährung ist eine zusätzliche EAA-Supplementierung für die meisten Menschen nicht notwendig. Hochdosierte Aminosäurepräparate sollten mit Vorsicht eingesetzt werden, insbesondere bei Nieren- oder Lebererkrankungen. Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich, etwa bei Tryptophan in Kombination mit bestimmten Antidepressiva (MAO-Hemmer). Im Zweifelsfall sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Protein and Amino Acid Requirements in Human Nutrition. WHO Technical Report Series, No. 935, 2007.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Protein. DGE, 2024.
- Wolfe RR et al. – Branched-chain amino acids and muscle protein synthesis in humans: myth or reality? Journal of the International Society of Sports Nutrition, 2017.
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