E219 – Natriummethylparaben: Wirkung & Sicherheit
E219 ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff aus der Gruppe der Parabene, der als Konservierungsmittel gegen Bakterien und Schimmelpilze eingesetzt wird.
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E219 ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff aus der Gruppe der Parabene, der als Konservierungsmittel gegen Bakterien und Schimmelpilze eingesetzt wird.
Was ist E219?
E219, auch bekannt als Natriummethyl-p-hydroxybenzoat oder Natriumsalz des Methylparabens, ist ein synthetisches Konservierungsmittel aus der Gruppe der Parabene. Es handelt sich um das Natriumsalz von Methylparaben (E218) und wird in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um Produkte vor dem Verderb durch Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze zu schuetzen.
Eigenschaften und Vorkommen
E219 ist ein weisses, wasserlösliches Pulver, das sich besonders gut in Wasser loest und daher in waessrigen Lebensmittelsystemen vorteilhaft eingesetzt werden kann. Im Vergleich zur freien Saeureform Methylparaben (E218) ist die Natriumsalzform besser loeslich und damit technologisch leichter handhabbar. In der Europaeischen Union ist E219 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und wird in bestimmten Lebensmittelkategorien verwendet.
Anwendungsgebiete
Der Einsatz von E219 ist in der EU auf spezifische Lebensmittelkategorien begrenzt, wie sie in der EU-Zusatzstoffverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1333/2008) festgelegt sind. Typische Anwendungsbereiche umfassen:
- Bestimmte Sossen und Wuerzmittel
- Gemuese- und Fruchtkonserven
- Feinkostprodukte
- Bestimmte Getraenke und fluessige Nahrungsergaenzungsmittel
- Kosmetika und Arzneimittelzubereitungen (ausserhalb der Lebensmittelkennzeichnung als E219)
Wirkmechanismus
Parabene wie E219 entfalten ihre konservierende Wirkung, indem sie die Zellmembranen von Mikroorganismen schaedigen und wichtige Enzymfunktionen hemmen. Dies verhindert das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen, was die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlaengert. E219 wirkt ueber einen weiten pH-Bereich, was es vielseitiger einsetzbar macht als viele andere Konservierungsmittel.
Sicherheit und gesundheitliche Bewertung
Die Europaeische Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA) und andere internationale Behoerden haben Parabene, einschliesslich E219, ausfuehrlich bewertet. Dabei wurden folgende Aspekte beruecksichtigt:
Akzeptable Tagesdosis (ADI)
Die EFSA hat fuer die Gruppe der Parabene (E214-E219) einen kombinierten ADI-Wert von 0-10 mg/kg Koerpergewicht pro Tag festgelegt. Bei normaler ernaehrungsbedingter Exposition gilt E219 als sicher.
Mögliche Bedenken
In der wissenschaftlichen Literatur werden folgende Aspekte diskutiert:
- Oestrogene Wirkung: Parabene koennen schwach oestrogen wirksam sein, d. h. sie können den Hormonhaushalt beeinflussen. Dies wird insbesondere bei hohen Konzentrationen und kumulativer Exposition diskutiert.
- Allergische Reaktionen: Bei empfindlichen Personen koennen Parabene Kontaktallergien oder Hautreizungen ausloesen.
- Kumulative Belastung: Da Parabene in vielen Lebensmitteln, Kosmetika und Arzneimitteln gleichzeitig vorkommen koennen, ist die Gesamtexposition zu beruecksichtigen.
Gruppen mit besonderem Augenmerk
Saeuglingen, Kleinkindern und Schwangeren wird empfohlen, die Gesamtaufnahme von Parabenen im Blick zu behalten, da moegliche hormonelle Effekte bei diesen empfindlichen Personengruppen staerker ins Gewicht fallen koennten.
Kennzeichnung und Erkennbarkeit
In der EU muss E219 auf der Zutatenliste von Lebensmitteln angegeben werden, entweder als E219 oder als Natriummethyl-p-hydroxybenzoat. Verbraucher, die Parabene meiden moechten, sollten die Zutatenliste sorgfaeltig pruefen. Auch in Kosmetika sind Parabene kennzeichnungspflichtig.
Alternativen
Als Alternativen zu E219 und anderen Parabenen stehen verschiedene natuerliche und synthetische Konservierungsmittel zur Verfuegung, wie z. B. Sorbinsaeure (E200), Benzoesaeure (E210) oder natuerliche Extrakte wie Rosmarinextrakt. Viele Hersteller setzen zunehmend auf paraben-freie Formulierungen, um verbraucherfreundliche Produkte anzubieten.
Quellen
- Europaeische Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of para-hydroxybenzoates (E 214-219) as food additives. EFSA Journal, 2004.
- Europaeisches Parlament und Rat: Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 ueber Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europaeischen Union, 2008.
- Darbre PD, Harvey PW: Paraben esters: review of recent studies of endocrine toxicity, absorption, esterase and human exposure, and discussion of potential human health risks. Journal of Applied Toxicology, 2008.
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