Eplerenon – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Eplerenon ist ein verschreibungspflichtiges Medikament aus der Gruppe der Aldosteron-Antagonisten, das bei Herzinsuffizienz und Bluthochdruck eingesetzt wird.
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Eplerenon ist ein verschreibungspflichtiges Medikament aus der Gruppe der Aldosteron-Antagonisten, das bei Herzinsuffizienz und Bluthochdruck eingesetzt wird.
Was ist Eplerenon?
Eplerenon ist ein selektiver Aldosteron-Antagonist, der zur Gruppe der kaliumsparenden Diuretika (harntreibende Mittel) gehört. Es blockiert gezielt den Mineralokortikoid-Rezeptor und verhindert so die Wirkung des Hormons Aldosteron im Körper. Eplerenon ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in Deutschland und Europa zugelassen und wird unter verschiedenen Handelsnamen angeboten.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
Eplerenon wird eingesetzt bei:
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche) nach einem Herzinfarkt – zur Senkung der Sterblichkeitsrate bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion
- Chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) in Ergänzung zur Standardtherapie
- Essenzieller Hypertonie (Bluthochdruck), insbesondere wenn andere Mittel nicht ausreichend wirken
Wirkmechanismus
Aldosteron ist ein Hormon der Nebennierenrinde, das die Natrium- und Wasserretention in den Nieren fördert und gleichzeitig Kalium ausscheidet. Ein Überschuss an Aldosteron kann zu Bluthochdruck, Herzfibrose und Herzmuskelverdickung führen.
Eplerenon bindet selektiv an den Mineralokortikoid-Rezeptor und blockiert dessen Aktivierung durch Aldosteron. Im Vergleich zu dem älteren Wirkstoff Spironolacton weist Eplerenon eine höhere Selektivität für diesen Rezeptor auf und bindet kaum an Androgen- oder Progesteronrezeptoren. Dies reduziert hormonbedingte Nebenwirkungen wie Gynäkomastie (Brustdrüsenwachstum beim Mann) erheblich.
Die Blockade des Mineralokortikoid-Rezeptors führt zu:
- Verminderter Natrium- und Wasserrückresorption in der Niere
- Erhöhter Kaliumretention (kaliumsparende Wirkung)
- Senkung des Blutdrucks
- Schutz des Herzmuskels vor fibrotischen Umbauprozessen (Kardioprotektion)
Dosierung
Die Dosierung von Eplerenon richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und der Nierenfunktion des Patienten:
- Nach Herzinfarkt / Herzinsuffizienz: In der Regel wird mit 25 mg täglich begonnen und nach 4 Wochen auf 50 mg täglich erhöht, sofern der Kaliumspiegel im Blut es erlaubt.
- Hypertonie: Übliche Startdosis 50 mg einmal täglich, bei Bedarf Steigerung auf 50 mg zweimal täglich.
Eplerenon wird als Tablette eingenommen und kann unabhängig von den Mahlzeiten angewendet werden. Die genaue Dosierung legt der behandelnde Arzt fest.
Nebenwirkungen
Eplerenon wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
- Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel im Blut) – besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion oder gleichzeitiger Einnahme von anderen kaliumerhöhenden Mitteln
- Schwindel und Kopfschmerzen
- Erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte (Hinweis auf Nierenfunktionsveränderungen)
- Müdigkeit und Schwäche
- Seltener: Gynäkomastie (deutlich seltener als bei Spironolacton)
Eine regelmäßige Kontrolle des Kaliumspiegels und der Nierenfunktion ist während der Behandlung mit Eplerenon notwendig.
Gegenanzeigen (Kontraindikationen)
Eplerenon darf nicht angewendet werden bei:
- Bereits erhöhtem Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie)
- Schwerer Niereninsuffizienz
- Gleichzeitiger Einnahme von starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol)
- Gleichzeitiger Anwendung anderer kaliumsparender Diuretika oder Kaliumsupplemente
Wechselwirkungen
Eplerenon wird in der Leber über das Enzym CYP3A4 abgebaut. Gleichzeitig eingenommene Medikamente, die dieses Enzym hemmen oder aktivieren, können die Wirkung von Eplerenon verstärken oder abschwächen. Besondere Vorsicht gilt bei:
- ACE-Hemmern und AT1-Rezeptorblockern (erhöhtes Hyperkaliämie-Risiko)
- Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen
- Lithium (erhöhte Lithiumtoxizität möglich)
Hinweise zur Anwendung
Eplerenon ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Regelmäßige Blutkontrollen (Kalium, Nierenwerte) sind essenziell, um unerwünschte Wirkungen frühzeitig zu erkennen. Patienten sollten ihren Arzt über alle weiteren Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und bestehenden Erkrankungen informieren.
Quellen
- European Medicines Agency (EMA): Eplerenon – Produktinformation und Bewertungsbericht. www.ema.europa.eu
- Pitt B et al. – Eplerenone, a selective aldosterone blocker, in patients with left ventricular dysfunction after myocardial infarction. New England Journal of Medicine, 2003; 348(14):1309–1321.
- Fachinformation Eplerenon (aktuelle Version) – Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
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