E213 Calciumbenzoat – Konservierungsmittel
E213 ist ein chemischer Lebensmittelzusatzstoff (Calciumbenzoat), der als Konservierungsmittel eingesetzt wird, um Lebensmittel vor Schimmel und Bakterien zu schützen.
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E213 ist ein chemischer Lebensmittelzusatzstoff (Calciumbenzoat), der als Konservierungsmittel eingesetzt wird, um Lebensmittel vor Schimmel und Bakterien zu schützen.
Was ist E213?
E213 bezeichnet Calciumbenzoat, ein synthetisches Konservierungsmittel aus der Gruppe der Benzoate. Es handelt sich um das Calciumsalz der Benzoesäure und wird in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um Produkte länger haltbar zu machen, indem es das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und bestimmten Bakterien hemmt.
Verwendung in Lebensmitteln
Calciumbenzoat (E213) findet vor allem in sauren Lebensmitteln Anwendung, da seine konservierende Wirkung im sauren Milieu am stärksten ausgeprägt ist. Typische Produkte, in denen E213 eingesetzt werden kann, umfassen:
- Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte
- Marinaden, Saucen und Dressings
- Konfitüren und Gelees
- Eingelegte Gemüse und Oliven
- Feinkostsalate
Wirkmechanismus
Die konservierende Wirkung von Calciumbenzoat beruht auf der Umwandlung im sauren Milieu in Benzoesäure. Diese dringt in die Zellen von Mikroorganismen ein und hemmt dort lebenswichtige Enzyme, insbesondere solche, die am Energiestoffwechsel beteiligt sind. Dadurch wird das Wachstum und die Vermehrung von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien effektiv unterdrückt.
Zulassung und Regulierung
In der Europäischen Union ist E213 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und unterliegt der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen akzeptablen täglichen Aufnahmewert (ADI) für die Gruppe der Benzoate festgelegt. Lebensmittel, die E213 enthalten, müssen dies auf der Zutatenliste kennzeichnen.
Gesundheitliche Aspekte und Sicherheit
Bei den meisten Menschen gilt E213 in den zugelassenen Mengen als unbedenklich. Dennoch gibt es einige gesundheitliche Aspekte, die zu beachten sind:
- Pseudoallergien: Benzoate können bei empfindlichen Personen, insbesondere bei Menschen mit Asthma oder Aspirin-Unverträglichkeit, allergieähnliche Reaktionen wie Hautausschläge, Nesselsucht oder Atembeschwerden auslösen.
- Hyperaktivität bei Kindern: Bestimmte Studien, darunter die bekannte Southampton-Studie, haben Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Benzoaten in Kombination mit bestimmten Farbstoffen und einer erhöhten Hyperaktivität bei Kindern gezeigt. Die EFSA hat diese Daten bewertet und empfiehlt bei Kindern eine vorsichtige Einschränkung des Konsums.
- Benzolbildung: In Kombination mit Ascorbinsäure (Vitamin C, E300) kann Benzoat unter bestimmten Bedingungen (Licht, Wärme) geringe Mengen Benzol bilden, einer krebserregenden Verbindung. Dieser Effekt ist in der Lebensmittelproduktion bekannt und wird regulatorisch beobachtet.
Unterschied zu E210, E211 und E212
Calciumbenzoat (E213) gehört zur Familie der Benzoate, zu der auch Benzoesäure (E210), Natriumbenzoat (E211) und Kaliumbenzoat (E212) zählen. Diese Verbindungen unterscheiden sich lediglich im gebundenen Metallion (Natrium, Kalium oder Calcium) und sind in ihrer Wirkungsweise und ihrem Sicherheitsprofil sehr ähnlich. Natriumbenzoat (E211) ist dabei der am häufigsten verwendete Vertreter dieser Gruppe.
Erkennbarkeit auf Produkten
Verbraucher können E213 auf der Zutatenliste von Lebensmitteln unter folgenden Bezeichnungen finden:
- E213
- Calciumbenzoat
- Calcium-Benzoat
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Benzoaten sollten die Zutatenlisten von Lebensmitteln sorgfältig prüfen und bei Unsicherheit ihren Arzt oder Apotheker befragen.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of benzoic acid (E 210), sodium benzoate (E 211), potassium benzoate (E 212) and calcium benzoate (E 213) as food additives. EFSA Journal, 2016.
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europäischen Union, 2008.
- McCann D. et al.: Food additives and hyperactive behaviour in 3-year-old and 8/9-year-old children in the community: a randomised, double-blinded, placebo-controlled trial. The Lancet, 2007.
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